Bau-Lkw
Pirouetten auf dem Erzberg
In der Steiermark fährt der neue Muldenkipper T 236 von Liebherr seine ersten Einsätze. Mit starrem Rahmen und dieselelektrischem Antrieb ist er für Liebherr der Einstieg in die 100-Tonnen-Klasse. Während einer abenteuerlichen Fahrt auf den terrassenförmigen Erzberg im Rahmen eines Presseevents konnten internationale Pressevertreter das Fahrzeug in Aktion erleben.
38 Journalisten – ein Hauly. Letzteres ist ein umgebauter Schwerlastkraftwagen, mit dem Touristen auf Abenteuersuche das Erzbergwerk erkunden können. Die Pressevertreter aus aller Herren Länder – angegurtet und ausgerüstet mit Warnweste und Helm – wurden auf den serpentinenartigen Pfaden nach oben gebracht. Immer begleitet von der neuesten Entwicklung aus dem Hause Liebherr, dem 100-Tonnen-Muldenkipper T 236 der Liebherr Mining Division.
Ein ganzes Erzbergwerk als Bühne
Am Erzberg in der Steiermark wurde schon im 11. Jahrhundert Eisenerz abgebaut. Heute ist der durch den Tagebau etagenförmige Erzberg die perfekte Kulisse für die Vorstellung des Muldenkippers in Aktion. Hier hat er sich schon bei seinen ersten Testeinsätzen bewährt, berichtet Dr. Burkhard Richthammer, Geschäftsführer Design und Engineering der Liebherr-Mining Equipment Colmar SAS auf der Pressekonferenz am Vormittag. Laut Dr. Richthammer bietet der Erzberg ideale Voraussetzungen für die Feldversuche.
Gerade an Steigungen beweist der T 236 sein Können
Das Wetter kann innerhalb von Stunden wechseln, im Sommer kann es im Bergwerk bis zu 40 Grad heiß werden, im Winter bei Schneefall bis zu -20 Grad kalt sein. Durch die ständigen Gefälle- und Steigungsänderungen ist das Gelände sehr herausfordernd. Hier stellte der T 236 unter anderem seine perfekte Leistungsverfügbarkeit des dieselelektrischen Antriebs bei allen Gefällen und Steigungen sowie einen optimierten Kraftstoffverbrauch unter Beweis.
Auch am Tag der Presseveranstaltung zeigt sich der Muldenkipper bei nasskalten 6 Grad an verschiedenen Haltepunkten von seinen besten Seiten – zum Beispiel um seine Anzeige der Ladung ins rechte Licht zu rücken oder einen Blick unter die Mulde zu gewähren. Er dreht sich vielleicht nicht ganz so graziös wie ein Model auf dem Laufsteg – dafür punktet er auf dem holprigen, schlammigen Untergrund mit einer Beschleunigung, die einem Zug ähnelt. Während man beim Hauly jeden Gangwechsel spürt, zieht der T 236 an Steigungen ganz ohne Ruckeln geschmeidig an uns vorbei.
Ausblick
2018 wird Liebherr weitere Vorserienmaschinen für ausgewählte Einsätze liefern, um die Qualitäten des Muldenkippers noch genauer zu prüfen. Die zurzeit vorgesehenen Standorte sind laut Dr. Richthammer Südafrika und weitere ausgewählte Orte. Die Markteinführung findet voraussichtlich in zwei bis drei Jahren statt.











