Baustelle

Susanne Frank,

Hohe Aufenthaltsqualität, die sich rechnet

Moderne Wohncontainer sind Wohnstätten, die in Fertigbauweise für die zeitweilige Unterbringung von Personen errichtet werden. Ihre Ausstattung erlaubt es, den Bewohnern für kurze oder längere Zeiträume eine allen Aspekten der Sicherheit und einer angemessenen Aufenthaltsqualität genügende Unterkunft zu bieten.

Durch ihren modularen Aufbau können Wohncontainer schnell an jeden gewünschten Einsatzort geliefert und an bestehende Anlagen angeschlossen werden. Zu den häufigsten Einsatzbereichen von Wohncontainern gehören Baustellen.

Da Wohncontainer einen wichtigen Rückzugs- und Erholungsort für Mitarbeiter darstellen, hat ihre Ausgestaltung und Qualität einen unmittelbaren Einfluss auf die Produktivität am Arbeitsplatz.

Schon die Aufstellung eines einzelnen Wohncontainers gilt als bauliche Maßnahme, daher muss vor der Aufstellung eine Baugenehmigung beantragt werden (siehe dazu mehr auf . Bei Baustellen erfolgt die Beantragung im Zuge der Genehmigungen, die für die Einrichtung und den Betrieb der Baustelle bei der Baubehörde eingeholt werden.

Ob und in welchem Umfang eine Abnahme der Container nach der Aufstellung erfolgt, weiß die zuständige Baubehörde. Für Wohncontainer gelten die Vorschriften der Arbeitsstättenverordnung. Alle technischen und hygienischen Einrichtungen in einem Wohncontainer müssen den Gesundheitsschutz der Bewohner gewährleisten. Auch hierzu kann die Baubehörde gegebenenfalls einen Nachweis verlangen. Der Mieter oder Käufer von Wohncontainern muss seine Unterkünfte gegen Risiken versichern. Folgende Schadensfälle müssen abgedeckt werden:

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- Feuer

- Wasserschäden

- Unwetterschäden

- Einbruch

Die genauen Rahmenbedingungen der Versicherung werden im vom Mieter und Aufsteller unterzeichneten Vertragswerk beschrieben. Vertraglich kann auch eine Selbstbeteiligung des Mieters festgelegt werden. Die Planung einer Baustelle beinhaltet stets die Aufstellflächen für Wohncontainer. Auch Zugänge und Treppenaufgänge werden unter Beachtung von Brandschutz und Fluchtwegen vorab projektiert. Festgelegt wird auch die Grundausstattung der Wohnräume und die Lage des Baubüros.

Die Container werden üblicherweise mit einem Tieflader angeliefert und können mit einem stationären oder mobilen Kran an die gewünschte Position gehoben werden. Werden mehrere Wohncontainer miteinander verbunden, werden sie im Zuge der Aufstellung untereinander gesichert. Nach der Aufstellung wird die einwandfreie Positionierung der Container und ihre Zugänglichkeit nochmals geprüft.

Die Wohncontainer werden an die Stromversorgung der Baustelle angeschlossen. Die sanitären Anlagen in den Containern müssen normgerecht installiert werden und hygienischen Standards genügen. Bei der Wasserversorgung ist auf eine strikte Trennung von Frischwasser und Abwasser zu achten. Sofern die Frischwasserzuleitung mit Schläuchen erfolgt, ist die Verwendung zertifizierter Trinkwasserschläuche erforderlich. Alle elektrischen Schnittstellen wie Schalter und Steckdosen müssen isoliert werden und der VDE Norm entsprechen. Die gesamte elektrische Installation von Wohncontainern ist über einen Sicherungskasten abzusichern. Für die Beheizung von Wohncontainern können Elektroheizungen oder Flüssiggasheizungen genutzt werden. Elektroheizungen verursachen bei längerem Betrieb einen hohen Stromverbrauch, daher ist auf eine adäquate Auslegung der elektrischen Installation zu achten. Die günstigere Variante ist Flüssiggas. Auf Großbaustellen kann ein oberirdisch oder unterirdisch installierter Flüssiggastank den gesamten Jahresverbrauch abdecken. Ebenso wichtig wie die Heizung ist eine gute Belüftung der Wohncontainer. Im Sommer können sich die Container bei starker Sonneneinstrahlung aufheizen. Der für eine ausreichende Klimatisierung zu betreibende Aufwand ist stark davon abhängig, in welchen Klimazonen die Wohncontainer errichtet werden. In hiesigen Breiten lohnt sich selten die Installation einer Klimaanlage.

