Kran

Max Kandler,

Beutlhauser bringt Schwergewicht in Position

High-Top-Krane kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn große Ausladungen mit hohen Traglasten gefordert sind. Bauprojekte dieser Dimension sind für mittelständische Bauunternehmen jedoch eher die Ausnahme. Entsprechend spielt die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Technik eine zentrale Rolle. In solchen Fällen stellt die Miete häufig die sinnvollste Lösung dar. Die Bau Wagner GmbH & Co. KG aus Waldmünchen greift bei einem anspruchsvollen Bauvorhaben daher auf einen Liebherr 630 EC-H 50 aus dem Mietpark von Beutlhauser in Regensburg zurück. Der Obendreher verfügt über eine Hakenhöhe von 34 Metern und eine maximale Ausladung von 50 Metern und wird für einen anspruchsvollen Schwerlasthub eingesetzt.

Beutlhauser hat für Wagner Bau einen Liebherr-Obendreher 630 EC-H 50 mit einer Hakenhöhe von 34 Metern und einer Ausladung von 50 Metern für den Schwerlasthub montiert. Der Kran stammt aus dem Beutlhauser-Mietpark in Regensburg. © Beutlhauser

Auf dem Betriebsgelände der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld errichtet Bau Wagner eine neue Produktionshalle mit dreieinhalb Geschossen. Für die Tragstruktur des Gebäudes müssen rund 30 Fertigteile aus Stahlbeton montiert werden. „Jede Stütze wiegt etwa 30 Tonnen. Diese massiven Lasten sind der Grund, warum ein derart großer Kran benötigt wird“, erklärt Beutlhauser-Kundenberater Michael Schwarzfischer.

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Im Vorfeld der Arbeiten wurde geprüft, ob der Einsatz eines Autokrans infrage kommt. Letztlich entschied man sich jedoch bewusst für einen gemieteten High-Top-Kran. Ausschlaggebend war unter anderem die lange Bauzeit. „Wir haben keinen durchgehenden Arbeitseinsatz“, sagt Bauleiter Stefan Umlauf mit Blick auf die geplanten rund 14 Monate Bauzeit. Ein Autokran hätte in diesem Zeitraum mehrfach disponiert, zur Baustelle gebracht und wieder abgezogen werden müssen. „Mit dem Kran auf der Baustelle sind wir flexibel, wir können ihn jederzeit nutzen. So sparen wir uns viel Dispositionsarbeit.“

Die Montage des Liebherr 630 EC-H 50 erfolgte im Herbst 2025 mithilfe eines Autokrans mit 450 Tonnen Traglast. © Beutlhauser

Neben den technischen Anforderungen waren auch die örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Der laufende Betrieb der Molkerei sollte während der Bauphase möglichst wenig eingeschränkt werden. Täglich ist das Gelände durch zahlreiche Lkw frequentiert, die Rohmilch anliefern und fertige Produkte abtransportieren. Um Verkehrsflächen freizuhalten, wurde entschieden, den Kran während der gesamten Bauzeit innerhalb des entstehenden Gebäudes zu platzieren.

Die Montage des Liebherr 630 EC-H 50 erfolgte im Herbst 2025 mithilfe eines Autokrans mit 450 Tonnen Traglast. Aufgrund der Größe und Komplexität des Geräts war eine enge Abstimmung aller Beteiligten erforderlich. Da der Aufbau eines Krans dieser Leistungsklasse nicht zum Tagesgeschäft gehört, zog Beutlhauser zusätzlich erfahrene Monteure aus Dresden und Nürnberg hinzu. Ziel war es, einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten. „Die Montage hat super funktioniert und wir waren sogar vor der vereinbarten Zeit fertig“, berichtet Schwarzfischer.

Nach Abschluss der Montage wurde der Kran zunächst im Vier-Strang-Betrieb an den Kunden übergeben. Diese Konfiguration ermöglicht das sichere Heben der besonders schweren Stahlbetonstützen und ist damit optimal auf den erforderlichen Schwerlasthub abgestimmt. Nach dem Einbau der Fertigteile ist vorgesehen, den Kran auf Zwei-Strang-Betrieb umzurüsten. In dieser Betriebsart sind Traglasten bis 30 Tonnen ausreichend, gleichzeitig erhöht sich die Arbeitsgeschwindigkeit. Die Möglichkeit, flexibel zwischen beiden Varianten zu wechseln, zählt zu den besonderen Merkmalen des Liebherr 630 EC-H 50 und unterstützt den effizienten Baufortschritt auf der Baustelle in Schwarzenfeld.

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