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Start frei für die XPower-Generation
Auf der jüngsten Liebherr-Pressefahrt gab es in einem schottischen Demogelände den neuen Großradlader-XPower in Aktion zu sehen. Herzstück der neuen Radlader-Generation ist der Stufe IV / Tier 4f konforme leistungsverzweigte Fahrantrieb, der serienmäßig angeboten wird.
„XPower ist ein ganzheitliches, innovatives Maschinenkonzept, das neue Maßstäbe hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Leistungsstärke, Robustheit und Komfort setzt“, betont Martin Gschwend, Geschäftsführer des Liebherr-Werks Bischofshofen, bei seiner Radlader-Präsentation vor der internationalen Fachpresse.
Herzstück der XPower-Radlader ist der Stufe IV / Tier 4f konforme leistungsverzweigte Fahrantrieb, den Liebherr in diesen Maschinen serienmäßig anbietet. Er vereint den für das kurze Ladespiel optimalen hydrostatischen Antrieb mit dem mechanischen Antrieb, dessen Vorteile bei langen Distanzen und Bergfahrten zum Tragen kommen.
In der Entwicklungsabteilung der Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH waren Treibstoffeffizienz, Leistungsstärke, Robustheit und Komfort die tragenden Leitlinien für das neue Radlader-Konzept.
Liebherr hat die neue Radlader-Generation noch härter, ausgiebiger und umfassender getestet als je zuvor. „In insgesamt über 65.000 Betriebsstunden haben die XPower- Radlader ihre Standfestigkeit unter Beweis gestellt“, erklärt Martin Gschwend.
Das Belastungsprogramm umfasste den klassischen Rückverladeeinsatz ebenso wie kundenspezifische Spezialeinsätze. Die Testmaschinen wurden in diversen Steinbrüchen, Sägewerken, Recyclingunternehmen sowie in einer Kompostieranlage eingesetzt.
Darüber hinaus verluden die Test-Radlader Schlacke in einem Stahlwerk und Kohle in einem Hafen. Vor allem die maßgeblichen Hauptkomponenten, etwa das leistungsverzweigte Getriebe oder die größeren Achsen, haben sich als besonders robust erwiesen.
Der Stufe IV / Tier 4f konforme Fahrantrieb sorgt für Leistung und Effizienz bei den neuen Großradladern. Das innovative Antriebskonzept kombiniert den hydrostatischen und den mechanischen Antrieb. Der hydrostatische Fahrantrieb ist die effizienteste Antriebsart bei kurzen Ladevorgängen. Der mechanische Antrieb ist am kraftvollsten und sparsamsten bei langen Distanzen und beim Bergauffahren.
Das leistungsverzweigte Getriebe der Radlader ist verantwortlich für die Kombination der beiden Antriebsarten. Es arbeitet variabel und passt das Mischverhältnis der beiden Antriebspfade stufenlos und automatisch an. Dank leistungsverzweigtem Antrieb arbeitet der Radlader unabhängig vom Einsatz immer mit maximaler Leistung und Effizienz. Laut Herstellerangaben resultiert dies in Treibstoffeinsparungen von bis zu 30 Prozent im Vergleich zu herkömmlich angetriebenen Radladern.
Die Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH ist Entwicklungspartner des Getriebeherstellers. Liebherr brachte seine jahrzehntelange Erfahrung bei der Entwicklung von Radladern aktiv ein, damit der Hersteller das leistungsverzweigte Getriebe bestmöglich für die Anforderungen des neuen XPower-Fahrantriebs entwickeln konnte. „Da Liebherr den leistungsverzweigten Fahrantrieb serienmäßig anbietet, konnten die Konstrukteure alle weiteren Komponenten ideal auf das neue Antriebskonzept der Radlader abstimmen“, erklärt Martin Gschwend, Geschäftsführer des Liebherr-Werks Bischofshofen.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei das System der Liebherr-Power-Efficiency. Es steuert alle Komponenten proaktiv und in Echtzeit für den bestmöglichen Wirkungsgrad. Durch diese spezielle Abstimmung werden bei der XPower-Generation die Treibstoffeinsparungen realisiert. Für die Betreiber bedeutet dies erhebliche Betriebskosteneinsparungen.
Liebherr investierte an mehreren Stellen in die Standfestigkeit der neuen Großradlader. Der intensiv getestete XPower Fahrantrieb steht für Robustheit, da sich die Leistung durch die Interaktion zweier Antriebspfade entfaltet. Die Belastung verteilt sich somit auf beide Antriebswege und die Bauteile haben eine wesentlich höhere Lebensdauer. Die Maschinenführer können ohne Unterbrechungen arbeiten und die Einsatzsicherheit steigt.
