Baustellen-Equipment

Damir Mioc,

So hat sich Wacker Neuson stabilisiert und neu ausgerichtet

Die Wacker Neuson Group blickt auf ein Geschäftsjahr 2025 mit gemischtem Start, aber solider Entwicklung im weiteren Verlauf zurück. Trotz externer Belastungen zeigen wichtige Kennzahlen nach oben – und für 2026 zeichnet sich eine moderate Belebung ab.

Umsatz und Profitabilität entwickelten sich im vergangenen Jahr bei Wacker Neuson zunehmend positiv. © Wacker Neuson

Nach einem verhaltenen ersten Quartal hat die Wacker Neuson Group im Jahresverlauf 2025 operative Fortschritte erzielt und ihre Profitabilität gesteigert. Das Marktumfeld blieb anspruchsvoll, unter anderem durch handelspolitische Einflüsse wie US-Zölle. Dennoch gelang es dem Unternehmen, wichtige strategische Initiativen umzusetzen und seine Marktposition gezielt auszubauen.

Ein zentraler Schritt war der Produktionsstart erster Baggermodelle im Rahmen der OEM-Kooperation mit John Deere. Damit stärkt der Konzern seine Präsenz in Nordamerika und erschließt zusätzliche Absatzpotenziale. Parallel dazu wurden interne Prozesse weiter optimiert, was sich insbesondere in der Ergebnisentwicklung widerspiegelt.

Der Konzernumsatz lag mit 2.218,8 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (2024: 2.234,9 Mio. Euro). Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde hingegen ein Anstieg auf 132,4 Mio. Euro erzielt (2024: 123,0 Mio. Euro), was einer verbesserten EBIT-Marge von 6,0 Prozent entspricht (2024: 5,5 Prozent). Belastet wurde das vierte Quartal durch Sondereffekte, darunter Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit Gesprächen mit Doosan Bobcat Inc. sowie bilanziellen Anpassungen.

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Deutlich verbessert zeigte sich die Kapitalbindung von Wacker Neuson: Das Net Working Capital sank zum Jahresende auf 647,0 Mio. Euro (Vorjahr: 709,3 Mio. Euro). Die entsprechende Quote reduzierte sich auf 29,2 Prozent und lag damit unter dem strategischen Zielwert von 30 Prozent. Auch der Free Cashflow entwickelte sich positiv und erreichte 201,6 Mio. Euro nach 184,6 Mio. Euro im Vorjahr.

"Das Geschäftsjahr 2025 war insbesondere im ersten Quartal weiterhin von herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt. Dennoch ist es uns gelungen, unsere Profitabilität im Jahresverlauf zu steigern und unsere operative Leistungsfähigkeit konsequent zu verbessern. Wir haben uns frühzeitig und gezielt auf exogene Einflussfaktoren wie die US-Zölle eingestellt. Trotz anhaltender geopolitscher Unsicherheiten erwarten wir für 2026 einen leichten Marktaufschwung und planen mit einem moderaten Umsatzplus bei einer höheren EBIT-Marge gegenüber 2025. Wir fokussieren uns in 2026 und darüber hinaus auf unsere Wachstumshebel und die Verfeinerung und weitere Umsetzung unserer Strategie 2030", so Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson Group.

Auch bei der Aktionärsvergütung hält das Unternehmen an seiner Linie fest: Für die Hauptversammlung im Mai 2026 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie vor, nach 0,60 Euro im Vorjahr. Damit sollen die Anteilseigner weiterhin angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

Für das laufende Jahr erwartet Wacker Neuson eine leichte Markterholung mit positiven Impulsen aus Infrastrukturprogrammen in Europa und stabiler Nachfrage in Nordamerika. Geplant ist ein moderates Umsatzwachstum auf 2,2 bis 2,4 Mrd. Euro bei einer verbesserten EBIT-Marge von 6,5 bis 7,5 Prozent. Die Investitionen bleiben mit 70 bis 90 Mio. Euro auf einem stabilen Niveau.

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