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Artikel und Hintergründe zum Thema

FORUM HOLZBAU

Christoph Maria Dauner,

Internationales Holzbau-Forum 2025: Gebäudebestand klimaverträglich nutzen

Um die EU-Klimaschutzziele führt kein Weg am Gebäudebestand vorbei. Rund 85 Prozent der heutigen Gebäude in Europa werden auch noch im Jahr 2050 existieren, dem Jahr, ab dem Europa klimaneutral sein möchte. Allerdings eignen sich aktuell 75 Prozent dieser Gebäude nicht, um diesen politischen Zielen gerecht zu werden. Deshalb stellte die Timber Construction Europe (TCE) dieses Thema am 3. Dezember in den Fokus ihres Prolog-Nachmittages beim Internationalen Holzbau Forum 2025 im österreichischen Innsbruck.

Prof. Dr. Annette Hafner, Ruhr-Universität Bochum © cmd/mikado

Prof. Dr. Annette Hafner (Ruhr-Universität Bochum) identifizierte im Bestand enorme Chancen für den Holzbau. Sie plädierte dafür, Bestand zu erhalten, statt abzureißen, die Gebäude zu ertüchtigen und zukunftsfähig zu machen. Damit die dafür nötigen Holzbauarbeiten bei Aufstockungen einfacher ausgeführt werden können, ist ein „Planungsleitfaden zur Vereinfachung der Planung und Durchführung von Aufstockungsmaßnahmen“ geplant.

Florian Eitel, Holzbau Schlosser, Jagstzell © cmd/mikado

Ein Beispiel für eine gelungene Aufstockung hatte Florian Eitel (Holzbau Schlosser, Jagstzell) mit nach Innsbruck gebracht. „Mit großer Sorgfalt haben wir beim Kloster Reimlingen die Tragstruktur, Fundamentierung, Anschlussdetails sowie mögliche Lastreserven geprüft. Nur auf dieser Basis konnten wir entscheiden, wie das Gebäude sinnvoll um zusätzliche Geschosse erweitert werden kann, damit dort neuer, wertvoller Wohnraum geschaffen wird.“ So verbindet das Kloster Reimlingen nun Wohnen, Pflege und Gewerbe zu einem funktionalen und lebendigen Ensemble. Aus dem historischen Bestand wurden barrierefreie Appartements, eine ambulant betreute Senioren-WG und moderne Dienstleistungsflächen mit hoher Aufenthaltsqualität und kurzen Wegen.

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Dominik Philipp, Dietrich Untertrifaller Architekten, Wien © cmd/mikado

Auch Dominik Philipp (Dietrich Untertrifaller Architekten, Wien) zeigte architektonisch und funktional überzeugende Beispiele für Nachverdichtung. Sein Credo: Dichte + Vielfalt = Nähe. So könne soziale und architektonische Qualität entstehen, wenn auf vorhandenen Flächen neuer Wohnraum entsteht.

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