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JCB stellt den Hydradig vor
Mitte März lud JCB die internationale Fachpresse zu ihrem Hauptsitz nach England. Dort gab es vorab eine bauma-Weltpremiere zu bestaunen: den Hydradig.
Laut den JCB-Verantwortlichen ist „Hydradig ist eine bahnbrechende Maschine, die mit Bagger-, Hub-, Lade- und Werkzeugträger Funktionalität für Baustellen im städtischen Bereich, Straßeninstandhaltung und kommunale Aufgaben ausgestattet ist.“
Die neue Maschine wurde bewusst nach folgenden fünf wichtigen Kunden-Kriterien konzipiert: -
Der Hydradig verfügt über einen robusten Allradantrieb, Allradlenkung auf der Basis des Loadall Teleskoplader-Konzepts des britischen Herstellers. Diese bietet drei Lenkarten und sichert so gute Wendigkeit und Stabilität bei Straßenfahrten. Den Antrieb sichern die Ecomax-Dieselmotoren der Abgasstufe IIIB/Tier 4 Interim, mit 81 kW (108 PS) und Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich. Der Motor erzielt auch ohne Diesel-Dieselpartikelfilter (DPF) Tier 4 Interim-Emissionswerte. Damit spart der Kunde Kosten und vermeidet unnötige Komplexität.
Der Seitenmotor gewährleistet einen Schwerpunkt, der bis zu 1,5 m tiefer liegt als bei vergleichbaren Konkurrenzmodellen im 10-Tonnen-Bereich. Den hydrostatischen Antrieb an beiden Achsen sichert eine Kombination aus verstellbarer Axialkolbenpumpe und verstellbarem Axialkolbenmotor mit einem zentralen Verteilergetriebe. Die Anordnung des Antriebsstrangs bietet einen stufenlosen Drehzahlbereich bei Geschwindigkeiten von 0-40 km/h, ohne Gangabstufung und Schubkraftabfall bei der Beschleunigung oder Abbremsen.
Eine Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 zwischen den Achsen und ein längerer Radstand als bei vergleichbaren 10-Tonnen-Maschinen führt zu mehr Stabilität und Selbstsicherheit für den Fahrer. Ein Radstand von 2.650 mm gewährleistet hervorragende Fahreigenschaften und sichere Handhabung. Ohne Rückwärts- oder Vorwärtsnicken während der Fahrt bedeutet, dass der Hydradig schneller von Baustelle zu Baustelle unterwegs ist. Das steigert die Produktivität. Die gegen Aufpreis wählbare JCB Ausleger-Schwingungsdämpfung SRS verbessert den Fahrkomfort weiter.
Die Maschine verfügt über drei Lenkarten. Vorderradlenkung für die Sicherheit auf der Straße, Allradlenkung und Hundegang-Lenkung sorgen für maximale Manövrierbarkeit auf der Baustelle. Die Vorderachse mit einem Pendelwinkel von +/-8-Grad- liefert optimale Traktion und Stabilität in unwegsamem Gelände. Über einen Knopf auf der Konsole lässt sich die Rückfahrlenkung zuschalten, so dass dem Fahrer alle drei Lenkarten zur Verfügung stehen, gleich in welche Richtungen die Kabine gedreht ist. Der Hydradig hat einen engen Wendekreis von nur 3.946 mm bei Einzelbereifung. Dieser wächst auf 4.511 mm, wenn vorne das Planierschild montiert ist.
Die Maschine kann mit Einzelbereifung, extrabreiten bodenschonenden Reifen oder Zwillingsreifen je Achse bestellt werden. Kunden können mit jeglicher Kombination von Planierschilden und Abstützungen an beiden Enden die Maschine in Modulbauweise für den jeweiligen Betrieb ausstatten. Sowohl Parallel- als auch Radialhub-Planierschilde stehen zur Verfügung. Für den Hydradig gibt es auch eine Auswahl von Anhängerkupplungen, die entweder mit dem Chassis oder durch das Planierschild verbunden werden können. Die Kupplungen mit bis zu 3,5 Tonnen Zuglast sind komplett mit 12-Volt-Elektrik ausgestattet.
