Blau-grüne-Infrastruktur
Regenwasser für Stadtbäume von Mall
Mit der Baumrigole ViaTree komplettiert Mall sein Produktprogramm im Bereich der blau-grün-grauen Infrastruktur. ViaTree besteht aus einem Stahlbetonbehälter mit integriertem Wasserspeicher und umlaufenden Wurzelfenstern, durch die sich die Wurzeln ins umgebende Baumsubstrat ausdehnen können. Die neue Baumrigole eignet sich sogar auch zum Einbau unter Verkehrsflächen.
Mit blau-grün-grauer Infrastruktur soll in Städten die natürliche Wasserhaushaltsbilanz wiederhergestellt werden: Regenwasser soll verdunsten, versickern und nur dann abgeleitet werden, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt. Bäume sind ein zentrales Mittel gegen die Aufheizung der Innenstädte, weil sie bei hohen Umgebungstemperaturen sehr viel Wasser verdunsten und so die Temperatur senken, aber auch die sie umgebenden Flächen beschatten. Regenwasser, das vor Ort verdunstet, versickert oder gesammelt wird, erhöht zugleich die Sicherheit vor einem Rückstau aus dem Kanal.
Den ViaTree-Grundkörper gibt es mit drei verschiedenen Durchmessern und optional mit Abdeckplatte zum Einbau unter Verkehrswegen. Kapillarsäulen verbessern den Zugang des Wassers zu den Baumwurzeln und schützen vor dauerhafter Vernässung des Wurzelraums. Zusammen mit Bodenmulden, Tiefbeet-Bodenfiltern, Speicherbecken oder klassischen Rigolen können so Grundstücke, Quartiere oder Straßenzüge klimagerecht entwässert werden. Die Baumrigolen ViaTree sind ein essenzielles Element der Entwässerung und Teil des Schwammstadt-Prinzips. Damit Bäume zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen können, sind eine Grundvoraussetzungen zu erfüllen. Neben einem standsicheren Quartier brauchen die urbanen Gewächse Platz, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können. Hin und wieder muss der Zugang zu Wasser hergestellt werden.
Die entsprechende Vorrichtung bringt die ViaTree-Baumrigole von Mall gleich mit. Unter dem Wurzelballen ist ein Wasserreservoir angelegt, das bei Regen immer wieder voll läuft. Großzügige Wurzelfenster erlauben es den Bäumen, ihre Wurzeln auszustrecken. Eine Schutzvorrichtung verhindert, dass das Baumsubstrat nachträglich verdichtet wird. Erhält die Baumrigole Wasser, sickert dieses zunächst in die Poren des Baumsubstrats. Der Rest läuft in das Reservoir. Läuft dieses über, versickert das überschüssige Wasser im Boden. Um dem jeweiligen Baum das Wasser aufzunehmen, können sogenannte Kapillarsäulen eingebaut werden. Sie saugen das Wasser aus dem Reservoir über den Wasserspiegel. So muss der Baum die Wurzeln nicht zwingenderweise direkt in den Sammelbereich ausstrecken.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 03_2024.












