Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks (LIV)
Bezirksversammlungen: KI und Nachhaltigkeit
Von Mitte Januar bis Anfang Februar war der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks wieder auf Tour: In allen sieben Regierungsbezirken kamen Zimmereibetriebe, Repräsentanten des Verbandes und lokale Politiker zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Chancen im Holzbau auszutauschen.
Die Bezirksversammlungen dienen dem jährlichen Austausch zwischen dem Verband und den Betrieben. Neben organisatorischen Themen standen aktuelle fachliche und rechtliche Entwicklungen im Holzbau im Mittelpunkt. Auch Gäste aus der lokalen Politik waren vor Ort und richteten das Wort an die Teilnehmenden.
Nachhaltigkeits-Pilot
Hauptgeschäftsführer Kai Gajewski gab einen Überblick über politische und rechtliche Themen, die für die Betriebe relevant sind. Dazu zählten der "Bauturbo" und seine möglichen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, steigende Lohnkosten, sowie anstehende Neuregelungen ab 2026, beispielsweise zur Bewertung von Fahrzeiten als Arbeitszeit.
Darüber hinaus stellte er den neuen Nachhaltigkeits-Piloten des Verbands vor. Mit diesem können Innungsbetriebe ihre CO₂-Emissionen berechnen und Nachhaltigkeitsberichte erstellen. Anschließend präsentierte LIV-Referent Valentin Klingler aktuelle Forschungsergebnisse im Holzbau, Fördermöglichkeiten sowie Anforderungen im Rahmen der PEFC-Zertifizierung.
Ein Programmpunkt war der Bereich Arbeitssicherheit. Referenten der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) stellten den Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienst (ASD) vor, der Betriebe bei der Organisation von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften unterstützt.
Zudem wurden Informationen zu Arbeitsschutzprämien vermittelt. Passend dazu stellte Andreas Kraft, LIV-Referent für Technik und Umwelt im Zimmererhandwerk, die neue digitale Lernplattform des Verbands vor. Mit dieser können Mitarbeiterunterweisungen individuell durchgeführt und betriebsbezogen archiviert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Künstliche Intelligenz. In einem Fachvortrag der Handwerkskammern und der Mittelstand-Digital-Zentren wurde aufgezeigt, wo KI bereits heute in Handwerksbetrieben eingesetzt werden kann, z.B. bei der Baustellendokumentation, der Erstellung von Materiallisten oder der Bearbeitung von E-Mails.
Regionale Anliegen und Ehrungen
Wie in den Vorjahren war ein Teil jeder Versammlung den spezifischen Themen der jeweiligen Regierungsbezirke gewidmet. Ein besonderer Höhepunkt war die Auszeichnung des ehrenamtlichen Engagements.
Für ihre besonderen Verdienste um das Zimmererhandwerk erhielten Michael Andrä (Obermeister der Zimmerer-Innung Oberland), Christian Stemmer (Obermeister der Zimmerer-Innung Neuburg/Schrobenhausen) und Hermann Lauchs (Obermeister der Zimmerer-Innung Ansbach-Westmittelfranken) die Silberne Ehrennadel des Bayerischen Zimmererhandwerks.









