Baustelle

Susanne Frank,

Aushub und Baurestmassen qualifiziert verwerten

Das Kranenburger Unternehmen Gebr. Siebers Tiefbau GmbH setzt seit kurzem eine Sandvik Grobstück-Siebanlage QE341ein. Damit verstärkt das Bauunternehmen seine Kapazitäten in der mobilen Aufbereitung.

Auf der zurückliegenden Bauma entschied sich das Kranenburger Unternehmen Gebr. Siebers Tiefbau GmbH für die dort erstmals vorgestellte Sandvik Grobstück-Siebanlage QE341. Die 29-Tonnen-Anlage soll sich im Solobetrieb oder in Kombination mit dem bereits 2011 erworbenen Backenbrecher Sandvik QJ241 auf den Siebers-baustellen bewähren.

2003 von Paul und Nicky Siebers gegründet, entwickelte sich die Gebr. Siebers Tiefbau GmbH zu einem leistungsfähigen Unternehmen mit über 90 Mitarbeitern und Standorten in Kranenburg und Goch, nahe Kleve an der deutsch-niederländischen Grenze. Schwerpunkte sind alle Sparten des Tiefbaus mit kommunaler Ver- und Entsorgung, Energie und Kommunikationstechnik, sowie Erdbewegungen bei Infrastrukturprojekten oder der baufertigen Erschließung und Vorbereitung in Gewerbe- und Wohnbau. Entsprechend zählen zum Siebers-Fuhrpark neben rund 50 kleineren Tiefbau-Geräten für Projekte bis gut 100 Kilometer Auftragsradius auch mehrere schwere Kettenbagger und Radlader, deren Einsatzgebiet in etwa 50 km Umkreis liegt. Als Bestandteil seines integrierten Leistungskonzepts, zu dem als Generalunternehmer auch spezifische Architekten- und Ingenieursleistungen bei Komplett-Erschließungen inklusive Rückbau bestehender Substanz zählen, unterhält Siebers Tiefbau seit geraumer Zeit auch eigene mobile Aufbereitungskapazitäten. Ziel ist die direkte qualifizierte Verwertung von Aushub und Baurestmassen auf eigenen Baustellen, die entsprechende Eignung der Recyclingmaterialien wird durch externe Güteüberwachung gewährleistet. Da die bestehende Ausstattung nicht mehr Ausreichte, entschied sich die Unternehmensführung für einen Ausbau der Kapazitäten. „Wir benötigten eine Anlage mit größeren Aufgabestückgrößen, besserer Produktionsleistung, höheren Austragsbändern für kürzere Rüstzeiten der Brecher-/Sieb-Kombination und flexibler dimensionierten Haldenkapazitäten im Ein-Mann-Laderbetrieb,“ zählt Paul Siebers auf. „Und dies möglichst noch mit einem Transportgewicht um die 30 Tonnen und einer Siebcharakteristik, die alle Anforderungen an qualifiziertes, einbaufertiges Endmaterial erfüllt.“ Nach ausgiebigen Produktvergleichen unter anderem in Zusammenarbeit mit dem angestammten Liefer- und Servicepartner Trump Technik, Velbert, entschied sich Siebers Tiefbau schließlich für die Grobstück-Siebtechnologie von Sandvik Construction. Anfang des Jahres übernahm man das in Leistungscharakteristik und -vermögen genau den Anforderungen entsprechende Modell Sandvik QE340 für umfassende Leistungstests als langfristige Mietmaschine aus dem Trump-Mietpark.

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Kennzeichen der Grobstück-Siebanlagen der QE-Baureihe von Sandvik sind große Siebflächen der Doppeldeck-Siebkästen, die dank hohem Hub sehr effizient arbeiten. Die Übergaben von den serienmäßigen Plattenband-Aufgebern bzw. zu den Überkorn-Austragsbändern sind besonders breit gestaltet, um auch bei großen Aufgabestückgrößen oder sehr bindigen Materialien einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Für Einsätze als Primärsieb im Steinbruch sind Rahmen und Fahrwerke besonders robust ausgelegt, was auch das Positionieren bzw. Versetzen auf Baustellen erheblich vereinfacht. In der Nachklassierung lassen sich Ober- und Unterdeck der QE-Modelle mit den unterschiedlichsten Siebmedien ausrüsten. Hohe Produktionsraten mit bis zu drei Endkörnungen garantieren dabei geräumige Übergaben zu den beiden Seitenaustragsbändern, die mit großen Reichweiten und -höhen zudem große Haldenkapazitäten für den kosteneffizienten Ein-Mann-Laderbetrieb gewährleisten. Inzwischen erstrahlt die Sandvik QE341 in Siebers-Gelb und ist per ebenfalls neuem 55-Tonnen-Tiefbettlader voll in die immer wichtiger werdende Recycling-Schiene des Unternehmens eingebunden. „Die Anlage bringt die erwartete Leistung in allen Bereichen. Im Solobetrieb bei der Bauschuttsortierung oder Bodenaufbereitung fahren wir bis zu 200 t/h. Als Vorsieb lässt sie sich in Siebverhalten und -leistung sehr gut auf die unterschiedlichsten Materialien einstellen und optimiert so die Produktionsleistung unseres Brechers. Gleiches gilt für die Produktion von Endkörnungen, wo die QE341 mit ihrer großen Flexibilität und guten Ergebnissen punktet.“ Auch die Kostenseite stimmt: „Aufbau und Betrieb sind problemlos mit einem Mann möglich – im Verbrauch liegen wir zwischen 13 und 15 l/h,“ fasst Nicky Siebers seine Erfahrungen nach gut vier Monaten Einsatz zusammen.

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