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Artikel und Hintergründe zum Thema

Zukunftsfähiges Wohnen im historischen Kontext

Kai Ingmar Link,

Schöck Tronsole sichert Trittschallschutz und ermöglicht Podeste in Sichtbeton

Das Wohnprojekt Westhof im schweizerischen Dübendorf ist ein Beispiel, wie genossenschaftliches Bauen und Leben selbstverwaltet und nachhaltig gelingen kann. Inmitten eines rasant wachsenden und sich verändernden urbanen Gebiets bietet der „Westhof“ nach dem Entwurf von Conen Sigl Architekt:innen, Zürich, vielfältige Wohnformen, Gemeinschaft und Gewerbe. Für den zuverlässigen Trittschallschutz in den Treppenhäusern sorgt Schöck Tronsole. Zum Einsatz kam dabei auch das neue Produkt Tronsole Typ P – und stellte neben dem zuverlässigen Trittschallschutz auch die architektonische Anforderung der Podeste in Sichtbeton sicher.

Schöck Tronsole Typ P und Typ F sorgen für effektiven Trittschallschutz in den Treppenhäusern des Westhofs. © Schöck

Früher ein spärlich bebautes Industriegebiet, hat sich das peripher gelegene Quartier Hochbord dank der guten Lage und Anbindung an Zürich zu einem rasant wachsenden und hochfrequentierten Stadtraum entwickelt; dichte Besiedelung inklusive. Auch die Zeiten, in denen dort in der Gärtnerei Kohler Gemüse und Blumen angebaut und kultiviert wurden, sind längst vergangen. Seit 2005 wurde das 5.200 qm große Gelände als Garten von den Hausbewohnern genutzt.

Im schweizerischen Dübendorf entstand in zwei Jahren Bauzeit nach dem Entwurf von Conen Sigl Architekt:innen, Zürich, das Wohnprojekt Westhof mit vielfältigen Wohnformen, Gemeinschaft und Gewerbe. © Schöck

Westhof – genossenschaftlich, gemeinschaftlich
Die Nachfahren und Erben der Familie Kohler entschlossen sich, als Bauherren mit dem Projekt Westhof der ehemaligen Gärtnerei anderes, der neuen Planungssituation entsprechendes Leben einzuhauchen und die Werte der vorigen Generationen im Sinne einer nachhaltigen und gemeinschaftlichen Wohnbebauung fortzuführen: Mit dem Projekt Westhof sollte Gemeinschaftlichkeit und Miteinander gelebt und dem Quartier zugleich ein Raum für Soziokultur gegeben werden. Ökonomie, Ökologie und Soziales – die drei Säulen der Nachhaltigkeit übertrugen die Bauherren auf das Bauen und die Wiederbelebung des Westhofs. Geplant war ein Non-Profit- statt Renditeprojekt – ein langlebiger und flexibler Bau, der zukunftsgerechten, attraktiven und leistbaren Wohnraum bietet.

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Durch den Einsatz von Schöck Tronsole Typ P konnte neben dem zuverlässigen Trittschallschutz auch die architektonische Anforderung der Podeste in Sichtbeton sichergestellt werden. © Schöck

Zur Verwirklichung ihrer Vision gründeten sie die palmahus AG und schlossen sich mit der Wogeno Zürich zusammen. „Die ehemalige Gärtnerei als Gebäude war jedoch zu klein, um sie als Wohnobjekt umnutzen zu können, der Abriss war unausweichlich“, berichtet Carola Böker, Architektin und Projektleiterin bei Conen Sigl Architekt:innen, Zürich.

Kletterpflanzen, Kübel und Beete für Urban Gardening sowie Nistplätze bilden den historischen Bezug zur ehemaligen Gärtnerei, die sich auf dem Areal befand. © Schöck

Energieeffizient und nachhaltig
Gebaut wurde der Westhof nach dem freiwilligen Minergie-Standard sowie nach dem übergreifenden Konzept des Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) Hochbau. „Die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen sind die drei Dimensionen des nachhaltigen Bauens und stehen in direktem Verhältnis“, sagt Architektin Carola Böker. Ziel ist die Zertifizierung des Wohnprojekts mit dem SNBS-Label.

Dank Tronsole Typ P wird das Treppenpodest ohne auskragende Auflagerkonsolen hergestellt und kann dadurch in das bereits errichtete Treppenhaus eingefahren werden. © Schöck

Effektiver Trittschallschutz mit Schöck Tronsole
Im Gebäudeinneren des Westhof standen Behaglichkeit und Gesundheitsschutz im Fokus der Baumaßnahmen. So galt es im Bereich Schallschutz im Hochbau die Vorschriften und Anforderungen nach der Norm SIA 181:2020 von mindestens 53 dB im Wohnungsbau einzuhalten. Für die Trittschalldämmung in den Treppenhäusern setzten die Baubeteiligten auf Schöck Tronsole. Dabei kam das neue Produkt Tronsole Typ P für den Anschluss Treppenpodest an Treppenhauswand erstmals in einem Projekt zum Einsatz.„Der Austausch mit Schöck besteht seit Langem und ist sehr eng, so dass wir Tronsole Typ P als optimales Produkt für das Projekt Westhof gesehen haben“, sagt Marco Gloggner, Bauführer der Baumeisterarbeiten der Spleiss AG im Projekt Westhof.

