Schalungselemente

Marvin Meyke,

Eine neue Fabrik zum Geburtstag

Mit der Herstellung der ersten Gewindeschneidwerkzeuge hatte Richard Glimpel 1920 in Lauf an der Pegnitz den Grundstein für die Emuge-Franken gelegt. Der Hersteller von Gewindewerkzeugen, Bohrern, Lehren, Fräsern und Spannzeugen ist immer noch ein Familienunternehmen. Die Präzisionswerkzeuge sind gefragt, sodass die Unternehmensleitung auf weiteres Wachstum setzt: mit einem Hallenneubau, der direkt gegenüber den bisherigen Werksanlagen an der Nürnberger Straße entsteht.

© Mayer Schaltechnik

Nachdem das Bauunternehmen Klebl GmbH das Gelände vorbereitet hatte, begannen im Frühjahr 2020 die Rohbauarbeiten, für die Klebl ebenfalls den Zuschlag bekommen hatte. Bis August 2021 soll der Rohbau abgeschlossen sein. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit soll dann etwa ein Jahr später die Produktion im Neubau anlaufen; auf den beiden sieben und sechs Meter hohen Etagen mit rund 20.000 Quadratmeter Nutzfläche. Insgesamt rund 400 Ortbetonstützen, die im Raster von 10,0 und 7,5 Meter stehen, bilden zusammen mit Fertigteilunterzügen und Filigrandecken die Tragkonstruktion. Die sechs bis sieben Meter hohen Stützen betoniert das Klebl-Team mit der Stützenschalung PAX HD von Mayer Schaltechnik.

Beim Emuge-Neubau war der Stützenquerschnitt von überwiegend 70 x 70 cm aber zu schlank zum Auflegen der vier Fertigteil-Unterzüge – also mussten sich die Arbeitsvorbereiter etwas einfallen lassen. Jede der Stützen mit einem Schwerlastturm zu umbauen, kam für Werner Feihl, Leiter der Schal-AV bei Klebl, nicht infrage. Deshalb hat sich Klebl in Abstimmung mit Mayer und der zuständigen Ischebeck-Gebietsvertretung, für Lauf Alu-Wandkonsolen WK 1000 von Ischebeck entschieden. Die Wandkonsolen sind immer dort eine Lösung, wo ein konventionelles Traggerüst oder Stütztürme technisch nicht möglich oder unwirtschaftlich sind. In die klappbare Stützenschalung PAX HD wird dafür an jeder Seite ein massiver, konischer Schraubanker an der Schalung montiert. Nach Betonage und Ausschalen sowie dem Entfernen der Haltescheiben an den fertiggestellten Stützen erfolgt die Montage der Wandkonsole. So können die Auflagerkräfte der Unterzüge direkt in die Stütze eingeleitet werden.

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Nachdem die Unterzüge mittels einer in der Wandkonsole integrierten Spindel auf die exakte Höhe eingestellt wurden, kann der Anschluss nun ausbetoniert werden. Damit hat die Wandkonsole ihren Zweck als temporäre Unterstützung erfüllt, und der konische Schraubanker wurde mit einem Spezialschlüssel einfach ausgedreht. So verbleiben keine Fremdkörper im Bauwerk. Um die Wand- beziehungsweise Bauteil­ab­messungen und Randabstände einzuhalten, mussten die vier Schraubanker am Stützenkopf in der Höhe versetzt eingebaut werden. Die nach dem Ausbau der Schraubanker in der Stütze verbleibenden Öffnungen werden mit Mörtel verschlossen.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 4/2021

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