Holzbau

Bauen im Bestand

Zwei Etagen Holz

Im April 2014 tönt ein Knall durch die Wiener Mariahilfer Straße. Eine Gasexplosion lässt die oberen zwei Stockwerke des Eckhauses einstürzen, das Dach ist komplett zerstört. Rauch und Staub quellen durch die umliegenden Straßenzüge. Das Gebäude ist nach der Explosion unbewohnbar. Wenige Wochen später verschaffen sich die Architekten Isabella Wall und Günther Trimmel einen Eindruck von den Überresten des Gründerzeithauses. Eine gleichmäßige, zwei Zentimeter dicke Staubschicht bedeckte die Räumlichkeiten. Überall schlug den Architekten deutlich entgegen, wie plötzlich die Bewohner aus dem Haus flüchteten. „In einer Wohnung stand das Reindl noch auf dem Herd“, berichtet Trimmel. „Es war schon eine sehr merkwürdige Situation“, gibt er weiter zu bedenken. Die Wucht der Detonation versucht Wall zu verdeutlichen: „Massive Wände aus Ziegel haben sich durch die Druckwelle einfach zehn Zentimeter verschoben.“

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Bauen im Bestand

Neues Leben eingehaucht

Im Jahr 1158 wurde die Stadt München erstmals urkundlich erwähnt. Gut Freiham im Westen der bayerischen Metropole ist noch ein paar Jahre älter: Schon 1136 taucht der Name Villa Frihaim in einem Schriftstück von Papst Innozenz II. auf. 1390 war daraus das Dorf Freiham geworden, mit 15 kleinen Bauernhäusern, einer Kirche und einem Pfarrhof. Im Mittelalter veränderte sich die Ansiedlung erneut. Schriftliche Aufzeichnungen aus dem Jahr 1564 bezeichnen Freiham nicht mehr als Dorf, sondern als wirtschaftliches Gut. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich dieses zu einem Mustergut entwickelt, das mit modernster Technik in den schönsten Gebäuden glänzen konnte.

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Maggie’s Centres

Wohltuende Umgebung

Maggie’s Centres sind Anlaufstellen für Krebspatienten, die von einer gemeinnützigen Initiative, dem Maggie Keswick Jencks Cancer Caring Trust, kurz Maggie’s, gebaut und betrieben werden. Maggie Keswick war wie ihr Mann, der Architekturkritiker Charles Jencks, von der positiven Wirkung von Architektur besonders auf kranke Menschen überzeugt. Das 26. Maggie’s Centre entstand in Leeds nach einem Entwurf des Architekturbüros Heatherwick Studio aus London. Für die freigeformte Holzkonstruktion holten sich die Architekten Unterstützung aus dem Free Form-Team der Blumer-Lehmann AG.

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Neubau

Stadt, Natur, Mensch

Direkt hinter dem Garten erstreckt sich der Park Alt- Riem. U- und S-Bahn-Stationen sind in Gehweite. Und wer Kinder hat, kann sie quasi gegenüber zur Schule schicken. Als die Architektur Werkstatt Vallentin GmbH auf ein 4000 m² großes städtisches Grundstück in München Alt-Riem aufmerksam wurde, um das sich Baugemeinschaften bewerben konnten, waren die Architekten sofort begeistert. Sie entwickelten ein Konzept, nahmen damit am Vergabeprozess teil und erhielten den Zuschlag für das Grundstück. Ihr Erfolgsgeheimnis: ein 96 m langer Holzbau in Passivhausbauweise, der den von der Stadt gewünschten Wohnungsmix über eine Terrassierung der Geschosse umsetzt und so das Thema Stadt und Grün verbindet.

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Einfamilienhaus

Alt und Neu

Auf einem Grundstück in Freudenstadt, auf dem vormals ein gut 100-jähriges Schwarzwälder Bauernhaus seinen Platz hatte, entstand ein neues Einfamilienhaus – das „Haus am Mühlenbach“. Die alte Sandsteinmauer des ehemaligen Bauernhaus-Wohnteils im Erdgeschoss wurde als Erinnerung in das neue Ensemble integriert.

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Mobile Tribüne

Auf die Plätze, fertig, los!

