zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Sicherheitsschuhe

Kai Ingmar Link,

ISM Heinrich Krämer entwickelt mit Orthopäden Sicherheitsschuhe

Acht bis zwölf Stunden ermüdungs- und verletzungsfrei stehen, gehen und arbeiten: Tagtäglich müssen sich Arbeiter aus Industrie, Logistik und Handwerk auf ihre Sicherheitsschuhe verlassen können. Dabei erhöht sich das Verletzungsrisiko, wenn es ergonomisch unzureichend und nicht optimal auf den Träger ausgelegt ist. So kann es trotz bester Materialwahl und Schutzklasse bei schlechter Passform Blasen und Schwielen auslösen. Eine ungenaue Passform erhöht außerdem das Risiko umzuknicken oder auszurutschen und mindert die Konzentration. Um es gar nicht erst dazu kommen zu lassen, setzt der Hersteller ISM Heinrich Krämer mit seinen Marken Albatros und Puma Safety bei der Fertigung auf eine eigene Entwicklungsabteilung, die eng mit erfahrenen Orthopäden zusammenarbeitet. Aufgrund dieses Know-hows bietet der Hersteller eine breite Auswahl an Performance- Sicherheitsschuhen, die speziell auf unterschiedliche Einsatzbedingungen, Untergründe und Körpertypen ausgerichtet ist. Dies spiegelt sich auch in der Materialpalette wider: Spezielle Sohlenkonstruktionen wie der von ISM entwickelte Effect.Foam zwischen Innen- und Außensohle reduzieren die Stoßeinwirkung auf Gelenke und Knochen um bis zu 47 Prozent und gewährleistet eine Energierückgabe von 60 Prozent. Spezielle DGUV zertifizierte Einlegesohlen erhöhen den Komfort und die Sicherheit der Schuhe noch einmal zusätzlich und sorgen durch optimierte Dämpfung für einen komfortablen Sitz über viele Stunden hinweg. Dies hat auch Puma überzeugt: Seit 2002 ist ISM weltweit exklusiver Lizenzpartner für Sicherheitsschuhe.

Anzeige
Der Hersteller bietet eine breite Auswahl an Design-Sicherheitsschuhen, die speziell auf unterschiedliche Einsatzbedingungen, Untergründe und Körpertypen ausgerichtet ist. Dies hat auch PUMA überzeugt: Seit 2002 ist ISM weltweit exklusiver Lizenzpartner für Sicherheitsschuhe. © ISM Heinrich Krämer

Die Hälfte aller meldepflichtigen Unfälle gehen laut Angaben der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung auf falsche Bewegungen, Stolpern, Rutschen sowie Stürze zurück. „Wer in so einem Fall Glück hat, braucht nur einmal zum Arzt. Wer aber Pech hat, trägt eine komplizierte Verletzung mit kostenintensivem Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt davon“, weiß Daniel Hartmann, Geschäftsführer von Hartmann Orthopädie+Sport GmbH, der für ISM Heinrich Krämer beratend tätig ist. Neben der Unfallgefahr leiden viele Träger von Sicherheitsschuhen aber auch unter Fußfehlstellungen wie Hammerzehen, Krallenzehen und Hallux valgus, die auf eine schlechte Passgenauigkeit zurückzuführen sind. Selbst die nachgewiesene Schutzfunktion wird bei schlechtsitzenden Schuhen beeinträchtigt. „Beispielsweise können bei falscher Passform die Zehenknochen aufgrund des veränderten Sitzes der Zehenschutzkappe nicht ausreichend geschützt sein“, ergänzt Hartmann.

Aber was sollte ein Schuh leisten, um seinen Träger bequem und sicher durch den Arbeitstag zu begleiten. Diese Frage stellt sich die Entwicklungsabteilung des traditionsreichen Herstellers ISM immer wieder aufs Neue. „Das Einhalten vorgegebener Qualitätsstandards und Normen genügt nicht, denn sowohl wir Menschen als auch unsere Arbeitsumgebungen, unterscheiden sich teils deutlich“, erklärt Ralf Franzisky, Schuhtechniker bei ISM. „Beispielsweise erhöht ein zu starkes Profil in Indoor-Bereichen die Stolpergefahr, wenn dort viele Gitterrostböden und Stege vorhanden sind. In witterungsanfälligen Bereichen wiederum ist ein starkes und rutschfestes Profil die bessere Wahl.“ Hinzu kommen der jeweilige individuelle Körpertyp und die Art der Bewegung wie etwa häufiges Bücken und Tragen von Lasten. „Nach wie vor sehen wir Fälle, in denen Frauen vom Arbeitgeber mit Schuhen in kleinen Männergrößen versorgt werden“, ergänzt Hartmann. „Da sich der Frauenfuß in seinen Maßen aber in der Regel vom Männerfuß unterscheidet, ist ein Schuh mit darauf angepasstem Leisten notwendig.“ Wird hingegen eine falsche Größe oder schlechte Passform gewählt, versucht der Körper den unbequemen Sitz durch Fehlhaltungen auszugleichen, was Ermüdung und Verspannungen beim Träger fördert und das Verletzungsrisiko erhöht.