Jeder XPower-Radlader erhält im Vergleich zur Vorgängergeneration stärkere Achsen. Teils sogar die Achsen des jeweils nächstgrößeren Modells. Neben den Achsen verstärkt der Baumaschinenhersteller weitere Kernkomponenten, wie die Hydraulikzylinder. Liebherr entwickelt und baut wichtige Komponenten weiterhin selbst oder in Kooperation mit Premiumherstellern.
Ein weiteres Highlight in dem neuen Radlader ist die vom Liebherr-Kompetenzzentrum für Dieselmotoren entwickelte SCR-Technologie. Bei diesem äußerst effektiven System zur Emissionsreduktion kommen weniger Komponenten und Nebenverbraucher zum Einsatz als bei herkömmlichen Systemen mit Dieselpartikelfilter.
Zum Beispiel entfallen der Dieselpartikelfilter und die Abgasrückführung. Da die SCR-Technologie keine Regeneration mehr benötigt, werden hohe Abgastemperaturen vermieden. Das hat zur Folge, dass das Brandrisiko wesentlich minimiert wird. Die Zuverlässigkeit des Systems nimmt zu und die Maschinenverfügbarkeit erhöht sich. Für Einsätze, bei denen ein Dieselpartikelfilter vorgeschrieben ist, wird er optional mit angeboten.
Um die Produktivität im Einsatz weiter zu verbessern, verstärkt Liebherr das Hubgerüst und optimiert die Hebelverhältnisse. Als Resultat bietet die überarbeitete Z-Kinematik im Vergleich zur Vorgängergeneration um bis zu 20 Prozent höhere Ausbrechkräfte.
Liebherr-Kunden können bei den XPower-Radladern L 550, L 556, L 566 und L 580 ohne Aufpreis zwischen Z-Kinematik und Industriekinematik wählen. Die Z-Kinematik eignet sich für konventionelle Radlader-Einsätze, etwa in der Gewinnung. Die wahlweise verfügbare, preisneutrale Industriekinematik ist am besten geeignet für Einsätze mit schweren Ausrüstungen.
Auch das Schaufeldesign wurde überarbeitet. Die optimierten Schaufeln dringen besser in das Material ein und ermöglichen ein schnelles und effizientes Befüllen. Zudem verstärkt Liebherr Lagerungen und den Schaufelaufbau.
Bei der XPower-Generation können je nach Typ von 0,2 bis 0,5 Kubikmeter größere Standardschaufeln verwendet werden. Ihr Standardvolumen bewegt sich je nach Maschinentyp zwischen 3,2 Kubikmeter beim L 550 XPower und 6,0 Kubikmeter beim L 586 XPower. Die Maschinenführer können bei jedem Ladevorgang mehr Material bewegen.
Unterstützt wird die Ladekapazität auch von der Einbaulage der Komponenten. Liebherr verbaut schwere Komponenten, etwa den Motor, ganz hinten im Heck. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt hinter die Hinterachse des Radladers, sodass auf zusätzlichen Ballast verzichtet werden kann. Diese ideale Gewichtsverteilung führt zu hohen Kipplasten und zu mehr Umschlagsleistung pro Betriebsstunde.
Ein breiter Aufstieg führt zur geräumigen Komfortkabine. Die Kabine wurde in enger Zusammenarbeit mit Fahrern entwickelt. Der Innenraum der Kabine ist logisch strukturiert und vermittelt ein großzügiges Raumgefühl. Ablagemöglichkeiten, Stauräume und Ergonomie sind bis ins Detail durchdacht.
Anzeigen, Bedienelemente und Fahrersitz bilden eine ergonomische Einheit. Der Fahrer kann sie – wie die dreifach verstellbare Lenksäule – individuell auf seine Bedürfnisse anpassen. Mit dem mitschwingenden Liebherr-Bedienhebel, der serienmäßig im Fahrersitz integriert ist, lassen sich Arbeits- und Fahrfunktionen präzise und intuitiv steuern.
Die größeren und weiter nach unten gezogenen Glas- und Fensterflächen verbessern die Rundumsicht. Die serienmäßige Rückfahrkamera ist in das Touchscreen-Display integriert. Diese Maßnahmen sorgen für eine gute Rundumsicht und erhöhte Sicherheit.








