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Artikel und Hintergründe zum Thema

Klimawandel und Nachhaltigkeit

Kai Ingmar Link,

Nuh Cement und ABB rüsten Muldenkipper auf vollelektrischen Antrieb um

Die beiden Unternehmen haben bei der Entwicklung und Umsetzung des Retrofit-Projekts eng zusammengearbeitet. Es handelt sich um das weltweit erste vollelektrische Fahrzeug dieser Grösse und Klasse.

Das Projekt unterstützt die Nachhaltigkeitsziele von Nuh Cement, indem es die Lebensdauer des Muldenkippers verlängert, der das Ende seiner 30-jährigen Betriebszeit erreicht hat. © Nuh Cement

ABB lieferte für das Projekt den Umrichter BORDLINE CC200, eine Traktionsbatterie, einen luftgekühlten Traktionsmotor, die Fahrzeugsteuerungselektronik, ein Batterie-Thermomanagement sowie ein DC-Schnellladegerät. Das System-Engineering wurde ebenfalls von ABB durchgeführt.

Das Zementwerk befindet sich in Kocaeli-Körfez, östlich der Marmara-Region um Istanbul. Sie ist so gelegen, dass die voll beladenen Lastwagen bei einer durchschnittlichen Steigung von 18 bis 20 Prozent bergab fahren. Durch regeneratives Bremsen kann der Muldenkipper seine Batterie während der Abwärtsfahrt aufladen und nach dem Entladen ausschließlich mit zuvor regenerierter elektrischer Energie zum Eingang der Mine hinauffahren.

Nuh Cement und ABB: Nachhaltigkeitsziele und Wirtschaftlichkeit

Das Projekt unterstützt die Nachhaltigkeitsziele von Nuh Cement, indem es die Lebensdauer des Muldenkippers verlängert, der das Ende seiner 30-jährigen Betriebszeit erreicht hat. Anstatt den Muldenkipper zu verschrotten und zu ersetzen, was die Entsorgung von mehreren Tonnen Material und die Anschaffung eines neuen Muldenkippers für mehrere Millionen Dollar bedeutet hätte, erzielt Nuh Cement eine höhere Rendite auf die ursprüngliche Investition, die vor rund 30 Jahren getätigt wurde.

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Neben der wirtschaftlichen Effizienz werden durch die Umrüstung des Muldenkippers jährlich rund 100.000 Liter Dieselkraftstoff eingespart und 245 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Dies entspricht der jährlichen Fahrleistung von 58 benzinbetriebenen Personenwagen. Der Einsatz der elektrischen Antriebslösung von ABB anstelle eines Diesel-Verbrennungsmotors führt zu deutlich niedrigeren Betriebskosten durch geringeren Kraftstoffverbrauch und Wartungsaufwand. Zudem verfügt der Muldenkipper über eine höhere Leistung, was die Produktivität des Fahrzeugs steigert. Auch die Arbeiter vor Ort profitieren von der Umstellung auf Elektroantrieb durch weniger Lärm, weniger Vibrationen und eine sauberere Arbeitsumgebung.

Schritte zur Dekarbonisierung von Nuh Cement und ABB

Viele große Bergbauunternehmen haben sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 30 Prozent zu senken. Die Nachrüstung von Fahrzeugen ist eine praktikable und schnelle Lösung, die Betreiber als weiteren Schritt zur Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele nutzen können.

Gökhan Bozkurt, Group CEO von Nuh Cement, sagte: Diese Nachrüstung ist eine der ersten weltweit und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Sie weist den Weg in eine nachhaltigere Zukunft für die Bergbau- und Zementindustrie und wird unsere Kosten und Umweltauswirkungen erheblich reduzieren.

Edgar Keller, Leiter der Division Traction von ABB Motion, sagte: „Der Abschluss dieses Projekts ist sehr zufriedenstellend, da es veraltete Maschinen auf den neuesten Stand der Technik bringt und gleichzeitig die Kosten senkt, den Kohlendioxidausstoß reduziert und die Produktivität der Anlagen von Nuh Cement erhöht. Es beweist, dass der Umstieg von Dieselfahrzeugen auf vollelektrische Antriebe möglich und machbar ist. Die Zeit ist reif für die Dekarbonisierung der Bergbauindustrie.

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie innovative Lösungen zur Modernisierung und Nachhaltigkeit beitragen können. Die Zusammenarbeit von Nuh Cement und ABB ist ein wichtiger Schritt in eine umweltfreundlichere Zukunft.

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