Mit Bosch Building Technologies

Damir Mioc,

Autodesk vernetzt Gebäudedaten besser

Autodesk und Bosch Building Technologies wollen künftig enger bei datenbasierten Gebäudeservices zusammenarbeiten. Im Fokus stehen digitale Zwillinge, KI-Anwendungen und der strukturierte Umgang mit Bestandsdaten.

Vernetze Gebäudedaten sind essenziell für das moderne Baumanagement. © Autodesk

Autodesk und Bosch Building Technologies haben im März 2026 eine strategische Absichtserklärung unterzeichnet, um KI-gestützte Services für Gewerbeimmobilien über den gesamten Lebenszyklus hinweg weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Daten aus Planung, Bau und Betrieb besser zu verknüpfen und für Betrieb und Instandhaltung nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht der Aufbau und die Nutzung digitaler Zwillinge – insbesondere für komplexe Bestandsgebäude wie Flughäfen, Stadien oder Infrastrukturbauten. Gerade hier liegen relevante Informationen häufig in unterschiedlichen Formaten und Systemen vor. Pläne, Scans und Betriebsdaten sind oft nicht miteinander verknüpft und erschweren eine Auswertung.

"Eine zentrale Herausforderung im Bausektor besteht heute darin, dass Daten aus Planung, Bau und Betrieb oft in getrennten Silos vorliegen, was es erschwert, aussagekräftige Erkenntnisse zu gewinnen. Gemeinsam mit Bosch wollen wir diese Lücke schließen, indem wir diese Datenströme über offene Plattformen hinweg zusammenführen und so eine Grundlage schaffen, auf der digitale Zwillinge und KI-gestützte Copiloten praxisnahe Entscheidungen unterstützen können", so Stephen Hooper, Senior Vice President Operations Solutions bei Autodesk.

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Bosch Building Technologies bringt hier seine Erfahrung als Systemintegrator ein. Mit der Service-Suite Nexospace werden bereits heute IoT-basierte Anwendungen gebündelt, die Betriebsdaten erfassen, auswerten und nutzbar machen. Dazu zählen zum Beispiel Anwendungen zur vorausschauenden Instandhaltung, zur Vermeidung von Ausfällen und zur Reduzierung des Energieverbrauchs.

"Die intelligente Nutzung von Gebäudedaten eröffnet unseren Kunden neue Möglichkeiten – von effizienterem und sichererem Betrieb der Gebäude bis zur Optimierung von Energieverbräuchen. Gemeinsam mit Autodesk prüfen wir, wie wir aus vorhandenen Informationen schneller digitale Abbilder eines Bestandsgebäudes erstellen und darauf aufbauend neue KI-gestützte innovative Services für unsere Kunden zu entwickeln", erklärt Anja Unglaub, Senior Vice President Service Business / CTO Europe bei Bosch Building Technologies.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit sogenannten Brownfield-Gebäuden. Diese Bestandsimmobilien stellen besondere Anforderungen, da Daten häufig unvollständig, uneinheitlich oder nur analog verfügbar sind. Für einen nutzbaren digitalen Zwilling müssen diese Informationen zunächst strukturiert, vereinheitlicht und in ein konsistentes Datenmodell überführt werden.

Hier setzen die Plattformlösungen von Autodesk an: Über die Autodesk Construction Cloud als zentrale Datenumgebung sowie Autodesk Platform Services als technischer Basis lassen sich unterschiedliche Datenquellen zusammenführen. Bosch kann diese Daten anschließend nutzen, um sie in digitale Zwillinge zu überführen und mit bestehenden Services zu verknüpfen.

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