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Artikel und Hintergründe zum Thema

Baumaschinen

Max Kandler,

Hamm AG übergibt 13 neue Walzen an Firma Georg Huber

Die Anforderungen an Qualität, Dokumentation und Effizienz im Straßen- und Asphaltbau steigen kontinuierlich. Gleichzeitig wächst der Druck auf Bauunternehmen, Prozesse wirtschaftlicher zu gestalten und Fehlerquellen frühzeitig zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund gewinnt die digitale Unterstützung bei der Verdichtung zunehmend an Relevanz. Genau hier setzt die aktuelle Maschinenübernahme der Firma Georg Huber an.

Inhaber Georg Rappl (2.v.l.) mit Markus Bühl (Vertriebsleiter, Wirtgen Deutschland, links), Thomas Weber (Beratung und Verkauf ROAD, Wirtgen Deutschland, 3.v.l.) und Thomas Brosy (Leiter Vertrieb Zentraleuropa, rechts) während der Maschinenübergabe bei der Hamm AG in Tirschenreuth. © Wirtgen Group

Im Werk der Hamm AG übernahm das Bauunternehmen insgesamt 13 neue Walzen für den täglichen Baustelleneinsatz. Ein zentraler Bestandteil der Investition ist die Ausstattung mehrerer Maschinen mit dem System Smart Compact Pro. Die Technologie ermöglicht eine automatisierte Verdichtung auf Basis von Echtzeit-Dichtemessungen und unterstützt damit eine deutlich präzisere Steuerung des gesamten Verdichtungsprozesses.

Smart Compact Pro verbessert die Qualität im Asphaltbau

Bereits in einer frühen Entwicklungsphase war die Firma Georg Huber aktiv in die praktische Erprobung des Systems eingebunden. Die Prototypen von Smart Compact Pro wurden unter realen Baustellenbedingungen getestet und gemeinsam mit den Entwicklungsteams der Hamm AG analysiert. Dabei zeigte sich früh, dass die Kombination aus intelligenter Sensorik und automatisierter Maschinensteuerung erhebliche Vorteile für die Verdichtungsqualität bietet.

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Besonders relevant für den Baustellenalltag ist dabei die kontinuierliche Erfassung der Materialdichte während des laufenden Einbaus. Fahrer von Walzen erhalten dadurch erstmals die Möglichkeit, direkt während der Verdichtung auf Veränderungen im Asphaltaufbau zu reagieren. Fehlstellen oder unzureichend verdichtete Bereiche können frühzeitig erkannt und unmittelbar nachbearbeitet werden.

Gerade im modernen Straßenbau, in dem enge Zeitfenster, wechselnde Wetterbedingungen und hohe Qualitätsanforderungen zusammentreffen, entwickelt sich die Echtzeit-Dichtemessung zu einem wichtigen Werkzeug für Bauunternehmen und Projektleiter.

Komplette Umstellung des Maschinenparks

Nach Abschluss der Entwicklungs- und Testphase entschied sich die Firma Georg Huber dazu, den gesamten Maschinenbestand konsequent auf Modelle mit Smart Compact Pro umzustellen. Neben den großen Asphaltwalzen wurden auch Maschinen der Compactline sowie Gummiradwalzen ersetzt.

Deutlich bessere Verdichtungsergebnisse lieferten die bereits eingesetzten Tandemwalzen mit Smart Compact Pro. Das System automatisiert die Verdichtung auf Basis von Echtzeit-Dichtemessungen, Asphalttemperatur, Schichtstärke, Schichtart und dem komplexen Abkühlverhalten des Asphalts. Optional werden auch lokale Wetterdaten mit einbezogen. © Wirtgen Group

Die Entscheidung verdeutlicht, wie stark digitale Assistenzsysteme mittlerweile in operative Bauprozesse integriert werden. Während klassische Verdichtungstechnik lange vor allem von Erfahrungswerten und dem Können der Maschinenführer geprägt war, ermöglichen moderne Systeme heute eine datenbasierte Unterstützung direkt auf der Baustelle.

Für Unternehmen im Baugewerbe entsteht daraus ein messbarer Vorteil: gleichmäßigere Verdichtungsergebnisse, geringere Fehlerquoten und eine verbesserte Nachvollziehbarkeit der ausgeführten Arbeiten.

Wetterdaten werden Teil der intelligenten Verdichtung

Zusätzlich zur Echtzeit-Dichtemessung verfügen die neuen Hamm Walzen über integrierte Wetterstationen. Die erfassten Wetter- und Temperaturdaten unterstützen die Maschinenführer dabei, das Abkühlverhalten des Asphalts präziser einzuschätzen und die Verdichtung entsprechend anzupassen.

Dieser Faktor gewinnt insbesondere bei anspruchsvollen Außenbedingungen oder beim Einsatz temperaturabgesenkter Asphalte an Bedeutung. Die Kombination aus Materialdaten, Verdichtungswerten und lokalen Wetterinformationen schafft eine deutlich fundiertere Entscheidungsbasis während des laufenden Einbaus.

Damit entwickelt sich die moderne Walze zunehmend von einer reinen Baumaschine zu einer vernetzten Prozesslösung für den Straßenbau.

Digitale Systeme verändern die Baustellenpraxis nachhaltig

Die Maschinenübernahme bei der Firma Georg Huber zeigt exemplarisch, wie sich digitale Technologien im Bauwesen zunehmend etablieren. Systeme wie Smart Compact Pro unterstützen Unternehmen nicht nur bei der Qualitätskontrolle, sondern tragen auch dazu bei, Baustellenprozesse transparenter und wirtschaftlicher zu gestalten.

Für Bauunternehmer, Projektleiter und Entscheider im Baugewerbe wird deutlich, dass intelligente Verdichtungssysteme längst keine Zukunftstechnologie mehr sind. Sie werden zunehmend zum Standard auf modernen Infrastrukturprojekten.

Mit der Investition in neue Hamm Walzen und die flächendeckende Nutzung von Smart Compact Pro setzt die Firma Georg Huber konsequent auf digitale Verdichtungstechnologie und unterstreicht die wachsende Bedeutung datenbasierter Prozesse im Asphalt- und Straßenbau.

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