Krane + Hebebühnen

Susanne Frank,

Schalarbeiten in 3260m Höhe

Zum 150-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung des Matterhorn entsteht bis 2015 die neue Hörnlihütte. Die Betonarbeiten führte die Sulag Hoch- & Tiefbau AG aus Zermatt mit MEVA Schalung durch.

Das Matterhorn ist das Wahrzeichen der Schweiz, seine Ostflanke zum Gipfel eine Herausforderung für Bergsteiger aus aller Welt. Am 14. Juli 1865 wurde der Gipfel erstmals erklommen, jetzt laufen in Zermatt die Vorbereitungen zum 150-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung auf Hochtouren. Verbunden ist damit ein ambitioniertes Projekt: der Neubau der 1880 errichteten Hörnlihütte und die Sanierung des 1911 gebauten Berghauses Matterhorn (Belvédère) nach modernsten energetischen und Umweltstandards zum Jubiläumsjahr 2015. Die Arbeiten für den Rohbau fanden auf extrem schwierigem Gelände bei laufendem Hüttenbetrieb statt, der Zeitplan ist eng, die Logistik eine nicht alltägliche Herausforderung. Die Betonarbeiten für die neue Hörnlihütte führte die Sulag Hoch- & Tiefbau AG aus Zermatt mit MEVA Schalung durch.

Wetterbedingt sind Außenarbeiten nur von Juli bis Mitte/Ende möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass die Versorgung und Entsorgung nur aus der Luft erfolgen kann. Aus dem Tal erreicht man die Hütten nur über einen steilen Bergpfad. Die Bauarbeiter werden per Hubschrauber ein- und ausgeflogen, ebenso alles Baumaterial inklusive Schalung. Dies und die extrem beengten Platzverhältnisse – direkt an den Gebäuden fallen die Bergwände steil ab – erforderten eine sorgfältige Planung der Arbeitsschritte und Sicherheitsvorkehrungen, ebenso die Wahl der passenden Schalung. Sie musste leistungsfähig und flexibel einsetzbar sein, gleichzeitig leicht und von Hand stellbar, denn ein Kran oder sonstige Hebewerkzeuge schieden aus logistischen Gründen aus. Die Wahl fiel auf die AluStar. Die 95 m² Schalung inklusive Zubehör waren mit nur sieben Flügen an Ort und Stelle. Das größte Element mit den Abmessungen 270 x 90 cm wiegt nur 65 kg und ist somit leicht von zwei Arbeitern von Hand zu stellen und zu transportieren. Trotz des geringen Gewichts ist die AluStar stabil; sie bietet eine Frischbetondruckaufnahme von 60 kN/m².

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Zu betonieren waren das Fundament, die Bodenplatte, die Wände für das Untergeschoss und beim Erdgeschoss die Rückwand gegen den Felsen. Als Randabschalung und für die Wände kam die AluStar je nach Bedarf horizontal, vertikal oder aufgestockt zum Einsatz. Ihre Elemente lassen sich beliebig kombinieren. Beim Betonieren flogen zwei Hubschrauber im Pendelverkehr den Beton Kübel für Kübel ein, jeweils ein Viertelkubikmeter. Ein Hin- und Rückflug zum Betonfassen tiefer am Berg dauerte fünf Minuten. Die Wände für das Untergeschoss wurden in fünf Takten betoniert. Pro Takt wurden ca. fünf Stunden und etwa 17 m³ Beton benötigt.

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