Acht bis zwölf Stunden verletzungsfrei stehen, gehen und arbeiten: Tagtäglich müssen sich Arbeiter aus Industrie und Handwerk auf ihre Sicherheitsschuhe verlassen können. © ISM Heinrich Krämer

Anatomisch korrekte Leistenform ist die Basis für gut passende Schuhe
Das Fundament eines jeden Schuhs ist ein Leisten, der für Größe, Passform und den Tragekomfort ausschlaggebend ist. Deshalb sollte bereits hier besonders stark auf eine anatomisch korrekte und an den Träger angepasste Form geachtet werden. „Dafür nutzen wir digitale Tools, um notwendige Anpassungen am Design vorab zu definieren und zu hinterlegen, bevor wir den Leisten herstellen bzw. auswählen“, beschreibt Franzisky. Im Anschluss wird das Modell durch gezielten Einsatz von Verstärkungen und atmungsaktiven Materialien sowie zusätzlichen Features an den späteren Einsatzort und die benötigte Schutzklasse angepasst.

Während geringe Schutzklassen ein Mindestmaß an Reißkraft und Festigkeit oder Wasserdampfdurchlässigkeit gewährleisten müssen, verlangen höhere einen Durchtrittschutz sowie verbesserte Rutsch- und Trittsicherheit. „Dabei stellt sich immer auch die Frage, wie sehr zusätzliche Material-Lagen den natürlichen Bewegungsablauf des Fußes beeinträchtigen könnten und wie schwer bzw. stabil das Material dennoch sein muss, um die Schutzeigenschaften sicherzustellen“, so Franzisky. Daher verwendet ISM ausschließlich zertifizierte Hochleistungs-Textilien und Leder, die Performance und Tragekomfort vereinen. Zusätzlich entwickelt der Hersteller Materialien selbst weiter, um immer neue, verbesserte Lösungen für den Träger anbieten zu können.

Funktionstextilien und unterstützende Sohlentechnologie für optimalen Tragekomfort
Hochwertige Materialien allein bewahren den Träger aber nicht vor unbequemem Sitz. Erst die gezielte Auswahl der Schuhmaterialien nach zukünftigem Einsatzbereich und -ort sorgen für ein rundum sicheres Tragegefühl. Sind die Mitarbeiter beispielsweise ständig in Bewegung und in eher weniger rauen Arbeitsumgebungen unterwegs, bietet sich ein Halbschuh mit flexiblem Gewebe an, das sich an die Fußform und die Bewegung des Trägers anpasst.

ISM prüft alle Materialien und Modelle in einem eigenen Prüflabor. Zusätzlich entwickelt der Hersteller Materialien selbst weiter, um immer auf dem aktuellen Stand der Anforderungen zu sein. © ISM Heinrich Krämer

Ein solches Modell wäre der S1P Breeze Impulse Low der hauseigenen Marke Albatros, der sowohl für Frauen als auch Männer erhältlich ist. Das Obermaterial ist aus einem nahtlosen Textilgewebe gefertigt, sodass es sich natürlich und wie eine zweite Socke an den Fuß schmiegt. Im Inneren befindet sich ein atmungsaktives Mesh-Funktionsfutter, welches die Füße auch über mehrere Stunden hinweg angenehm trocken hält. Die integrierte Sohlentechnologie Impulse-Foam reduziert die Stoßeinwirkung auf Gelenke und Knochen und gibt 55 Prozent der Auftrittsenergie zurück. Die anatomisch geformte comfitAir Einlegesohle wiederum verfügt über Erhöhungen im Fersen- und Ballenbereich sowie eine Längsgewölbeunterstützung, die eine natürliche Haltung des Fußes im Schuh fördern und die Muskulatur beim Gehen stimulierten. Vor der Verletzungsgefahr durch spitze Gegenstände beim Auftreten schützt ein nichtmetallisches Material aus extrem reißfesten Textilfasern, das von ISM entwickelt und unter der Marke FAP vermarktet wird.