Wer auf der mobilen Tribüne der WWP Weirather-Wenzel & Partner GmbH sitzt, hat den Sieger garantiert im Blick. Bei Motorsport-Ralleys ebenso wie beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel, Österreich. Hier feierte der wandlungsfreudige Holzbau Premiere als Mastercard- Lounge – und ermöglichte es sportbegeisterten VIP-Gästen, Abfahrt und Super-G so nah zu erleben wie selten zuvor. Der errichtete Veranstaltungsbau bietet drinnen Raum für eine Sitzlounge sowie für einen großzügigen Bewirtungsbereich, in dem sich die Gäste zwischen den Rennen stärken können. Auf seinem Dach nimmt der Baukörper zusätzlich eine komplette Tribüne auf. Auf den dort vorgehaltenen Plätzen sitzen die Zuschauer ganz nah am Sportgeschehen und sind dabei auch noch sicher und geschützt.

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Sporthalle

Minimalistischer Holzbau

Der Bau einer Sporthalle in der Bodenseegemeinde Moos wurde schon in der 90er-Jahren diskutiert. Damals wurde auf einem neu entwickelten Sportgelände bereits Platz für eine Halle vorgesehen, allerdings fehlte das Geld dafür. Der frühere Bürgermeister Peter Kessler erinnert sich: „Als ich 1998 ins Amt gewählt wurde, habe ich den Wunsch der Bürgerschaft nach einer Sporthalle von meinem Vorgänger übernommen. Wegen der Finanzen wurde das Thema aber erst ab 2015 konkreter. Man einigte sich im Gemeinderat auf eine 1,5-fach- Sporthalle mit einem Spielfeld von 36 × 18 m. Ein Architektur-Wettbewerb erbrachte einen Siegerentwurf mit einer Kostenschätzung über 3,2 Mio. Euro.

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Neubau

Das Holzhausschiff

Auf der holländischen Nordseeinsel Vlieland unterliegt das Baurecht strengen Regularien. Genehmigt werden fast nur noch Ersatzbauten, so wie das Ferienhaus ’t Kulkje. Dessen Gründungsebene mit Untergeschoss aus Stahlbeton taucht komplett in die angrenzenden Sanddünen ein, sodass der obenauf platzierte Holzbau mit Erd- und Dachgeschoss sich nahtlos in das bestehende Siedlungsgefüge integriert.

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Neubau

Der Regenbogen von Cebu

Die philippinische Insel Cebu ist in Sachen Holzbau schon einiges gewohnt. Seit einigen Jahren heißt sie ihre Besucher auf dem Mactan Cebu Airport im weltweit ersten Großflughafen in Holzbauweise willkommen. Kein Wunder, dass es in dieser Stadt auch möglich ist, im Wohnungsbau ganz groß zu denken. Mit dem Entwurf von Vincent Callebaut setzt das Holz als Baustoff nun mitten in der Stadt ein architektonisches Statement, das weit über designorientierte Belange hinausgeht.

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Bauen im Bestand

Leises Leichtgewicht

Auf dem Hanggrundstück eines denkmalgeschützten Gebäudes in der Innenstadt von Geislingen liegend, steht der Neubau über bestehenden Garagen im unteren Grundstücksbereich. Die Garagen waren laut Stadtbauamt so massiv, dass eine Bebauung kein Problem darstellte – einer der Gründe, weshalb Bauherr Thomas Becker zusammen mit seinem Geschäftspartner Harald Glöggler Gebäude und Grundstück erwarb. Ihre Idee: auf dem verkehrsgünstig gelegenen Grundstück einen Viergeschosser in Holz errichten. Den Entwurf für den Mehrgeschosser gaben die Bauherren bei Architekt Raimund Stolz in Auftrag. Sein Entwurf sah bereits die heutige Gebäudestruktur mit vier Geschossen, Holzfassaden, zwei Wohnungen à 50 und 55 m² pro Geschoss und einer Erschließung über Laubengänge vor.

