Wiederaufbau

Katja Preydel,

Mauerwerk für Tankstelle an der Ahr

Die ED-Tankstelle in Dernau zählte zu den vielen zerstörten Gebäuden, die das Hochwasser an der Ahr hinterlassen hat. Mehr als ein Jahr nach der Katastrophe wird sie nun mit Jasto Plan Therm Steinen neu errichtet. Ausschlaggebend für die Wahl dieser Steine waren nicht nur die bauphysikalischen Eigenschaften, sondern auch die positiven Erfahrungen mit Leichtbeton-Mauerwerk in den von Überflutungen betroffenen Gebieten.

Die ED-Tankstelle in Dernau bekommt einen neuen Tankstellen-Shop samt Einliegerwohnung im Obergeschoss © MiKa Bau

Noch immer wird im Ahrtal daran gearbeitet, die katastrophalen Folgen der Flut im Juli 2021 zu beseitigen und die Infrastruktur wieder aufzubauen. Im Weindorf Dernau, das ungefähr auf halber Strecke zwischen Bad Neuenahr und Altenahr liegt, wurde das Tankstellen-Gebäude der ED-Tankstelle mit Jasto Plan Therm Steinen von den Jasto Baustoffwerke wiederaufgebaut. Der Tankstellenbetrieb konnte zwar schon im Herbst 2021 wieder aufgenommen werden, aber bisher wurde das Geschäft aus einem Container heraus geführt. Die nahe der Tankstelle vorbeifließende Ahr hatte das Servicegebäude samt Einliegerwohnung der Betreiber und die Auto-Waschanlage zerstört. Die zweite Tankstelle im Ort wird nach der Flut geschlossen bleiben.

Für die Außenwände wurden Jasto Plan Therm Steine aus Leichtbeton verwendet © MiKa Bau

Den Neubau der Gebäude übernahm die MiKa Bau aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Planung umfasste auch bauliche Anpassungen, um gegen erneute Hochwasser besser gewappnet zu sein. Auf Trockenbauwände und einen Gips-Putz haben die Planer komplett verzichtet. Zudem wanderte die Wohnung nun vom Erd- in das Obergeschoss. Während die Auto-Waschhalle aus Stahlbetonwänden neu errichtet wurde, kamen für den Tankstellen-Shop samt Einliegerwohnung die Leichtbetonsteine von Jasto zum Einsatz. Die Wahl dieser Steine für das hochwassergefährdete Gebiet erfolgte nicht grundlos.

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Ergebnisse aus Untersuchungen der vom Hochwasser betroffenen Gebäude sprachen für einen Neubau mit den Jasto Plan Therm Steinen. © JASTO Baustoffwerke

Bestehende Gebäude mit einem Mauerwerk aus Leichtbetonsteinen von Jasto wurden einige Wochen nach der Flut auf Folgeschäden des Hochwassers kontrolliert. Die Materialprüfungs- und Versuchsanstalt MPVA in Neuwied hat dazu umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Die in den Steinen gemessene Feuchtigkeit war einige Wochen nach Rückzug der Fluten auf dem Niveau eines normalen Neubaus. Bei Steinen mit einer integrierten Dämmung aus Mineralwolle zeigte sich darüber hinaus, dass die Dämmung zum Untersuchungszeitpunkt ihre ursprüngliche Form und die technischen Eigenschaften bewahrt hatte. Zudem ließen sich bei den überprüften Gebäuden, die alle einen regulär ausgeführten Außen- und Innenputz besaßen, keine Kontaminierungen im Mauerwerk feststellen. Das Leichtbeton-Mauerwerk samt Putz schützte die Bausubstanz und die Häuser konnten nach einer entsprechenden Trocknungsphase weiter genutzt werden.

Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen bestärkten die MiKa Bau GmbH darin, für den Neubau des Shop- und Wohngebäudes Jasto Plan Therm Steine zu wählen. Die Steine bringen gleichzeitig sehr gute bauphysikalische Eigenschaften mit. Die Außenwände wurden hauptsächlich mit hochwärmedämmenden Steinen mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,09 W/mK errichtet. Diese Steine mit einer Wanddicke von 36,5 cm kommen in der hier verwendeten Steinfestigkeitsklasse 4 (N/mm²) auf einen U-Wert von 0,23 W/m²K. Für die tragenden Innenwände setzte man auf die Jasto Plan Hohlblöcke in 24 cm Wanddicke sowie für die nicht tragenden Innenwände auf 11,5 cm dicke Bauplatten mit Nut- und Federsystem. Auch diese beiden Steinvarianten bestehen aus Leichtbeton.

Jasto Plan Therm Steine sind in unterschiedlichen Wanddicken und Wärmleitfähigkeiten erhältlich. Die Therm Steine mit den besten Wärmedämm-Eigenschaften erreichen Wärmeleitzahlen von 0,07 W/mk und U-Werte von 0,18 W/m²K bei einer Wanddicke von 36,5 cm.

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