Zukunft im Recycling:
ARC setzt auf batterieelektrische Liebherr-Radlader
Das dänische Abfallunternehmen Amager Ressourcecenter (ARC) verfolgt seit Jahren eine konsequente Strategie zur Reduktion seiner CO₂-Emissionen.
Nach mehr als 200 eingesetzten Elektro-Müllfahrzeugen hat ARC nun auch seine Radlader-Flotte elektrifiziert – mit acht batterieelektrischen Liebherr-Radladern L 507 E.
„Um auch auf unseren lokalen Wertstoffhöfen CO2- und Lärmemissionen zu minimieren, haben wir beschlossen, unsere Radlader auf Elektroantrieb umzustellen“, erklärt Casper Schwartz Glottrup, Fachberater für Abfallwirtschaft und Ausschreibungen bei ARC.
Testeinsatz überzeugt: Liebherr punktet in Leistung und Praxis
Vor der Kaufentscheidung führte ARC im Frühjahr 2024 einen einwöchigen Praxistest durch, betreut vom dänischen Liebherr-Vertriebspartner Johs. Møllers Maskiner A/S. Dabei waren nicht nur die Einkaufsabteilung, sondern auch die Maschinenführenden der Recyclinghöfe eingebunden.
Das Ergebnis war eindeutig: Der Radlader L 507 E überzeugte mit hoher Schubkraft, langer Batterielaufzeit und einfacher Bedienung.
„Unsere acht neuen Radlader sind nun schon circa sechs Monate im Einsatz. Das batterieelektrische Antriebskonzept funktioniert einwandfrei. Die Batterielaufzeit reicht ohne Zwischenladen für einen vollen Arbeitstag. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Investition“, so Glottrup.
Alltagstauglich auf Recyclinghöfen
Die Liebherr-Radlader sind auf verschiedenen Recyclinganlagen im Großraum Kopenhagen im Einsatz. Pro Standort arbeitet jeweils ein Radlader im Einschichtbetrieb – meist sieben Tage die Woche. Aufgeladen wird über die vorhandene Infrastruktur während der Nachtstunden.
Mit Schaufel und Ladegabel übernehmen die Maschinen vielseitige Aufgaben: Beladen von Containern, Beschicken von Sortieranlagen und Reinigungsarbeiten.
Auch Fahrerin Mille Braunstein ist überzeugt: „Die Maschine hat eine enorme Schubkraft – besonders beim Aufhalden der Abfälle. Sie übertrifft damit deutlich unseren vorherigen Radlader.“ Zudem hebt sie die Wendigkeit hervor, die durch die von Liebherr entwickelte Stereolenkung ermöglicht wird.
Zweiter Akku für maximale Leistung
Für besonders lange Einsätze hat ARC bei einem Radlader ein zusätzliches Lithium-Ionen-Akkupaket verbaut. Dieser L 507 E arbeitet in der ARC-Verpackungsanlage in Amager, wo er täglich bis zu 200 Tonnen Plastik und Karton zu Ballen verarbeitet.
„Das spritzige Fahrverhalten und die hohe Schubkraft sind beeindruckend. Außerdem gefallen mir die Wendigkeit und die geringe Lautstärke des Radladers. Es ist sehr komfortabel mit ihm zu arbeiten“, berichtet Esben Møhl, Betriebsleiter der Anlage.
Liebherr-Radlader als Schlüsseltechnologie im Recycling
Die Investition von ARC zeigt, wie batterieelektrische Baumaschinen den Wandel zu einer klimafreundlichen Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Liebherr positioniert sich dabei als einer der führenden Hersteller, der Nachhaltigkeit, Leistungsstärke und Praxistauglichkeit in seinen Baumaschinen vereint.
Mit dem Radlader L 507 E liefert Liebherr ein Modell, das im Recycling ebenso überzeugt wie auf klassischen Baustellen.
Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen
Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.
Neue Wege aus der Baukrise
Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.
Chancen für die Bauwirtschaft
Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.














