Bitumenemulsionen

Damir Mioc,

Vielseitigkeit von Schäfer-Technik für hohe Auslastung

Nach gut 15 Jahren im Einsatz sollte die Lkw-Bitumenvorspritzmaschine von Fahrner Bauunternehmung Verstärkung bekommen. Zusammen mit Schäfer-Technik konfigurierte die in Mallersdorf-Pfaffenberg ansässige Firma eine Bitumenvorspritzmaschine nahezu in Komplettausstattung.

In Erweiterung der Vorspritzfunktion bzw. zur Beschleunigung des Bindemittel-Brechvorgangs sind am Variomat-Spritzbalken weitere Düsen angebracht, die ein Additiv jeweils in den Spritzkegel der Bitumenemulsionsdüsen in einem Arbeitsgang einbringen. © Schäfer-Technik

Der neue Lkw, ein Drei-Achser mit gelenkter Nachlaufachse, bietet viel mehr Einsatzoptionen als sein Zwei-Achser-Vorgänger. Der 26-Tonner verfügt über zwei isolierte und beheizbare 3.500-l-Bitumentanks. So kann die Maschine Bitumenemulsionen mit unterschiedlichen Eigenschaften bei einer Fahrt mitnehmen. Der Spritzbalken, am Heck ist stufenlos vom Fahrerhaus bis auf 4.600 mm Arbeitsbreite und in der Höhe einstellbar.

Die Zu- bzw. Abschaltung der Spritzdüsen erfolgt automatisch. Die Dosiersteuerung des Bindemittels erfolgt ebenfalls vom Fahrerhaus aus. Eine Rückraumüberwachung bietet zusätzlich eine optische Kontrolle auf das Arbeitsergebnis. Eine Handspritzlanze mit 10 m Schlauchlänge fehlt ebenso wenig wie ein Wassertank.

In Erweiterung der Vorspritzfunktion bzw. zur Beschleunigung des Bindemittel-Brechvorgangs sind am Variomat-Spritzbalken weitere Düsen angebracht, die ein Additiv jeweils in den Spritzkegel der Bitumenemulsionsdüsen in einem Arbeitsgang einbringen. Der Lkw führt das Additiv in einem entsprechenden Edelstahltank mit. Mittels Beaufschlagung von Druckluft lässt sich die Dorierung genau abstimmen und wird natürlich ebenfalls von Fahrhaus aus eingestellt und überwacht.

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Bei optimaler Abstimmung von Dope (Additiv) und Emulsion ermöglicht das Auftragen des Dopes ein schnelleres Einleiten des nächsten Arbeitsschrittes. Denn die angespritzte Fläche kann innerhalb kürzester Zeit mit dem Straßenfertiger und Lkws für den Einbau der nächsten Asphaltschicht befahren werden.

Kalkmilch schützt Bitumenemulsionsschicht

Je nach Baustellenplanung, aber auch zur Berücksichtigung der Witterung kann es erforderlich sein, Kalkmilch auf die Bitumenemulsion auszubringen. Frontseitig am Lkw ist dazu eine Kalkmilch-Spritzanlage verbaut. Die Kalkmilch führt der Lkw in einem separaten Tank mit. Nach dem Aufsprühen der Kalkmilch kann die behandelte Fläche sofort befahren werden.

Der Einbau der nächsten Asphaltschicht kann deshalb unmittelbar auf die noch feuchte Oberfläche erfolgen, was zu einer Zeitersparnis im Baufortschritt führen kann. Denn bei vielen Asphaltbauprojekten treten während der heißen Sommermonate spezifische Herausforderungen auf.

Wenn Baustellenfahrzeuge über die dunkle und aufgeheizte Bitumenemulsionsschicht fahren, kann das reine Bindemittel an den Reifen haften bleiben und weggetragen werden. Dies führt nicht nur zu erheblichen Verunreinigungen der betroffenen Bereiche, sondern birgt die Gefahr einer partiellen Beeinträchtigung des Schichtenverbunds.

Eine beschädigte Haftbrücke kann die Lebensdauer der Asphaltschichten erheblich verkürzen. "Mit dieser zusätzlichen Fahrzeug-Ausstattung, wie auch der Kantenspritzeinrichtung, sind wir auf alle Eventualitäten vor Ort auf der Baustelle gut vorbereitet", erklärt Alexander Soller von der Fahrner Bauunternehmung.

Dieser Artikel erschien zuerst in der November-Ausgabe des Baugewerbe Magazins.

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