JCB bietet als Sonderausstattung einen speziellen Hydradig-Anhänger an, mit dem die Maschine eine Reihe von Anbaugeräten auf die Baustelle befördern kann. Der reduzierte Überstand ermöglicht das Drehen und den Austausch von Anbaugeräten auf der Breite einer zweispurigen Straße.
Da Motor und Antriebsstrang, Hydraulik und Dieseltank im Unterwagen untergebracht sind, hat der Oberwagen einen reduzierten Überstand von nur 120 mm – 29 % weniger als jede vergleichbare Konkurrenzprodukt. Damit kann die Maschine für Arbeiten auf engsten Baustellen oder auf der Breite einer Richtungsfahrbahn auf der Autobahn eingesetzt werden.
Der niedrigere Schwerpunkt verleiht dem Hydradig, besonders beim Heben über die Reifen, unglaubliche Stabilität bei Hubarbeiten, auch ohne Abstützungen oder Planierschild. Der JCB Hydradig mit dem geringeren Überstand kann schwerere Lasten heben als vergleichbare Maschinen mit konventionellem Heckdesign (CTS).
Die ROPS-/TOPS-zertifizierte Kabine des Hydradig wurde eigens für diese Maschine entwickelt und gebaut. Die Hydradig-Kabine hat die DNA des Command Plus-Konzepts, das zunächst in den größeren Radladern des Unternehmens zum Einsatz kam, und bietet enorm viel Innenraum. Die 360-Grad-Rundumsicht ist außergewöhnlich – ein echtes Novum für Fahrer sowohl in Sachen Sicherheit als auch in Sachen Bedienungsfreundlichkeit. Am Boden reicht das Sichtfeld des Fahrers aus der Kabine bis auf 1 m an die Standfläche der Maschine heran.
Wenn der speziell entwickelten Anhänger mitgeführt wird, sieht der Fahrer von drinnen sogar die Anhängerkupplung, ohne das Schwenkwerk einzusetzen. Abstützungen und Planierschild sind vom Fahrersitz aus vollständig einsehbar.
Da der Motor im Unterwagen untergebracht und keine Hydraulik in der Kabine verbaut ist, erreicht der Geräuschpegel in der Kabine die in einem PKW üblichen 69 dB(A). Das strengt den Fahrer weniger an und macht den Hydradig zu einem unglaublich angenehmen Arbeitsplatz.
Die Kabine ist mit dem neuesten 7"-Farbmonitor von JCB ausgestattet, der durch einen Drehknopf bedient wird. In dem konfigurierbaren System kann der Fahrer Arbeitsmodi sowie Zusatzpumpleistungen und Drücke sowohl für Anbaugeräte und Arbeitsgeräte einrichten. Fahrer und Manager können außerdem die automatische Leerlaufschaltung für den Motor programmieren (2 bis 30 Minuten) und so die Wirtschaftlichkeit des Geräts optimieren.
Alle täglichen Kontrollen und Wartungsarbeiten können vom Boden aus durchgeführt werden, wobei eine hochklappbare Abdeckung einen hervorragenden Zugang zu Motor und Filtern ermöglicht.
Der Hydradig wird serienmäßig mit einem fünfjährigen LiveLink-Telematik Vertrag geliefert, der verbesserte Verfügbarkeit ermöglicht und Fuhrparkmanagern erlaubt, die Auslastung der Maschine zu maximieren. LiveLink bietet außerdem mehr Sicherheit, die Möglichkeit den Betrieb aus der Ferne zu überwachen (Geofencing) und die Ankoppelung der Steuereinheit, um unbefugtes Einschalten des Motors zu verhindern.








