Produktportfolio
Wie die coalsi GmbH ihr Produktportfolio gezielt ausbaut
Während sich große Teile der Umwelt- und Entsorgungsbranche auf die IFAT 2026 vorbereiten, setzt die coalsi GmbH bewusst ein anderes Zeichen. Das Unternehmen verzichtet auf einen Messeauftritt und investiert stattdessen gezielt in den Ausbau seines Produktprogramms. Innerhalb eines Jahres wurde das Portfolio um rund ein Drittel erweitert – mit klarem Fokus auf die zentralen Problemfelder kommunaler und industrieller Infrastrukturen: Geruchsemissionen, MIC-induzierte Korrosion und Fremdwasser im Kanalnetz.
Für Bauunternehmer, Projektleiter und kommunale Entscheider ist diese strategische Entscheidung mehr als eine Randnotiz. Sie verweist auf eine Verschiebung der Prioritäten: weg von temporärer Sichtbarkeit, hin zu dauerhaft wirksamen technischen Lösungen.
Technische Herausforderungen im Kanal- und Anlagenbau
In der Praxis zeigen sich die Herausforderungen seit Jahren in ähnlicher Form. Geruchsemissionen aus Kanälen, Schächten oder Prozessluftsystemen führen zu Anwohnerbeschwerden, Imageschäden und zusätzlichem Handlungsdruck auf Betreiber. Parallel dazu verursacht mikrobiell induzierte Korrosion (MIC) erhebliche Substanzverluste an Beton- und Metallbauteilen – mit direkten Auswirkungen auf Lebensdauer, Instandhaltungskosten und Investitionszyklen.
Ein weiterer Dauerbrenner ist der Fremdwassereintrag in Entwässerungssysteme. Insbesondere bei Starkregenereignissen oder schadhaften Kanalabschnitten steigt der hydraulische Druck auf Kläranlagen erheblich. Die Folge sind ineffiziente Betriebszustände, erhöhte Energiekosten und im Extremfall Überlastungen.
Die coalsi GmbH, 2025 aus der Fritzmeier Umwelttechnik hervorgegangen und mit Sitz in Großhelfendorf bei München, positioniert sich genau an dieser Schnittstelle zwischen Baupraxis und betrieblicher Optimierung. Der Anspruch: technische Lösungen, die sich mit vertretbarem Aufwand in bestehende Strukturen integrieren lassen.
Erweiterte Produktpalette für Geruchsemissionen und Fremdwasser
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung wurde das Portfolio 2026 deutlich erweitert. Neben klassischen Luftfiltereinsätzen für Straßenkanäle umfasst das Angebot nun auch Filtersysteme für Rohrleitungen sowie neu entwickelte Flachfiltersysteme zur Wandmontage. Ergänzt wird dies durch aktive und passiv arbeitende Großfilteranlagen.
Ein besonderer Fokus liegt auf tagwasserdichten Schachtabdeckungen mit integrierter Filtertechnik. Diese modular konzipierten Systeme zielen darauf ab, in die Jahre gekommene Gitterroste funktional zu ersetzen. Neben der Reduktion von Geruchsemissionen steht hier insbesondere die Minimierung von Fremdwasser im Vordergrund. Durch konstruktive Abdichtung und integrierte Filterlösungen wird der unkontrollierte Wassereintrag in das Kanalnetz reduziert.
Für Starkregenereignisse bietet das Unternehmen mit „Aquastop“ eine weitere technische Antwort auf temporäre hydraulische Spitzenbelastungen. Damit adressiert die coalsi GmbH ein Thema, das im Zuge zunehmender Extremwetterereignisse auch für Bauunternehmen und Planer an Relevanz gewinnt.
Praxisorientierter Ansatz statt Produktshow
Für Entscheider im Bauwesen ist weniger die Produktvielfalt als deren Umsetzbarkeit im Bestand entscheidend. Kurze Rüstzeiten, wirtschaftliche Nachrüstbarkeit und langfristige Betriebssicherheit stehen im Fokus. Die Erweiterung des Portfolios ist daher nicht isoliert zu betrachten, sondern im Kontext eines anwendungsorientierten Ansatzes.
Parallel zur IFAT 2026 lädt das Unternehmen Fachbesucher an den Standort in Großhelfendorf ein. In unmittelbarer Nähe zum Messegeschehen sollen dort vertiefte Fachgespräche in konzentrierter Atmosphäre möglich sein. Dieser Schritt unterstreicht den Anspruch, Beratung und Projektabstimmung nicht als Nebenprodukt einer Messepräsenz, sondern als eigenständige Leistung zu verstehen.
Einordnung für Bauunternehmen und Entscheider
Für Bauunternehmen, die im Kanal- und Anlagenbau tätig sind, ergeben sich daraus konkrete Ansatzpunkte. Bei Sanierungsprojekten können tagwasserdichte Abdeckungen und integrierte Filtersysteme helfen, bestehende Netze funktional aufzuwerten, ohne umfassende Tiefbaumaßnahmen auszulösen. Im Neubau bieten modulare Systeme die Möglichkeit, Geruchsemissionen und Fremdwasser bereits in der Planungsphase strukturiert zu berücksichtigen.
Auch für Betreiber von Kläranlagen und industrielle Abwasserverursacher sind integrierte Lösungen gegen Geruchsemissionen und MIC-Korrosion ein Baustein zur langfristigen Substanzerhaltung. Die Investition in vorbeugende Maßnahmen wirkt sich dabei unmittelbar auf Instandhaltungszyklen und Budgetplanung aus.
Mit dem erweiterten Programm positioniert sich die coalsi GmbH somit als technischer Lösungsanbieter für kommunale Netze und gewerbliche Anlagen – und setzt zur IFAT 2026 ein Signal, das über eine reine Messebeteiligung hinausgeht. Für die Branche lohnt sich ein genauer Blick, insbesondere dort, wo Geruchsemissionen und Fremdwasser nicht nur ein Betriebsproblem, sondern ein strategischer Kostenfaktor sind.