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Firmengebäude

Der kleine Bruder

Die Produkte des Tiroler Holzwerkstoffplatten-Herstellers Egger sind weltweit gefragt. Das Unternehmen mit seinen Dependancen in Europa und Übersee wuchs in den letzten Jahren beständig, was sich auch in den Neu- und Erweiterungsbauten an den verschiedenen Standorten niederschlug. Das Forum in Unterradlberg ist nun der fünfte Neubau in der Reihe der modular konzipierten Firmengebäude des Unternehmens, die Architekt Bruno Moser entworfen und entwickelt hat.

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Neubau

Große Geste für den Sport

Seit der Zeit nach den Olympischen Spielen von 1972 sind die Fakultät der Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM) und der Zentrale Hochschulsport (ZHS) Nutzer des Geländes des Campus im Olympiapark (CiO) sowie dessen Gebäude im nördlichen Bereich des Parks. Über die Jahrzehnte traten bei den Bestandsbauten nach und nach baukonstruktive und statische Mängel auf. Auch in Sachen Brandschutz gab es gravierende Schwachpunkte. Das machte einen Rück- und Neubau der Anlage unumgänglich. Der Slogan der Olympischen Spiele von damals „Licht, Frische und Großzügigkeit“ sollte auch für die Neubauten im denkmalgeschützten Olympiapark gelten.

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Neubau

Auferstanden aus der Asche

Schon seit 1867 gab es an derselben Stelle einen Holzturm von lediglich 22 Meter Höhe, der nach dem ersten Weltkrieg wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Wer heute im Frankfurter Stadtwald unterwegs ist, kann jetzt wieder vom 43 Meter hohen neuen Goetheturm beeindruckende Ausblicke auf die Stadt genießen. Der Neubau hatte am 30. Juli dieses Jahres Richtfest und steht auf dem Fundament des 1931 erbauten Vorgängers, der im Oktober 2017 durch Brandstiftung zerstört wurde. Auch die abgebrannte Konstruktion war aus Holz und glich dem aktuellen Bau bis auf Details. Die damalige Lösung des Witterungsschutzes machte das Bauwerk jedoch leicht brennbar: es wurde mit Teeröl imprägniert, was den Brand begünstigte. Eine Volksbefragung ergab nach längeren Diskussionen mit 70 Prozent der Stimmen eine Zustimmung für einen Neubau aus Holz.

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Bauen im Bestand

Kellerwerft in Überlingen

Sieben Überlinger, die dem klassischen Segel- und Bootssport nahestehen, gründeten 2015 den Förderverein Yachtsport Überlingen e. V. (FYÜ) und stellten dem Gemeinderat ihren Plan vor, die historische Kellerwerft als „Gläserne Werft“ am alten Standort wiederzubeleben und um einen Gastronomie- und Clubbereich zu erweitern. Denn erweitert werden im klassischen Sinne durfte das morsche Holzhaus, das 1912 erbaut und 1914 nach einem Brand wieder aufgebaut wurde, nicht. Es war vorgeschrieben, die frühere Kubatur auf dem originalen Grundriss zu belassen, lediglich kaum sichtbare Veränderungen der Maße waren gestattet. Die Bauherrschaft und ihre zahlreichen Förderer mussten sich laut Erbbaurechtsvertrag mit einer etwas größeren Höhe bescheiden.

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Einfamilienhaus

Vollholzhaus in St. Vigil

Bevor mit der Realisierung des Hauses gestartet wurde, stellte sich die Familie mit geschlossenen Augen vor, in einem Beton-Ziegel-Ambiente zu wohnen. Und gleich danach umkreisten ihre Bilder im Kopf ein Haus mit Holz-Ambiente – und schon war die Wahl getroffen. Nicol Alberti Mutschlechner, Betreiber des Aqua Hotel Bad Cortina, ließ sich neben seinem Hotel und einer Therme ein Vollholzhaus errichten. Mit Holzius war auch rasch ein Partner für das Haus gefunden, der die Möglichkeit bot, das eigene Mondholz – Fichte in feinfasriger Qualität und Zirbe – zu nutzen und dem Ganzen einen noch persönlicheren Charakter zu verleihen.