Hitzebeständigkeit bis 300 °C für Heavy-Duty-Umgebungen
Für raue Arbeitsumgebungen, wie sie häufig auf Baustellen anzutreffen sind, sollten Schuhe gewählt werden, die den Knöchel bedecken und den Fuß im Schuh optimal stabilisieren. In solch einem Fall eignet sich beispielsweise der Borneo MT MID von Puma Safety. Das Modell ist Teil der Scuff Caps Reihe. Der Schuh der Schutzklasse 3 verfügt über eine rutschfeste und bis zu 300 °C hitzebeständige Laufsohle, die mit optimalem Grip und Dämpfung auf jedem Untergrund sicheren Halt sowie einen Metatarsal-Schutz für den Bereich der Mittelfußknochen bietet. Der besonders leichte und flexible Schutz absorbiert 90 Prozent der Aufprallenergie und ist mit einem antimikrobiellen Schutz ausgestattet. Auch der Albatros Tofane beispielsweise schützt und bleibt bequem zugleich. Ein in der Mittelfußsohle eingearbeiteter Rotationspunkt minimiert Reibungen und Ermüdungserscheinungen. Das eigens entwickelte Evercushion Custom Fit Mid Fußbett sorgt dank der speziellen Fußgewölbeunterstützung darüber hinaus für eine optimale Druckentlastung sowie eine natürliche Stellung des Fußes im Schuh. Stoßabsorbierende Elemente im Fersen- und Vorderfußbereich absorbieren Erschütterungen und Schläge beim Aufsetzen.

Individuelle, ergonomische Anforderungen bestimmen das Design
„Die Design- und Materialmöglichkeiten für Sicherheitsschuhe sind so vielfältig wie ihre Einsatzgebiete. Daher sollten bei der Herstellung und Anpassung neuer sowie bestehender Modelle immer die individuellen, ergonomischen Anforderungen der Träger im Fokus stehen. Nur so erhalten die Mitarbeiter sicheres und bequemes Schuhwerk, das Unternehmen vor fußbedingten Krankschreibungen bewahrt“, sind sich Hartmann und Franzisky einig.

Ein gesunder Rücken fängt bei den Füßen an – Warum ergonomische Sicherheitsschuhe dem Arbeitsausfall vorbeugen
Falsche, nicht ergonomische Arbeitsschuhe können die Gelenke belasten und dem Rücken schaden, indem sie eine ungünstige Belastungsverteilung im Körper verursachen. Dabei wirken in bestimmten Bereichen des Gelenks hohe Kräfte, während andere Bereiche weniger belastet werden. So kann z.B. eine Fehlbelastung des Sprunggelenks zu einer Veränderung der Hüftstellung führen, die wiederum eine Überbelastung der Lendenwirbelsäule nach sich zieht. Der Bewegungsapparat versucht dieses Ungleichgewicht durch Fehlhaltungen auszugleichen, was wiederum Muskeln, Sehnen und Gelenke anhaltend beansprucht. Der Körper erfährt Dauerstress, der sich in Krankheitsbildern wie Rückenschmerzen, Fuß- oder Gelenkfehlstellungen niederschlägt. Hält dies über einen längeren Zeitraum an, wird das Arbeiten zunehmend schwerer und die Mitarbeitenden riskieren längere Ausfallzeiten aufgrund von notwendigen Rehabilitationszeiten.

Auch der Albatros Tofane beispielsweise schützt und bleibt bequem zugleich. Ein in der Mittelfußsohle eingearbeiteter Rotationspunkt minimiert Reibungen und Ermüdungserscheinungen. © ISM Heinrich Krämer

Ergonomische Arbeitsschuhe können die gesamte Körperhaltung verbessern und Schmerzen vorbeugen, indem sie eine korrekte Fußhaltung unterstützen und eine gleichmäßige Druckverteilung unter dem Fuß gewährleisten. Dafür sollten sie über eine flexible und stabile Sohle verfügen, die eine natürliche Abrollbewegung des Fußes ermöglicht. Eine gute Polsterung und Dämpfung reduziert die Stoßbelastung beim Gehen und Stehen, was den Komfort und die Entlastung des Fußes unterstützt. Bei der Passform sollten die individuellen Anforderungen im Fokus stehen, d.h. sie sollten genug Platz im Vorfußbereich bieten, um eine natürliche Zehenstellung und eine korrekte Verteilung des Drucks auf die Fußsohle zu ermöglichen. Atmungsaktive und feuchtigkeitsabsorbierende Materialen sorgen für ein angenehmes Tragegefühl und reduzieren das Risiko von Hautreizungen und Schweißbildung.

Die ISM Heinrich Krämer GmbH & Co. KG wurde 1930 als Schuhunternehmen der Modebranche gegründet und ist seit 1980 auf dem Gebiet der persönlichen Schutzausrüstung tätig. Mit der Geburt der Marke Albatros im Jahr 1980 wurden die Kompetenzen und Energie auf die Entwicklung und den Vertrieb von Sicherheitsschuhen sowie Work- und Outdoorfashion konzentriert. Alle Produkte werden in Deutschland von einem internationalen Team von PSA-Experten entworfen und entwickelt. Seit 2002 ist ISM weltweit exklusiver Puma-Lizenzpartner für Sicherheitsschuhe unter dem Namen Puma Safety. Heute zählt ISM zu den führenden Herstellern in den Bereichen Performance-Sicherheitsschuhe, Arbeits- und Funktionsbekleidung. Das inhabergeführte Familienunternehmen in dritter Generation entwirft, entwickelt und vertreibt seine Produkte an mehr als 4.750 Wiederverkäufer in 51 Ländern auf fünf Kontinenten.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren