Baustellensicherheit

Jessica Stütz,

Sifatec fertigt Absturzsicherung für 70-Meter-Funkturm in Schmitten

Außergewöhnliche Bausituationen stellen besondere Anforderungen an den Schutz vor Sturz aus großer Höhe. Am Beispiel des Funkturms in Schmitten hat Sifatec als Spezialist für sichere Flachdächer auch eine Lösung für ein hohes und außergewöhnliches Gebäude gefunden. Aufgrund der erhöhten Windlast war eine Sonderkonstruktion nötig, um die präventiven Arbeiten am Dach kostengünstig und ressourcenschonend umsetzen zu können. Verwendet wurde hierfür das Seitenschutz-System sowie ein vom Kunden gewünschtes Arbeitsgerüst.

Der 70 Meter hohe Funkturm in Schmitten stellt aufgrund seiner Höhe einen baulichen Sonderfall dar. Im Zuge von Renovierungsarbeiten im Dachbereich war es nötig, eine Absturzsicherung zu installieren. Die in dieser Höhe zu erwartende Windlast ist besonders hoch. Deshalb musste eine individuelle Seitenschutz-Lösung entwickelt werden

© Sifatec GmbH & Co. KG

Seit 50 Jahren steht der Funkturm in seinem derzeitigen Antlitz in der hessischen Kleinstadt Schmitten. Auch als Fernmeldeturm Großer Feldberg bekannt, ist dieses Bauwerk mit seinem Sockel aus Beton und der darauf liegenden Holzkonstruktion ab einer Höhe von 35 Metern ein imposantes Bauwerk. Da in letzterem zahlreiche Richtfunkantennen verbaut sind, wurden alle Verbindungselemente des Holzoberbaus metallfrei produziert. Den Abschluss bildet eine Stahlkuppel, die auf dem Turm thront. Zuletzt wurde die Fassade des Bauwerks in den 1990er-Jahren restauriert. Die Eigentümerin, die DFMG Deutsche Funkturm GmbH, plante, das Dachschichtenpaket zu erneuern, um potenziellen Schäden durch eine Wassereintritt vorzubeugen.

Sicheres Arbeiten dank Sonderkonstruktion

Noch wies das Dach des Funkturms keine Mängel und Risse auf, die einen Wassereintritt begünstigen würden. Damit es gar nicht erst zu einer Schadenlage kommen kann, sollte das Dach ertüchtigt werden. Für die Absturzsicherung griffen die Verantwortlichen auf das so genannte „Original System“ und damit auf das älteste Seitenschutz-System Sifatecs, sowie auf ein Arbeitsgerüst zurück. Das Seitenschutz-System mit patentiertem Einhängemechanismus soll eine deutliche Kostenersparnis im Vergleich zum Vollgerüst bieten. Die besonders wirtschaftlichen Produktlösungen des Familienunternehmens Sifatec machen eine komplette Einrüstung des Bauwerks hinfällig. So wird lediglich der Seitenschutz am Dachrand befestigt, sodass die Verkehrswege rund um das Gebäude frei bleiben.

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Einen baulichen Sonderfall hatten die Absturzsicherungsprofis aufgrund der Höhe des Bauwerks trotzdem vor sich. So galt es, eine individuelle Maßnahme für die hohe Windlast zu finden, damit der Seitenschutz fachgerecht montiert werden konnte. Im Rahmen der Lösungsfindung war Sifatec auch für die Berechnung der Statik verantwortlich. Das Unternehmen versteht sich als Komplettanbieter und steht somit die gesamte Projektdauer beginnend mit der Planung, über die Logistik und der Montage seinen Kunden zur Seite. So führen die Experten für sichere Flachdächer die individuelle Planung, Statik, Transport und Logistik sowie den Auf- und Abbau der Systeme mit eigenem Personal aus. Für den Höhentransport an der Baustelle in Schmitten kam ein Kran zum Einsatz, um das am Arbeitsplatz benötigte Material in die einzelnen Bauabschnitte, die in 30 und 70 Meter Höhe lagen, zu befördern. Für den Transport auf die oberste Ebene des Bauwerks wurde zudem Manpower nötig: Da der vorhandene Aufzug nicht ausreichte, musste das verbliebene Material durch das Gebäudeinnere von Hand transportiert werden.

Barrierefreies Arbeiten dank patentiertem Einhängemechanismus

Neben der Windlast stellte die Montage eine Herausforderung dar, weil nur wenig Platz zur Verfügung stand. Um dieser entsprechend entgegenwirken zu können, wurde das so genannten „Original System“ verwendet - damit lassen sich Gerüstteile an der Flachdachkante befestigen. Dadurch wurde das sichere und barrierefreie Arbeiten am Funkturm gewährleistet und auch Arbeiten im Windschatten waren möglich. Trotz der hohen Anforderungen und der eckigen Bauweise des Funkturms gelang die Montage des Seitenschutzes und der Arbeitsbühne genauso problemlos wie das Anbringen des Strahlschutznetzes, welches seitens Bauherrn noch zusätzlich montiert wurde. Direkt am Dachrand wurde die Halteplatte des Systems montiert. Anschließend wurde mittels Schwenkbewegung eine Pfosten-Riegel-Konstruktion installiert, welche sich im Bedarfsfall und nach dem Abschluss der Bauarbeiten problemlos lösen lässt. Die Halteplatten verbleiben am Gebäude und können so für zukünftige Dacharbeiten wiederverwendet werden. 

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