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Milliarden-Sanierung der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg
Die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg steht vor einer umfassenden Sanierung und Neugestaltung. Bundeswehr und Hamburger Bundesbau planen, den Campus der Douaumont-Kaserne (DOK) für rund eine Milliarde Euro zu modernisieren und zu erweitern.
Das Projekt zählt zu den größten Bauvorhaben in Deutschland und soll einen klimaneutralen, innovativen Wissenschaftsstandort schaffen.
Umfang und Ziele des Projekts
Das Bauvorhaben umfasst eine Fläche von 205.000 m² und beinhaltet sowohl Neubauten als auch Bestandssanierungen. Dabei soll der denkmalgeschützte Charakter des Ensembles erhalten bleiben. Ziel ist es, alle derzeit ausgegliederten Fachbereiche der Universität wieder auf dem Campus zusammenzuführen und gleichzeitig moderne Standards in Forschung und Lehre zu implementieren.
Innovative Projektabwicklung
Für die Realisierung des Projekts, das voraussichtlich bis 2035 andauern wird, setzen die Bauherren auf eine Integrierte Projektabwicklung (IPA). Donald Appel, Leiter der Bundesbauabteilung Hamburg, erklärt:
"Wir wollen gemeinsam neue Wege gehen und haben uns deshalb mit IPA für einen sehr innovativen Ansatz in der Projektabwicklung entschieden. Dies soll zu einem Kulturwandel im Bau beitragen, hin zu einem Mit- statt Gegeneinander, mit dem Ziel 'best for project' und damit eine Realisierung des Projekts im Kosten- und Zeitplan in den Fokus nehmen."
Vergabeverfahren und Partnersuche
Die Vergabeverfahren für verschiedene Planungs- und Ausführungsleistungen haben bereits begonnen. Gesucht werden insgesamt neun Allianzpartner, darunter Planungsbüros für Gebäude, Freianlagen, Elektrotechnik und HLSM (Heizung, Lüftung, Sanitär und Maschinentechnik) sowie ausführende Unternehmen für verschiedene Bauleistungen. Interessierte Unternehmen können sich auf der Projektwebsite bundesbau.hamburg/campus-dok über das Bauvorhaben und die Vergabeverfahren informieren.
Herausforderungen und Chancen
Die Sanierung und Erweiterung der Helmut-Schmidt-Universität stellt aufgrund des laufenden Forschungs- und Lehrbetriebs besondere Anforderungen an alle Beteiligten.
Die gewählte IPA-Methode soll durch partnerschaftliche Zusammenarbeit und Risikoteilung zu einem effizienteren Bauprozess führen. Mit diesem Großprojekt setzen Bundeswehr und Hamburger Bundesbau neue Maßstäbe in der Campusentwicklung und demonstrieren ihr Engagement für zukunftsfähige, nachhaltige Bildungsinfrastrukturen.