Auf der Baustelle werden die Wand- und Tragelemente durch Wandaussparungen in die schon im Podest befindlichen Podesthülsen eingeschoben. © Schöck

Herausforderung Sichtbeton
Die geraden, zweiläufigen Treppenläufe und rechteckigen Podeste wurden als Betonelemente mit normal verdichtetem Beton in der Festigkeitsklasse C30/37 in hoher Sichtbetonklasse im Fertigteilwerk der Stüssi AG hergestellt. „Die Elemente wurden allseitig schalungsglatt bestellt. Um die hohen Anforderungen zu erfüllen, wurden Treppen und Zwischenpodeste daher stehend betoniert und nicht als Negativschalung“, erklärt Marco Gloggner. Lediglich die konisch verlaufenden Treppenläufe wurden überkopf betoniert und die Unterseite geglättet. Pro Geschoss wurde ein rechteckigen Zwischenpodest eingebaut und mit dem Element Tronsole Typ P ausgeführt.
Das Trittschalldämmelement für den Anschluss Treppenpodest an Treppenwand ermöglicht die Ausführung des Fertigteilpodests ohne Betonkonsolen und sorgt damit für einen optimierten Bauablauf und hohe Wirtschaftlichkeit. Tronsole Typ P besteht aus einer Podesthülse, die im Fertigteilwerk eingebaut wird, sowie einem Wand- und einem Tragelement. Die Einbaupremiere im Fertigteilwerk der Stüssi AG verlief reibungslos. „Wir haben mit Produkten von Schöck bisher immer gute Erfahrungen gemacht und können das auch für die neue Tronsole Typ P bestätigten“, berichtet Betriebsleiter Raphael Zwahlen.

Für den schalldämmenden Anschluss von Fertigteiltreppenlauf und Podest kam Schöck Tronsole Typ F zum Einsatz. Als Treppenauflager trennt Tronsole Typ F die Treppe vollständig vom Podest und minimiert dadurch die Gefahr von Schallbrücken. © Schöck

Optimierter Bauablauf, sofort begehbar
Das Podest wird ohne Auflagerkonsolen hergestellt und kann dadurch einfach in das bereits errichtete Treppenhaus eingefahren werden. Beim Einbau der ersten Elemente mit Tronsole Typ P auf der Baustelle waren die Einbaumeister von Schöck vor Ort und wiesen die Verarbeiter ein. „Der Einbau konnte effektiv und schnell ausgeführt werden. Auch das Fixieren der Wand- und Tragelemente durch Wandaussparungen in die schon im Podest befindlichen Podesthülsen verlief mühelos“, bestätigt Marco Gloggner den optimierten Bauablauf. Dank exzellenter Schalldämmung ist beim Einsatz von Tronsole Typ P kein schwimmender Estrich notwendig. Darüber hinaus ist nach dem Höhenausgleich der Wandelemente mit Stahlplatten das Fertigteilpodest sofort begehbar.

Schöck Tronsole Typ P ermöglicht als punktförmiges Auflager den schalldämmenden Anschluss von Treppenpodest an Treppenhauswand und sichert so einen optimalen Schallschutz. © Schöck

Schöck Tronsole – effiziente Ausführung, zuverlässiger Schallschutz
Den schalldämmenden Anschluss Fertigteiltreppenlauf und Podest im Projekt Westhof sichert Tronsole Typ F. Als Treppenauflager trennt die bauaufsichtlich zugelassene Trittschalldämmung die Treppe vollflächig vom Podest und reduziert die Gefahr von Schallbrücken dadurch auf ein Minimum. „Es ist nie einfach, hängende Bauteile zu bearbeiten. Das Anbringen der Tronsole aber ist durch die integrierten Montageklebebänder sehr einfach“, erklärt Marco Gloggner.

Leben im Westhof
In zwei Jahren Bauzeit entstanden auf dem Areal 87 Wohnungen und 11 gewerbliche beziehungsweise gemeinschaftliche Nutzungseinheiten. Die Räume sind flexibel nutzbar und für die gewerbliche Nutzung im Grundausbau ohne fertigen Bodenbelag und verputzte Wände gehalten, um individuellen Ansprüchen Raum zu geben. Es gibt ein Gästezimmer, dass die Bewohner mieten können. Mit schallisolierten Wänden im 4. Obergeschoss wurden optimale Bedingungen für zwei Musikzimmer des Projekts geschaffen. Das unterkellerte Gebäude verfügt über 176 Fahrradstellplätze. Die Pkw-Stellmöglichkeiten in der Tiefgarage dagegen wurden aus ökologischen Gründen bewusst reduziert „Die Historie des Geländes und das naturverbundene Leben spiegelt sich in diversen Aspekten wider“, berichtet Carola Böker. „Das Dach und die Terrassen sind beispielsweise mit Kletterpflanzen begrünt, selbstverständlich sind Kübel und Beete angelegt für Urban Gardening, es gibt Nistplätze für Vögel und sogar ein Storchennest.“ Dohlen, Sperlinge Hausrotschwänze, Staren und sogar Fledermäuse können Einzug halten.

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