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Artikel und Hintergründe zum Thema

Künstliche Intelligenz

Max Kandler,

Graphisoft setzt auf integrierte Strategien zur digitalBAU 2026

Die Anforderungen an die Bauplanung steigen kontinuierlich. Termin- und Kostendruck, komplexe Genehmigungsprozesse sowie interdisziplinäre Abstimmungen prägen den Alltag von Bauunternehmern, Geschäftsführern und Projektleitern. Vor diesem Hintergrund stellt Graphisoft auf der digitalBAU 2026 in Köln seine strategische Neuausrichtung vor. Am Gemeinschaftsstand der Nemetschek Group in Halle 8, Stand 402, rückt das Unternehmen nicht mehr einzelne Softwareprodukte in den Mittelpunkt, sondern ein integriertes Portfolio für die gesamtheitliche Bauplanung.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts auf der digitalBAU 2026 steht die Zusammenarbeit in fachübergreifenden Projektteams. Graphisoft hat sich zum Ziel gesetzt, die Grenzen zwischen den Disziplinen noch stärker als bisher aufzubrechen. © Messe München GmbH

Damit reagiert Graphisoft auf eine zentrale Herausforderung der Branche: die durchgängige Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. Architektur, Tragwerksplanung und Technische Gebäudeausrüstung werden nicht länger als getrennte Disziplinen betrachtet, sondern als Teil eines datenbasierten Gesamtprozesses. Für Entscheider im Bauwesen bedeutet das vor allem eines: mehr Transparenz, weniger Medienbrüche und belastbare Entscheidungsgrundlagen über alle Projektphasen hinweg.

Design Intelligence Strategy: KI-Innovationen als produktiver Hebel

Kern der neuen Ausrichtung ist die sogenannte Design Intelligence Strategy. Dahinter steht der Anspruch, Planungsprozesse durch KI-Innovationen systematisch zu unterstützen. Ziel ist es, wiederkehrende Arbeitsschritte zu automatisieren und gleichzeitig die Qualität von Entwürfen und Ausführungsplanungen zu erhöhen.

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Im Fokus steht dabei „Projekt Aurora“, eine cloudnative Entwurfsplattform, die sich derzeit in Entwicklung befindet. Der Ansatz ist datenzentriert: Bereits in frühen Projektphasen sollen relevante Standort-, Gebäude- und Umgebungsinformationen eingebunden werden. Machbarkeits- und Nachhaltigkeitsanalysen lassen sich so frühzeitig in die Bauplanung integrieren. Für Projektleiter und Geschäftsführer entsteht damit ein strategischer Vorteil, da Entscheidungen nicht isoliert, sondern auf Basis konsistenter Projektdaten getroffen werden können.

Die Integration in bestehende BIM-Prozesse ist dabei zentral. Statt zusätzlicher Insellösungen setzt Graphisoft auf nahtlose Anbindung an etablierte Workflows. Gerade in größeren Bauvorhaben mit mehreren Fachplanern kann dies zu einer deutlichen Reduzierung von Abstimmungsaufwand und Planungsrisiken führen.

KI im Projektalltag: Der Graphisoft AI Assistant

Nicht allein Archicad und DDScad sollen im Fokus der Präsentation stehen, sondern ein ganzheitliches und interdisziplinäres Portfolio von Produkten und Dienstleistungen für das Planen und Bauen. © Tim Westphal/Graphisoft

Ein weiterer Baustein der KI-Innovationen ist der Graphisoft AI Assistant, der sich aktuell in der Betaversion befindet. Er ist direkt in Archicad 29, DDScad 21 und den MEP Designer integriert und versteht sich als digitaler Sparringspartner im Planungsalltag.

Für die Praxis bedeutet das ein In-App-Erlebnis ohne Systemwechsel. Anwender erhalten direkten Zugriff auf Support-Inhalte und Community-Wissen. Gerade in zeitkritischen Projektphasen kann dies die Reaktionsgeschwindigkeit im Büroalltag erhöhen. Gleichzeitig verweist Graphisoft auf die hohen Datenschutzstandards innerhalb der Nemetschek Group: Projekt- und Kundendaten werden nicht für das Training der KI verwendet. Für Bauunternehmen mit sensiblen Projektdaten ist dieser Aspekt von zentraler Bedeutung.

Multidisziplinäres Portfolio als Antwort auf komplexe Bauprojekte

Die strategische Neuausrichtung spiegelt sich auch im Produktportfolio wider. Archicad bleibt das Herzstück für die architektonische Bauplanung und ist in Version 29 noch enger mit anderen Fachdisziplinen vernetzt. Der MEP Designer adressiert gezielt die Anforderungen der TGA-Planung und basiert auf derselben technologischen Grundlage wie Archicad, was eine integrale Planung unterstützt.

Mit DDScad 21 stärkt Graphisoft zudem seine Kompetenz in der elektrotechnischen und gebäudetechnischen Fachplanung. Für Bauunternehmen, die verstärkt auf integrierte Planungsmodelle setzen, eröffnet dies die Möglichkeit, mehrere Gewerke konsistent innerhalb einer gemeinsamen Datenumgebung abzubilden.

Der gemeinsame Messeauftritt mit der Nemetschek Group unterstreicht dabei den Anspruch eines durchgängigen Datenflusses entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau. Es geht nicht mehr nur um Software-Schnittstellen, sondern um strategisch verzahnte Lösungen für Planung, Ausführung und Betrieb.

Relevanz für Entscheider im Bauwesen

Für Bauunternehmer und Geschäftsführer stellt sich nicht mehr die Frage, ob digitale Werkzeuge eingesetzt werden, sondern wie konsequent sie in die Unternehmensstrategie eingebunden sind. KI-Innovationen entfalten ihren Mehrwert nur dann, wenn sie Teil einer übergeordneten, interdisziplinären Bauplanung sind.

Die Präsentation von Graphisoft auf der digitalBAU 2026 zeigt, dass sich die Branche in Richtung datengetriebener, cloudbasierter und KI-gestützter Prozesse bewegt. Für Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen, wird die Fähigkeit zur integralen Zusammenarbeit zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

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