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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bau 4.0

Kai Ingmar Link,

15 statt 4.000 Zeichnungen dank Autodesk

Die Realisierung der 900 Meter langen Hängebrücke ist ein Beispiel für den Einsatz digitaler Werkzeuge und wie AECO-Unternehmen mit Herausforderungen wie Klimawandel und wirtschaftliche Volatilität umgehen können.

Die Integration von BIM und Cloud-Plattformen ermöglicht präzise Visualisierung komplexer Strukturen und optimiert die Kommunikation. © Autodesk

Norconsult Norway setzte beim Projekt auf vollständig digitale Workflows: Planung, Konstruktion und Projektmanagement erfolgten nahezu papierlos über Autodesk Platform Services und Cloud-Technologien. APIs ermöglichten End-to-End-Workflows, die 3D-Modellierung, Datenanalyse, Kostenkontrolle und Facility Management verbanden. "Unsere Kunden wollen eine Brücke erhalten, die nach Best Practices gebaut und im bestmöglichen Zustand übergeben wird", erklärt Vegard Gavel-Solberg, Gruppenleiter für Brückenprojekte bei Norconsult. "Digitale Modelle helfen erheblich, Fehler in der Bauphase zu reduzieren, weil sie das Verständnis der Aufgaben bei jedem Auftragnehmer verbessern und den Blick fürs große Ganze schärfen."

Die Integration von BIM und Cloud-Plattformen ermöglicht präzise Visualisierung komplexer Strukturen und optimiert die Kommunikation. Über 60 Millionen Datenpunkte aus 211 Modellen mit mehr als einer Million Objekten konnten verarbeitet werden, während klassische Zeichnungen von 4.000 auf 15 reduziert wurden. "Brücken sind geometrisch hochkomplexe Bauwerke", so Gavel-Solberg. "Mit 3D-Modellen sehen alle Beteiligten das gesamte Bild und verstehen, wie jede einzelne Komponente das Projekt beeinflusst."

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Die Autodesk Construction Cloud unterstützt zusätzlich Kostenkontrolle, Issue-Tracking und Freigabeprozesse, reduziert Routineaufwand und sichert Datenqualität über den gesamten Lebenszyklus: Die Brücke ist für eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren geplant. Digitale Werkzeuge ermöglichen Simulationen von Materialien, Wetterbedingungen und Verkehrslasten bei optimierter CO2-Bilanz.

"Digitale Lösungen helfen uns, Projekte frühzeitig an neue Klimaanforderungen anzupassen und Entscheidungen für den gesamten Lebenszyklus zu optimieren", erläutert Terje Fjellby, BIM-Berater bei Norconsult. Nach Fertigstellung wird ein digitaler Zwilling die Brücke in Echtzeit überwachen, Verkehr, Vibrationen, Energieverbrauch und Umweltbelastungen erfassen – ein zukunftsweisender Schritt für nachhaltige Infrastrukturprojekte. Datengetriebene Prozesse reduzieren Risiken, erhöhen Präzision, verbessern Kostenkontrolle und schaffen Transparenz. Wenn sie 2027 fertig ist, wird die 900 Meter lange Hängebrücke die Insel Sotra mit dem Zubringer von Bergen verbinden.

Dieser Artikel erschien zuerst in der November-Ausgabe des Baugewerbe Magazins.

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