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https://www.baugewerbe-magazin.de/firma/ulma-construction-gmbh.htmGroße Sprünge trotz Zentimeterarbeit

Kai Ingmar Link,

Ulma-Lösungen bringen den Bau des Industrieparks Gießen voran

Der Bau des neuen Gewerbeparks Vier-Höfe-Quartier" auf dem Heyligenstaedt-Areal in Gießen schreitet dank innovativer Lösungen von Ulma zügig voran. Neben mehreren Ulma-Systemen, die bei den Rohbauarbeiten zum Einsatz kommen, ist die von Ulma entwickelte Verbauschalung aus Stahlblech zweifellos ein außergewöhnliches technisches Highlight. Sie ermöglicht perfekte Schalungsergebnisse auch auf engstem Raum. Nicht weniger beeindruckend ist das Leistungsspektrum von Onadek. Das modulare Deckensystem ermöglicht Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent.

Platzmangel kein Problem für Ulma

Dank der praktischen Ulma-Lösungen gehen die Rohbauarbeiten auf dem Heyligenstaedt-Areal schnell voran. Im Herbst 2024 sollen sie abgeschlossen sein. © Ulma

Platzmangel ist die größte Herausforderung beim Bau des neuen Gewerbeparks auf dem 6.000 m² großen Gelände der ehemaligen Werkzeugfabrik Heyligenstaedt in Gießen. Die vorhandene Bebauung und die Gleisanlagen der Lahn-Kinzig-Bahn lassen nur wenig Platz für die Bauarbeiten, insbesondere für die Außenwände in den beiden Untergeschossen. Der Arbeitsraum zwischen Baugrube und Wandaußenkante beträgt nur wenige Zentimeter - zu wenig Platz für herkömmliche Doppelschalungssysteme. Mit der platzsparenden Verbauschalung aus Stahlblech, die auf der Innenseite mit der Wandschalung Orma kombiniert wird, hat Ulma in Gießen genau die richtige Lösung für solch beengte Baustellensituationen.

Nur eine handbreit Platz steht auf der Baustelle in Gießen als Arbeitsraum zwischen der Baugrube und der Außenkante der Wand zur Verfügung. Dank der Verbauschalungen aus Stahlblech hat Ulmagenau für Einsatzzwecke wie diesen die perfekte Antwort darauf. © Ulma

„Das ist ein Alleinstellungsmerkmal von Ulma. Die Verbauschalung aus Stahlblech hat den Ausschlag gegeben, dass wir uns für Ulma als Schalungshersteller entschieden haben“, betont Bauleiter Carsten Hubing von der ausführenden Faber & Schnepp Hoch- und Tiefbau GmbH, Langgöns.

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Die platzsparenden Verbauschalungen aus Stahlblech werden auf der Innenseite mit der Wandschalung Orma kombiniert. Ankerstäbe, die von innen in die fest integrierten Schraubenmuttern der Stahlbleche eingebracht werden, sorgen für Halt – ganz ohne Abstützblöcke. © Ulma

Ulma - Schnell und materialschonend

Um auf eine rückwärtige Ankerbefestigung verzichten zu können, sind die 1,20 m breiten Elemente mit einer integrierten Ankermutter versehen, in die die Ankerstäbe von innen eingeschoben werden. Auf diese Weise sind keine Abstützklötze erforderlich. „Das funktioniert hervorragend und hat uns die Arbeit enorm erleichtert. Normalerweise hätten wir den Berliner Verbau mit Kanthölzern und OSB-Platten für eine Negativschalung ausrichten müssen, wobei die Negativschalung im Boden verblieben wäre. Stattdessen konnten wir hier dank der Ulma-Sonderlösung direkt gegen die Stahlbleche betonieren, die anschließend mit einem Kran entfernt wurden“, hebt Hubing die Vorteile der Ulma-Lösung hervor. Bereits sieben Zentimeter reichen aus, um die Stahlbleche zu nutzen.

Das Deckenschalungssystem Onadek lässt sich schnell aufbauen und eignet sich ideal für das Schalen großer Flächen. © Ulma

Auch mit der Betreuung durch den Schalungshersteller ist man bei Faber & Schnepp sehr zufrieden. Zwar gab es anfangs Unsicherheiten bei der Anwendung der Stahlbleche, doch diese konnten im direkten Austausch mit den Ulma-Partnern vor Ort schnell ausgeräumt werden. Auch die Einsatzplanung wurde von Ulma übernommen.

Dreamteam: Ulma Onadek und Enkoflex

Durch das geordnete Stützenraster und die großen Abstände ist viel Arbeitsraum vorhanden. Das durchdachte Fallkopfsystem von Onadek ermöglicht ein kontrolliertes, materialsparendes Frühausschalen. © Ulma

Neben der innovativen Verbauschalung setzen auch die anderen Ulma-Systeme auf der Baustelle in Gießen neue Maßstäbe in Sachen technischer Raffinesse und wirtschaftlicher Vorteile. Für die Decken werden 1.500 m² Onadek eingesetzt. Das modulare System ermöglicht durch sein ausgeklügeltes Fallkopfsystem ein frühes Ausschalen, so dass Träger und Schaltafeln schnell wiederverwendet werden können. „Nur die Stützen bleiben stehen. Dadurch hält sich die Materialbevorratung in Grenzen. Bei beengten Platzverhältnissen ist das doppelt vorteilhaft“, betont Ulma-Projektleiter Achim Watz. Mit dem Onadek-System aus leichten Stahlprofilen lassen sich auch große Flächen schnell und sicher von unten schalen.

V.l.n.r.: Ulma-Mitarbeiter Francesco Cinelli und von der ausführenden Faber & Schnepp Hoch- und Tiefbau GmbH Polier Thorsten Weigl, Bauleiter Carsten Hubing und Polier Armend Nimanaj. © Ulma

Auch die Unterzüge im neuen Gewerbepark am Aulweg werden mit Onadek erstellt. Ideal für die Baustelle in Gießen ist die Kombination mit 700 m² Holzträger-Deckenschalung Enkoflex. „Enkoflex kommt überall dort zum Einsatz, wo Randbereiche nicht rechtwinklig verlaufen.

Das ist zum Beispiel bei einigen trapezförmig gestalteten Räumen der Fall“, erklärt Ulma-Projektingenieur Francesco Cinelli und verweist auf die Besonderheit des Heyligenstaedt-Areals. Das Architekturbüro Snøhetta plante zunächst die Außenanlagen. Die drei gewerblich genutzten Gebäude gruppieren sich um vier Innenhöfe. Neben Büroeinheiten sind auch Arztpraxen geplant, das bestehende Hotel Heyligenstaedt erweitert sein Angebot um Betten, Veranstaltungs- und Seminarräume. Die Rohbauarbeiten sollen bis Herbst 2024 abgeschlossen sein. Dank der Sonderlösung von Ulma läuft bisher alles nach Plan.

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