Baustelle

Mehr Sicherheit auf dem Dach: mit Ab- und Durchsturzsicherungen

Unfälle durch den Sturz von nicht begehbaren Dächern oder durch Dachöffnungen sind vermeidbar. Mit der richtigen Durchsturzsicherung können Tageslicht-Lösungen auf dem Flachdach sicher gestaltet und das Gefahrenpotenzial erheblich verringert werden.

Mit der richtigen Durchsturzsicherung können Tageslicht-Lösungen auf dem Flachdach sicher gestaltet und das Gefahrenpotenzial erheblich verringert werden. Foto: Essmann

Im Industrie-, Gewerbe- und Kommunalbereich werden Gebäude häufig durch Lichtplatten, Lichtkuppeln und Lichtbänder mit Tageslicht versorgt. Diese Ausstattung birgt eine mögliche Durchsturzgefahr, etwa weil die Verglasung aus sprödem oder nicht betretbarem Material besteht. Hier ist die Umsetzung eines passenden Sicherheitskonzeptes von höchster Wichtigkeit. Gefordert wird dies u.a. durch die Arbeitsstättenverordnung, bzw. die Baustellenverordnung, welche eine „Unterlage für spätere Arbeiten“ vorsieht. Damit soll sichergestellt werden, dass bereits während der Planungsphase ein passendes Konzept zur sicheren Begehung von Dachflächen im Zuge der Gebäudeunterhaltung umgesetzt wird.

Diese werden durch die ASR A2.1 (Technische Regeln für Arbeitsstätten) vorgegeben. In ihr wird die Rangfolge der Schutzmaßnahmen gegen Absturz festgelegt und in drei Schutzklassen kategorisiert:

1. die Absturzsicherung, 2. die Auffangeinrichtung und 3. die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA).

Für jede dieser Sicherheitsklassen hat die Firma Essmann entsprechende Sicherheitsprodukte im Programm.

Ab- und Durchsturzsicherungen – Die höchste Schutzklasse

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Ab- und Durchsturzsicherungen gelten auch vor dem Gesetz als die sichersten Maßnahmen, um Personen auf dem Dach vor dem Durchsturz durch Tageslichtelemente zu schützen. Sie dienen der Verstärkung einer geschlossenen, aber bruchgefährdeten Oberfläche oder Öffnungen im Dach, damit diese beim Drauffallen nicht zerbricht. Zur Produktfamilie der Sicherheitssysteme, die die Primäranforderung der ASR A2.1 erfüllen, gehören die Essmann-Produktreihen HDS-Schutzsystem, ID1200 plus sowie ID600 und die Ab- und Durchsturzsicherung (EAD) für Lichtkuppeln und Lichtbänder.

Sicher aufgefangen – Die zweite Schutzklasse

Eine weitere Möglichkeit, die Tageslichtelemente dauerhaft und kollektiv zu sichern, bieten sogenannte Auffangeinrichtungen. Darunter fallen nach GS-BAU-18 geprüfte und zertifizierte Durchsturzgitter, die unterhalb der eigentlichen Absturzkante ihre Schutzwirkung entfalten. Hier haben sich besonders Einrichtungen bewährt, die unterhalb von Aufsetzkränzen oder Zargen befestigt werden. Solche Systeme wirken permanent und kollektiv. Zu dieser Produktlinie zählen die Essmann Auffangsicherung Typ LK-L und LK-K sowie die Einbruch- und Auffangsicherung für Lichtkuppeln.

Der ganz persönliche Schutz – Die dritte Schutzklasse

Bei der dritten Schutzklasse handelt sich um Lösungen, die nach vorangegangener Gefährdungsanalyse ein aktives Absichern durch die auf dem Dach befindlichen Personen mit einer für dieses Aufgabengebiet geeigneten PSAgA verlangen. Diese Systeme können nicht als permanent und kollektiv eingestuft werden. Daher kommen sie nur dann zum Einsatz, wenn keine höhergestellte Schutzmaßnahme machbar ist. Essmann hat für diesen Zweck einen PAS-Ring für seine Aufsetzkränze im Programm, an den sich die Person anschlagen kann.

Kommt es zu einer vorhersehbaren Fehlanwendung, also verzichtet eine Person darauf, sich mit der PSAgA abzusichern oder betreten Unbefugte das Dach, so können nur umfassendere Lösungen aus den höheren Schutzklassen als kollektive Sicherungssysteme die geforderte Sicherheit tatsächlich gewährleisten.

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