In Erlangen
Bauer Spezialtiefbau: Präzision und Tiefbaukunst beim Schleusenneubau
Bauer Spezialtiefbau setzt in Erlangen beim Neubau der Schleuse Kriegenbrunn Maßstäbe – technisch, digital und logistisch.
Am Main-Donau-Kanal entsteht eines der größten Wasserbauprojekte Deutschlands: der Ersatzneubau der Schleuse Kriegenbrunn. Mit einem Netto-Auftragsvolumen von rund 447 Millionen Euro und einer geplanten Bauzeit bis 2032 gilt das Vorhaben als Meilenstein für die Zukunft der Binnenschifffahrt. Maßgeblich beteiligt ist die Bauer Spezialtiefbau GmbH, die gemeinsam mit ihren Partnern Züblin Spezialtiefbau und Ed. Züblin AG die Baugrubenumschließung für das neue Schleusenbauwerk realisiert.
Komplexe Baugrube für ein Jahrhundertprojekt
Das Herzstück des Projekts bildet die Hauptbaugrube – 330 Meter lang, nahezu 30 Meter breit und ebenso tief. Diese Dimensionen sind selbst im Spezialtiefbau außergewöhnlich. Gesichert wird die Baugrube durch eine Kombination aus Bohrpfahlwänden, Spundwänden, Verpressankern und massiven Stahlrohrsteifen mit einem Gesamtgewicht von rund 8.000 Tonnen.
Im Kellybohrverfahren werden dabei vollverrohrte Pfähle mit einem Durchmesser von bis zu zwei Metern und einer Länge von bis zu 37 Metern hergestellt. Zum Einsatz kommen hochmoderne Bauer-Drehbohrgeräte der Typen BG 55, BG 45 und BG 39, die für ihre Präzision und Leistungsfähigkeit bekannt sind. Über 85 Prozent der Bohrpfähle wurden bereits gesetzt – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt, bevor die eigentlichen Aushubarbeiten beginnen.
Digitale Planung und präzise Umsetzung
Der Neubau der Schleuse Kriegenbrunn verlangt höchste technische Genauigkeit und ein abgestimmtes Zusammenspiel aller Gewerke. Bauer Spezialtiefbau setzt dabei auf digitale Planungs- und Steuerungstools, die eine kontinuierliche Kontrolle der Baufortschritte ermöglichen. Diese datenbasierte Vorgehensweise gewährleistet eine präzise Ausführung der Pfahlarbeiten und minimiert Risiken in der Ausführungsphase.
Die Kombination aus jahrzehntelanger Erfahrung im Tiefbau und modernen digitalen Werkzeugen zeigt, wie sich Tradition und Innovation bei Bauer Spezialtiefbau ergänzen. In enger Abstimmung mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) wird so ein Projekt realisiert, das sowohl technisch als auch ökologisch zukunftsweisend ist.
Bedeutung für Infrastruktur und Kanalsanierung
Die neue Schleuse Kriegenbrunn ist mehr als ein Ersatzbau – sie ist ein zentraler Bestandteil der Kanalsanierung und Modernisierung des Main-Donau-Kanals. Der bestehende Schleusenkomplex erreicht zunehmend seine Kapazitätsgrenzen, und der Neubau soll die Leistungsfähigkeit des Wasserweges langfristig sichern.
Durch den Einsatz modernster Tiefbautechnik wird nicht nur die Stabilität des Bauwerks gewährleistet, sondern auch der Verkehrsfluss auf einer der wichtigsten Binnenwasserstraßen Europas gesichert. Für die Bauer Spezialtiefbau GmbH ist das Projekt in Erlangen ein weiteres Beispiel dafür, wie komplexe Infrastrukturmaßnahmen durch präzise Planung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und technologische Kompetenz umgesetzt werden können.
Tiefbau in neuer Dimension
Mit dem Ersatzneubau der Schleuse Kriegenbrunn setzt Bauer Spezialtiefbau Maßstäbe im deutschen Tiefbau. Das Projekt steht sinnbildlich für die Leistungsfähigkeit des modernen Spezialtiefbaus: große technische Tiefe, exakte Ausführung und die Verbindung von digitaler Planung mit handwerklicher Präzision.
Der Fortschritt am Main-Donau-Kanal zeigt, wie wichtig die kontinuierliche Modernisierung der Wasserstraßeninfrastruktur ist – und welche Rolle spezialisierte Bauunternehmen dabei spielen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland auch zukünftig leistungsfähig zu halten.














