Neubau
Die Walter Gott Ice Factory in Berkheim-Illerbachen
Mit der Realisierung einer neuen Produktionsstätte in Berkheim-Illerbachen erschließt die Firmengruppe Walter Gott gemeinsam mit der Wild Projektentwicklung einen strategisch wichtigen Standort im süddeutschen Raum. Auf einer Grundstücksfläche von rund 8.500 Quadratmetern entsteht eine etwa 4.000 Quadratmeter große, hochautomatisierte Eiswürfelfabrik, die sowohl produktionstechnisch als auch logistisch neue Maßstäbe setzt.
Das Investitionsvolumen von rund 18 Millionen Euro unterstreicht die wirtschaftliche Relevanz des Projekts. Für das Baugewerbe ist die Entwicklung insbesondere deshalb von Interesse, weil sie exemplarisch zeigt, wie sich industrielle Produktion, Logistik und nachhaltige Energiekonzepte in einem modernen Gewerbebau vereinen lassen.
Integrierte Planung als Erfolgsfaktor
Die Zusammenarbeit zwischen der Firmengruppe Walter Gott und der Wild Projektentwicklung verdeutlicht die Bedeutung integrierter Projektentwicklung im Bauwesen. Von der Standortanalyse über die Flächenentwicklung bis hin zur baulichen Umsetzung wurde ein Konzept realisiert, das sowohl betriebliche Abläufe als auch zukünftige Erweiterungsoptionen berücksichtigt.
Der Standort Berkheim-Illerbachen bietet dabei logistische Vorteile für die Versorgung von Märkten in Süddeutschland sowie angrenzenden Regionen wie Österreich, der Schweiz und Norditalien. Für Bauunternehmen und Projektentwickler wird deutlich, wie entscheidend die frühzeitige Verzahnung von Infrastruktur, Verkehrswegen und Nutzungskonzepten ist.
Automatisierung und Bau: Das Dark-TK-Lager als Kernkomponente
Ein zentrales Element der neuen Anlage ist das vollautomatisierte Tiefkühllager, das als sogenanntes Dark-TK-Lager konzipiert wurde. Diese Bauweise verzichtet vollständig auf klassische Beleuchtungssysteme, da sämtliche Prozesse digital gesteuert und automatisiert ablaufen.
Für das Baugewerbe ergeben sich daraus spezifische Anforderungen an Planung und Ausführung. Neben der präzisen Integration von Fördertechnik und Gebäudestruktur spielen auch Themen wie thermische Gebäudehülle, Energieeffizienz und technische Gebäudeausrüstung eine entscheidende Rolle. Solche Projekte verdeutlichen, wie stark sich industrielle Bauvorhaben durch Digitalisierung und Automatisierung verändern.
Nachhaltige Eiswürfelfabrik als Referenzprojekt
Die neue Anlage in Berkheim-Illerbachen ist als nachhaltige Eiswürfelfabrik konzipiert und setzt auf ein ganzheitliches Energiekonzept. Photovoltaik-Anlagen unterstützen die Stromversorgung, während moderne Kälteerzeugungssysteme energieeffizient arbeiten. Ergänzend wird auf regenerative Energiequellen wie Biogas gesetzt.
Besonders relevant für Planer und Bauverantwortliche ist die Integration der Abwärmenutzung. Die beim Kühlprozess entstehende Energie wird in das lokale Nahwärmenetz eingespeist und trägt zur Versorgung der Gemeinde bei. Damit zeigt das Projekt, wie industrielle Bauvorhaben aktiv in kommunale Energiekonzepte eingebunden werden können.
Logistik als Teil der Bauplanung
Neben der Produktion spielt die Logistik eine zentrale Rolle im Gesamtkonzept. Die enge Verzahnung von Fertigung und Distribution ermöglicht optimierte Transportwege und eine durchgängige Kühlkette. Für das Baugewerbe bedeutet dies, dass Verkehrsflächen, Andienungskonzepte und Flottenintegration bereits in der frühen Planungsphase berücksichtigt werden müssen.
Die Erweiterung der Logistikflotte am Standort Berkheim-Illerbachen unterstreicht zudem, dass moderne Gewerbebauten zunehmend als ganzheitliche Systemlösungen gedacht werden, in denen Gebäude, Technik und Mobilität ineinandergreifen.
Bedeutung für die Branche
Mit der neuen ICE FACTORY setzt die Firmengruppe Walter Gott gemeinsam mit der Wild Projektentwicklung ein klares Signal für die Zukunft des industriellen Bauens. Das Projekt zeigt praxisnah, wie sich Effizienz, Nachhaltigkeit und Automatisierung in einem Gewerbeneubau verbinden lassen.
Für Entscheider im Bauwesen liefert die Entwicklung in Berkheim-Illerbachen wertvolle Impulse: von der integrierten Projektentwicklung über innovative Lagerkonzepte bis hin zur Einbindung in regionale Energienetze. Damit positionieren sich Plattformen wie buildingnet.de und das Baugewerbe Magazin als zentrale Informationsquellen für zukunftsweisende Bauprojekte und fundierte Branchenanalysen.









