Ersteinsatz
Raupenkran positioniert neue Berliner Fußgängerbrücke
Der neue 800-Tonnen-Raupenkran hob eine neue Fuß- und Radwegbrücke über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal zur Verbindung der ehemals geteilten Stadtteile Moabit und Mitte. Der Golda-Meir-Steg, wie die 78 Meter lange Brücke heißt, ist nach der ehemaligen israelischen Ministerpräsidentin benannt.
Gebaut wurde die Stahlbrücke in Deggendorf und musste mit einem Binnenschiff 1.600 Kilometer Wasserstraße befahren, um den Weg von Bayern nach Berlin zu bewältigen. Pünktlich am 22. Oktober konnte der Raupenkran LR 1800-1.0 den neuen Steg aus dem Schiff heben. Dann wurde er mit Seil- und Menschenkraft in die vorbestimmte Lage gedreht und vom Kran feinfühlig abgesetzt.
Eine Herausforderung für das MaxiKraft-Team war, dass auf der Baustelle nur wenig Platz für den Kran und seine Ausrüstung zur Verfügung stand. Daher mussten die einzelnen Komponenten genau in der Reihenfolge angeliefert werden, wie sie für das Rüsten des Kranes benötigt wurden. Eine weitere Erschwernis war, dass der Raupenkran zehn Meter vom ursprünglich geplanten Standort zurückgesetzt werden musste, um die Pfahlgründungen der Uferbefestigung und des Widerlagers der Brücke nicht zu beschädigen oder zu verschieben. Das bedeutete eine zehn Meter größere Ausladung bei der Montage der 195 Tonnen schweren Brücke: 48 Meter anstelle der ursprünglich kalkulierten 38 Meter. Gerüstet mit 66 Meter langem Hauptausleger, Derricksystem und Schwebeballast mit Klapprahmen V-Frame, 70 Tonnen Zentralballast, 170 Tonnen Drehbühnenballast und 380 Tonnen Derrickballast meisterte der LR 1800-1.0 auch diese Herausforderung.









