Egger Holzwerkstoffe
Weniger Baugenehmigungen, weniger Erlöse
Mit einem Umsatz von 4,13 Mrd. Euro schließt die Egger Gruppe mit Stammsitz in St. Johann in Tirol (Österreich) ihr Geschäftsjahr 2023/24.
Mit Blick auf die vorangegangen Rekordjahre konnten die Erlöse im Bereich Building Products (Produkte für den konstruktiven Holzbau und Fußboden) nicht überzeugen: Der unkonsolidierte Umsatz fiel in diesem Produktbereich um 22,0 % auf 704,9 Mio. Euro. „Die Menschen in den allermeisten unserer Märkte leiden unter der hohen Inflation, den höheren Lebenshaltungskosten und auch den erschwerten Bauvoraussetzungen. Dies alles führte zu einer schwachen Konsumneigung und einem deutlichen Rückgang der Baugenehmigungen – und damit letztlich zu schwacher Nachfrage nach unseren Produkten“, sagte Michael Egger jun., Gruppenleitung Vertrieb/Marketing auf der Egger-Bilanzpressekonferenz am 1. August 2024 in St. Johann/Tirol.
„Dennoch sind wir auch für diese Flaute-Phase sehr gut aufgestellt.“ Das liege auch an den Investitionen, die gemacht wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 haben die Österreicher insgesamt Investitionen (inklusive Akquisitionen) in der Höhe von 568,6 Mio. Euro (Vorjahr: 540,6 Mio. Euro) getätigt. Dabei achtet das Familienunternehmen (rd. 11 700 Mitarbeitende) darauf, dass jede Investition auch auf die selbst gesteckten Klimaziele der Firma einzahlt. So erhielt auch das Netzwerk der internationalen Recycling-Sammelstandorte, die Egger unter dem Namen Timberpak betreibt, weitere Niederlassungen. Die Recycling-Sammelstandorte in Polen, Italien, Deutschland, Großbritannien und den USA stellen die wertvolle Ressource Recyclingholz bereit, die in dann in den Werken für die Produktion neuer Holzwerkstoffe eingesetzt wird. Schon jetzt stammen nach Firmenauskunft 65 % des von Egger in seinen Holzwerkstoffen eingesetzten Holzes aus Recycling oder Nebenprodukten der Sägeindustrie.









