Parkplatzüberbauung

Jessica Stütz,

Kluge Konstruktion für kluge Köpfe

Nach kurzer Planungs- und Bauzeit erhielt die Technische Hochschule Augsburg ein Seminar- und Bürogebäude in Holz-Hybridbauweise – ressourcenschonend über einem Parkplatz errichtet.

Platzsparende Bauweise: Unten parken, oben studieren. Der zweigeschossige Neubau wurde als aufgeständertes Bauwerk geplant und auf dem Parkplatz der Technischen Hochschule Augsburg errichtet

© Staatliches Bauamt Augsburg

Dass nachhaltiges Bauen in Hochgeschwindigkeit gelingen kann, dafür steht der neue Modulbau der Technischen Hochschule Augsburg (THA). Das Gebäude wurde vom Freistaat Bayern unter Leitung des Staatlichen Bauamts Augsburg ressourcenschonend aus Holz und zugleich flächensparend in vier Monaten errichtet. Die Räumlichkeiten konnten fristgerecht zum Start des Wintersemesters 2023/24 in Betrieb genommen werden.

Die THA bekam vor knapp zwei Jahren die Gelegenheit, die Forschungsbereiche auf dem Campus räumlich neu zu strukturieren. „Durch den inzwischen fertiggestellten Neubau erhalten Studierende und Lehrende ideale Bedingungen für Forschung und Lehre“, erläutert Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der THA. Das neue Gebäude auf dem Campus am Brunnenlech bietet Studierenden und Lehrenden der Fakultät für Angewandte Geistes- und Naturwissenschaften sowie dem Zentrum für Sprachen und interkulturelle Kommunikation viel Platz in modernen Büro- und Lehrräumen auf 1000 Quadratmetern. Rund 5,5 Millionen Euro hat der Freistaat Bayern aus der Innovationsoffensive „Hightech Agenda Bayern“ in die neue Lehranstalt investiert.

Unten parken – oben studieren

Viele Nachhaltigkeitsaspekte wurden in die Baupläne integriert. So ist die Fassade mit einer hinterlüfteten Holzschalung beplankt. Die Photovoltaik-Module auf dem Dach versorgen das Gebäude mit regenerativer Energie und erzeugen künftig 8000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Um eine zusätzliche Flächenversiegelung zu vermeiden, wurde der zweigeschossige Neubau als aufgeständertes Bauwerk geplant und auf dem Parkplatz der THA errichtet. Das Konzept dabei: Unten parken, oben studieren. Das Fundament und die Stützen im Erdgeschoss sowie die Erschließung des Gebäudes sind aus Stahlbeton. Die oberen zwei Geschosse bestehen einschließlich des Aufzugschachts aus Brettsperrholzelementen.

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„Es wurden nachwachsende Baumaterialien verwendet und keine zusätzlichen Flächen versiegelt. Somit verfügt die Technische Hochschule Augsburg mit dem Modulbau über ein gutes Beispiel für modernes und ressourcenschonendes Bauen“, erläutert die Architektin und damalige Vizepräsidentin für Transfer und Infrastruktur Elisabeth Krön, die das Bauvorhaben federführend betreute.

Auszug aus mikado 06.2024

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