Holzbauforum Donaueschingen

Jessica Stütz,

Öffentliches, nachhaltiges Bauen stand im Fokus

Natürlich.Nachhaltig.Schön sind Schlagworte, die viel Spielraum für Interpretationen lassen. Temporäre Neubauten, wie eine KITA in Frankfurt, Schulbestandsgebäude, denen ein zweites Leben mit Sanierung und Erweiterung in Holz eingehaucht wird, Mehrgenerationenhäuser, die neue Lebensformern ermöglichen und moderner Mehrfamilienhausbau in Holz sowie gutes Design im Holzbau. Das waren die Themen des 7. Holzbauforums in Donaueschingen.

Veranstalter proHolz Schwarzwald freute sich über circa 70 Teilnehmer

© proHolz Schwarzwald

Zum 7. Mal veranstaltete proHolz Schwarzwald das Holzbauforum im Rahmen der Messe Haus.Bau.Energie in Donaueschingen.  Der Vorsitzende des Beirats Michael Hafner vom Veranstalter proHolz Schwarzwald, freute sich über ca. 70 Teilnehmer, die zugelassen waren.

Andreas Derkum, Architekt aus Frankfurt stellte die KITA für die Deutsche Bundesbank mitten in Frankfurt als Übergangsbau für 7 Jahre vor. Durch die Herstellung in Holzbauweise ist diese auch an anderer Stelle wieder aufbaubar. Die Architektur zweigeschossig mitten im Umfeld der Frankfurter Skyline war beeindruckend und mit besonderen Anforderungen gespickt.

Architektin Susanne Preßer aus Freiburg berichtete von den Vorzügen eines Mehrfamilienwohnhauses in Passivhausbauweise, die von einer Baugruppe in Kirchzarten errichtet wurde. So seien Gebäude, die mit Holz sehr effizient gedämmt sind, über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg sehr nachhaltig. Auch die Ausrichtung der Loggen sind entsprechend gewählt.

Mehrgenerationenhäuser in Oberried waren das Thema von Peter Unger, Architekt aus Frankfurt, dem Gewinner des Deutschen Holzbaupreises 2023 in der Kategorie öffentliche Gebäude. Anhand der Nutzung und den besonderen Lichteinfall im Inneren der Gebäude konnte dargestellt werden, wie mehrere Generationen, die auch bei der Entstehung der Gebäude mitwirkten, ohne Probleme zusammenleben und gemeinsame Flächen nutzen können.

Luisa Wetzel, Architektin aus St. Georgen i.Schw. hatte gutes Design anhand vieler toller Projekte zum Inhalt ihres Vortrages gemacht. Dies galt insbesondere bei lichtdurchfluteten Außenflächen, wie auch beim besonderen Interieur, wo es auch auf die sinnvolle Nutzung ankam.

Architekt Jochen Weissenrieder aus Freiburg, Gewinner des Holzbaupreises 2023 in der Kategorie Wohn- und Geschäftshäuser, legte Wert auf die Möglichkeiten der Sanierung und Erweiterung von Schulbauten durch die Verwendung von Holz. Hierbei spielte auch neben der Optik die durchgehende Nutzung der Gebäude während der Bauphase eine besondere Rolle. Bestehende Schulgebäude – mineralisch gebaut - werden dabei mit modernen Holzelementen saniert und energietechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Somit lässt sich die Gebäudenutzung günstig und mit einem reduzierten ökologischen Fußabdruck verlängern.

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