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Artikel und Hintergründe zum Thema

Baukran Logistik

Kai Ingmar Link,

Fünffach-Hub mit Konzept von BKL

BKL Baukran Logistik hat für die Montage eines Portalkrans für den Containerumschlag in Frankfurt ein ausgeklügeltes Hebekonzept mit fünf Autokranen von 230 bis 450 t entwickelt.

BKL Frankfurt berücksichtige nicht nur die statischen Herausforderungen durch die Flussnähe, sondern erfüllte vor allem auch die Wünsche des Kunden hinsichtlich Zeit und Ablauf voll und ganz. © BKL

Im Rahmen der Weiterentwicklung ihres Containerterminals ließ die Contargo Industriepark Frankfurt-Höchst einen neuen Einträgerbrückenportalkran errichten. Dessen Hersteller, die österreichische Künz, beauftragte die Kranexperten von BKL für die Hebearbeiten der einzelnen Teile des Portalkrans mit seinem Gesamtgewicht von 360 t.

Die Kranfahrer von BKL arbeiteten in enger Abstimmung synchron zusammen und positionierten den 140 Tonnen schweren Hauptträger des Portalkrans sicher. © BKL

Insgesamt waren fünf Teleskopkrane verschiedener Klassen für das Schwerlastprojekt nötig: ein 230-Tonnen-Mobilkran des Typs LTM 1230-5.1, ein 250-Tonnen- Autokran GMK5250XL-1, ein 300-Tonner LTM 1300-6.2 sowie zwei 450-Tonnen Autokrane – je ein LTM 1450-8.1 und ein GMK6450-1.

Mit viel Fingerspitzengefühl und präziser Steuerung schwenkte der Autokranfahrer des LTM 1300-6.2 über den LTM 1450-8.1, der mit einem 28-Meter-Wippausleger den Hauptträger hielt, und platzierte die Stütze exakt an der vorgesehenen Stelle. © BKL

Da das Containerterminal eine tragende Rolle beim Warenumschlag für Schiff, Schienen- und Straßenverkehr einnimmt, bestand eine Herausforderung darin, den Einsatz so zu planen, dass der Logistikbetrieb während der Hebearbeiten weiterlaufen konnte. Das Team von BKL Frankfurt entwickelte die Kranlösung daher mittels CAD-Planung und setzte die Standplätze so, dass der Zugang für die anliefernden Lkw zu jeder Zeit gewährleistet und gleichzeitig der Schienenverkehr zum Terminal nicht unterbrochen wurde.

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Das Team von BKL Frankfurt positionierte die Mobilkrane so, dass weder die Bauteile des Portalkrans ein Hindernis für die Hebearbeiten darstellten, noch die Autokrane den laufenden Terminalbetrieb beeinträchtigten. © BKL

Auf der Flussseite des Terminals wiederum berücksichtigte das BKL-Team die Statik der Kaimauer, denn die Krafteinwirkung musste direkt durch die Mauer geleitet werden, um deren strukturelle Integrität und eine sichere Montage zu gewährleisten.

Nachdem die BKL Kranspezialisten den LTM 1300-6.2 und den GMK5250XL-1 für die Hebearbeiten der landseitigen Stützen umgesetzt hatten, konnte das Projekt innerhalb des Logistikplanes zu höchster Kundenzufriedenheit abgeschlossen werden. © BKL

Entsprechend stellten sie die Mobilkrane so, dass die Lastverteilerplatten auf wenigen, gezielt ausgewählten Punkten oberhalb der Gleise auflagen. Nicht nur die Krangestellung war komplex. Auch bei der Anfahrt und beim Aufbau der fünf Autokrane machten enge Platzverhältnisse eine nahezu minutiöse Taktung erforderlich.

Für dieses ehrgeizige Projekt setzte BKL Frankfurt leistungsfähige Krane aus ihrer über 130 Autokrane umfassenden Flotte ein. Im ersten Schritt hoben drei Krane den 140 t schweren Hauptträger an seinen drei Anschlagpunkten auf 40 m Höhe an: auf der einen Seite ein LTM 1450-8.1 mit Wippspitze, auf der anderen Seite ein GMK6450-1 und ein LTM 1230-5.1.

Die Kranexperten simulierten CAD-gestützt die Gegebenheiten vor Ort und planten so das komplette Hebekonzept inklusive der Gestellung der Krane und den benötigten Platz für die Teile des Portalkrans (rot). © BKL

Gleichzeitig stellten ein LTM 1300-6.2 und ein GMK5250XL-1 die 17 t schweren Stützen, die den Portalkran wasserseitig tragen, an ihre vorgesehene Position. Ein Clou des Krankonzepts: Der LTM 1300-6.2 stand bei diesem Hub unmittelbar hinter dem LTM 1450-8.1 und konnte die Stütze an ihre finale Position heben, indem er an dem 450-t-Autokran vorbeigriff.

Um die beiden Stützen auf der Landseite zu positionieren, versetzte das BKL-Team anschließend den 250- und den 300-Tonner innerhalb des Baufeldes. Dank der ausgeklügelten Planung im Vorfeld gelang dieser Kraneinsatz reibungslos und Künz konnte den Portalkran innerhalb des durch den Terminalbetrieb vorgegebenen Zeitplans installieren.

Dieser Artikel erschien zuerst in der September-Ausgabe des Baugewerbe Magazins.

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