Zwei Etagen Holz

Im April 2014 tönt ein Knall durch die Wiener Mariahilfer Straße. Eine Gasexplosion lässt die oberen zwei Stockwerke des Eckhauses einstürzen, das Dach ist komplett zerstört. Rauch und Staub quellen durch die umliegenden Straßenzüge. Das Gebäude ist nach der Explosion unbewohnbar. Wenige Wochen später verschaffen sich die Architekten Isabella Wall und Günther Trimmel einen Eindruck von den Überresten des Gründerzeithauses. Eine gleichmäßige, zwei Zentimeter dicke Staubschicht bedeckte die Räumlichkeiten. Überall schlug den Architekten deutlich entgegen, wie plötzlich die Bewohner aus dem Haus flüchteten. „In einer Wohnung stand das Reindl noch auf dem Herd“, berichtet Trimmel. „Es war schon eine sehr merkwürdige Situation“, gibt er weiter zu bedenken. Die Wucht der Detonation versucht Wall zu verdeutlichen: „Massive Wände aus Ziegel haben sich durch die Druckwelle einfach zehn Zentimeter verschoben.“

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Die neue
Fassade strahlt in
altem Glanz. Die thermische Sanierung
sieht man ihr nicht an (Foto: Trimmel Wall Architekten ZT)
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