Wohncontainer sind so konstruiert, dass mindestens zwei Wohncontainer übereinander gestapelt werden können. Der obere Wohncontainer belastet lediglich den Rahmen der unteren Konstruktion, so dass ausreichend statische Sicherheitsreserven vorhanden sind. Das Stahldach eines Wohncontainers ist dafür ausgerichtet, auch größere Schneelasten zu verkraften. Baumaterialien aller Art dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf Wohncontainern gelagert werden. Auch müssen Wohncontainer so stehen, dass sie nicht in den Schwenkbereich von Kränen geraten. Sofern Ausgänge von Wohncontainern mit offenen Plattformen oder Podesten verbunden sind, sind bauliche Schutzvorkehrungen zu treffen. Ab 1 Meter Höhe über Grund müssen Absturzsicherungen angebracht werden. Alle Treppen sind mit Handläufen zu versehen und müssen über eine ausreichende Breite verfügen. Handläufe sind an allen Treppen ab vier Stufen anzubringen. In Baustellenbereichen besteht durch Verschmutzungen eine erhöhte Rutschgefahr, daher sind Zugänge und Treppen regelmäßig von Verschmutzungen zu reinigen. Im Winter muss bei Frost oder Schnee Streugut ausgebracht werden.

Brandschutz ist bei jeder Wohnstätte ein wichtiges Thema. Natürlich bieten auch die Wohncontainer seriöser Anbieter einen ausreichenden Brandschutz. Der Mieter kann sich vom Aufsteller zur Feuerwiderstandsdauer der Wohncontainer informieren lassen.

Die Wände von Wohncontainern dürfen keine Stoffe aufweisen, die einen Brand beschleunigen könnten. Daher sind nur der Materialien zugelassen, die den entsprechenden Baustoffklassen genügen. Zum Brandschutz gehört auch, dass alle Fluchtwege eindeutig gekennzeichnet und für Bewohner jederzeit zugänglich sind. Wohncontainer müssen innen und außen über eine ausreichende Beleuchtung verfügen. Licht ist ein wichtiges Sicherheitsmerkmal und dient der Vermeidung von Arbeitsunfällen. Daher sind auch alle Zugänge und Treppen ausreichend zu beleuchten.

Sofern durch die allgemeine Baustellenbeleuchtung eine ausreichende Ausleuchtung des Wohncontainerumfeldes gegeben ist, kann auf eine gesonderte Installation von Beleuchtungseinrichtungen verzichtet werden. Innerhalb der Wohncontainer ist auf ausreichende Lichtstärke und eine flimmerfreie Beleuchtung zu achten.

Auch wenn eines der häufigsten Einsatzgebiete von Wohncontainern die Baustelle ist, werden die praktischen und mobilen Heime zunehmend auch für andere Zwecke und das mobile Wohnvergnügen entdeckt. Wohncontainer lassen sich zu einem günstigen Wohnhaus zusammenfügen und passen sich den einzelnen Lebensetappen einer Familie perfekt an.

Durch eine Außenverkleidung aus Holz lässt sich einem Wohncontainer auch eine rustikale und naturnahe Anmutung verleihen. Innen lassen sich Wohncontainer mit allem erdenklichen Komfort ausstatten, wie ihn auch Immobilien bieten. Wer sich für einen Wohncontainer entscheidet, sollte nicht den erstbesten Anbieter wählen. Damit alles von der Anlieferung, Aufstellung bis zum Betrieb eines Wohncontainers reibungslos verläuft, ist eine Beratung und ein Vergleich von Leistungen und Preisen empfehlenswert.

Geprüft werden sollte, welche Services, Versicherungen und Garantien in einem Angebot enthalten sind und welche Leistungen möglicherweise nur gegen Aufpreis erhältlich sind. Ein guter Anbieter wird sich Zeit für eine ausführliche Beratung nehmen und auf die besonderen Bedürfnisse des Kunden eingehen.

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