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Wohnanlage

Sonne, Design und BSP

Ca l’Amo steht auf einem 42 385 m² großen Grundstück am nördlichen Ende der San-Mateo-Ebene auf der Insel Ibiza. Das von Steinmauern durchzogene Gelände ist typisch für die Sonneninsel. Die weitgehende Aufgabe der landwirtschaftlichen Aktivitäten hat im Laufe der Zeit die nicht mehr benutzten Steinterrassen verfallen lassen. Sie sind heute mit Kieferbäumen und Wacholder bewachsen. Der spanische Architekt Marià Castelló zog bei der Gestaltung von Ca l’Amo die einzigartigen Bedingungen der Landschaft in seine Planungen mit ein. Die bewachsenen Terrassen zwingen zu einer linearen architektonischen Bauweise, wobei die bebaute Fläche entlang des umliegenden Landes erhalten bleibt, ohne in die angrenzenden bewaldeten Hänge einzugreifen.

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Lückenbebauung

Der alte Turm und das neue Haus

Ein denkmalgeschützter Turm, mitten in Köln-Mülheim. Erbaut 1895, ein Überrest eines einst kompletten Kirchengebäudes. Das Hauptschiff der alten Lutherkirche fiel den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer. Längst hatte sich die Welt um das Gelände herum weitergedreht, doch diese Wunde blieb mitten im sich verändernden Stadtumfeld über Jahrzehnte bestehen. Zwischen Lutherturm und Luthernotkirche klaffte eine große Lücke. Nun wurde sie mit einem sensiblen Bauvorhaben geschlossen.

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Fassade

Eine ovale Sache

Aquavilla, ein interkommunales Wasserversorgungsunternehmen, benötigte größere Räume und auch die wachsende EGT-Gebäudetechnik, Tochter der EGT-Unternehmensgruppe mit Sitz in Triberg, dachte an räumliche Erweiterung. Der neue Hauptstandort beider Unternehmen ist jetzt St. Georgen. „Unser Neubau an der B 33 ist sichtbares Zeichen für innovative Technologien und alternative Energieerzeugung“, sagt Erik Hugel, technischer Geschäftsführer der EGT Energie GmbH, und ergänzt: „Wir zeigen mit dem Neubau nicht nur, dass Holz für uns ein nachhaltiger Baustoff ist, sondern auch, dass Energieeffizienz und ästhetischer Anspruch in aktueller Architektur nicht in Widerspruch zueinander stehen.“

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Baumhaus

Baumhohe Holzbauträume

Der Schwarzwälder Zimmerer und Tischler Nico Pfisterer hat schon immer nach alternativen Wegen im Leben gesucht. Lange Wanderjahre in aller Welt haben ihn schlussendlich zu der Vision eines alternativen Siedlungskonzepts geführt, die er nun verwirklicht hat. Dabei ist es ihm gelungen, Kindheitsträume, handwerklichen Holzbau, die Tiny-House-Philosophie und ingenieurtechnische Präzision unter ein gemeinsames Dach zu bringen. Die ersten Entwurfsgedanken, noch mit Bleistift zu Papier gebracht, wanderten später in ein 3DCAD- Programm, aus dem peu à peu ein lösungsfähiger Entwurf erarbeitet wurde. Daraus resultierte die Idee eines Baumhauses aus vorgefertigten Holzrahmenbauelementen, das auf einer eigens entwickelten Konstruktion aus Brettschichtholzbindern (BSH) sitzt.

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Holz-Skelett- und BSP-Massivbauweise

Strukturierte Analysen in Holz

In unmittelbarer Nähe zu Koblenz liegt die Mittelstadt Neuwied. Deren Stadtteil Engers beheimatet seit Dekaden zahlreiche Einrichtungen des kirchlichen Sozialträgers Heinrich-Haus für Menschen mit Körper-, Lern- und Sinnesbehinderungen sowie Senioren. Das Mosaik an Wohnheimen, Sozialbüros, Beratungsstellen, Werk- und Ausbildungsstätten ist nahezu über ganz Engers verstreut. Die über die Jahre gewachsenen Einzelstandorte bedurften im Zuge sich verändernder und wachsender Bedürfnisse einer Erneuerung, bei der die Architekten vom Büro Waechter + Waechter ganz auf den Baustoff Holz mit weitreichender Vorfertigung gesetzt haben. Dabei wurden bis dato räumlich voneinander getrennte Fachbereiche in dem „Beruflichen Assessment- und Förderzentrums (AFZ)“ unter einem neuen Dach vereint.

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