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Kai Ingmar Link,

Gleitschalung - mit Doka in neue Sphären

Gleiten oder klettern? Beide Schalungsmethoden haben ihre jeweiligen Vorzüge, die es je nach Projekt abzuwägen gilt.

Beim Betonieren mit Gleitschalung wird der Beton in Lagen von gut 20 bis 30 cm eingebracht. © Doka

Um fugenlose Bauwerke ohne Durchankerung herzustellen, ist die Entscheidung für die Gleitschalung eine optimale Lösung. Auch das Gleitschalungssystem Doka Slipform wird somit beim Bau von hohen, vertikal ausgerichteten und monolithischen Betonbauwerken wie Schächten, Hochhauskernen, Silos oder Tanks eingesetzt.

Projekte mit größerer Windanfälligkeit oder kurzen Bauzeiten, Bauwerke ohne Fuge und ohne Durchankerung – all das sind Szenarien für Gleitschalungen. Um auch künftig Projekttypen dieser Art bestmöglich abwickeln zu können, haben die Schalungsexperten von Doka gemeinsam mit erfahrenen Praktikern ein Gleitschalungssystem entwickelt, das Standardbauteile aus dem Doka-Sortiment integriert.

Beim Betonieren mit Gleitschalung wird der Beton in Lagen von gut 20 bis 30 cm eingebracht. Das Schalungssystem zieht sich entlang der betonierten Fläche selbsttätig und hydraulisch hoch und bedeckt dabei nur so viel Beton wie nötig. Dank des Betonierens rund um die Uhr können Tagesleistungen von bis zu 10 Metern erreicht werden.

Dokas Ingenieure unterstützen Bauunternehmen, die Vorzüge von Gleit- oder Kletterschalung abzuwägen. Ein Beispiel dafür sind zwei neu errichtete Silos der Kläranlage Saarbrücken-Brebach. Das Bauprojekt war ursprünglich in Kletterschalungsmethode ausgeschrieben. Mit einer Rohbauzeit von 16 Wochen. Doka schlug stattdessen vor, die rund 18 m hohen Türme per Gleitschalungsverfahren zu erstellen. Am Ende waren die Silos bereits nach fünf Wochen fertig.

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"Wichtig ist immer, das Gesamtpaket eines Projekts zu betrachten", erläutert Bernd Reitmaier, Head of Sales Doka Slipform. "Ausschlaggebend bei den zwei Türmen waren zum einen ihre monolithische Bauweise, zum anderen aber natürlich auch die ökonomische Komponente. So war der 24-Stunden-Betrieb der Gleitschalung durch die kurze Bauzeit am Ende kostengünstiger als ein reiner Tagesbetrieb und per Klettern."

Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 09_2024.

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