WorldSkills 2026
Vom Lehrling zum WM-Starter
Der Fachkräftenachwuchs zählt zu den entscheidenden Zukunftsthemen der Bauwirtschaft. Umso bedeutender sind Erfolgsgeschichten junger Handwerker, die zeigen, welche Entwicklungsmöglichkeiten eine Ausbildung im Baugewerbe bietet. Mit dem Maurer Leonhard Eham aus Miesbach wird Deutschland bei den WorldSkills 2026 in Shanghai von einem Nachwuchstalent vertreten, das sich über Jahre hinweg durch außergewöhnliche Leistungen qualifiziert hat.
Die Berufsweltmeisterschaft gilt als einer der wichtigsten internationalen Wettbewerbe für junge Fachkräfte. Vom 22. bis 27. September 2026 treffen in Shanghai bis zu 1.500 Teilnehmer aus rund 70 Ländern und Regionen aufeinander, um in mehr als 60 Disziplinen ihr Können unter Beweis zu stellen. Für das deutsche Baugewerbe steht dabei insbesondere die Leistungsfähigkeit der handwerklichen Ausbildung im Fokus.
Vom Lehrling zum WM-Starter
Der Weg von Leonhard Eham begann klassisch im Handwerk. Als Lehrling bei der Nürnberger und Epp Bau-GmbH in Miesbach absolvierte er seine Ausbildung zum Maurer und entwickelte früh eine besondere Leidenschaft für das Bauhandwerk. Die Begeisterung für den Beruf kommt nicht von ungefähr: Bereits sein Großvater und sein Vater waren als Maurer tätig.
Schon während der Ausbildung überzeugte Eham durch herausragende Leistungen. Seine Ergebnisse ermöglichten ihm die Teilnahme an der Begabtenförderung des Maurerhandwerks beim Landesverband Bayerischer Bauinnungen. Dort setzte er sich an die Spitze seines Jahrgangs und schuf die Grundlage für den nächsten Karriereschritt: die Aufnahme in das Maurer-Nationalteam des Deutschen Baugewerbes.
Für Bauunternehmen zeigt dieses Beispiel, welchen Stellenwert gezielte Nachwuchsförderung besitzt. Leistungsstarke Auszubildende können durch strukturierte Förderprogramme frühzeitig identifiziert und auf anspruchsvolle Aufgaben vorbereitet werden. Gleichzeitig stärkt dies die Attraktivität des Berufsbildes und trägt zur langfristigen Sicherung qualifizierter Fachkräfte bei.
Der anspruchsvolle Weg ins Nationalteam
Die Nominierung für die WorldSkills 2026 war das Ergebnis eines mehrstufigen Auswahlverfahrens. Innerhalb des Nationalteams musste sich Leonhard Eham in mehreren Ausscheidungstrainings gegen weitere Spitzenkräfte des deutschen Maurer-Nachwuchses behaupten.
Die Anforderungen gehen dabei weit über das klassische Baustellenwissen hinaus. Präzision, Zeitmanagement, technische Ausführung, Materialverständnis und die Fähigkeit, unter Wettbewerbsbedingungen konstant Höchstleistungen abzurufen, entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Am Ende setzte sich Eham durch und sicherte sich den Startplatz für Deutschland bei der kommenden Berufsweltmeisterschaft.
WorldSkills 2026 in Shanghai als Bühne für das deutsche Bauhandwerk
Die WorldSkills 2026 bieten nicht nur den Teilnehmern eine internationale Plattform, sondern rücken auch die Leistungsfähigkeit des deutschen Ausbildungssystems in den Mittelpunkt. Für das Baugewerbe stellen die Wettbewerbe eine wichtige Gelegenheit dar, moderne Berufsbilder sichtbar zu machen und junge Menschen für eine Karriere im Handwerk zu begeistern.
Gerade in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels gewinnen solche internationalen Wettbewerbe an Bedeutung. Sie zeigen, dass handwerkliche Berufe anspruchsvolle Entwicklungsperspektiven bieten und internationale Anerkennung ermöglichen. Der WM-Starter Leonhard Eham steht damit stellvertretend für eine Generation junger Fachkräfte, die das Bauwesen aktiv mitgestalten wird.
Das Nationalteam Deutsches Baugewerbe als Talentschmiede
Das Nationalteam Deutsches Baugewerbe vereint die besten Nachwuchskräfte verschiedener Gewerke, darunter Maurer, Fliesenleger, Beton- und Stahlbetonbauer, Stuckateure sowie Zimmerer. Unter dem Dach des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes vertreten sie Deutschland bei internationalen Berufswettbewerben und fungieren gleichzeitig als Botschafter ihrer Berufe.
Für die Branche besitzt diese Arbeit eine strategische Bedeutung. Sie macht berufliche Bildung sichtbar, stärkt die Wahrnehmung handwerklicher Spitzenleistungen und zeigt, dass eine Ausbildung im Baugewerbe vielfältige Karrierewege eröffnen kann.
Mit Leonhard Eham schickt Deutschland einen Maurer nach Shanghai, der diesen Anspruch eindrucksvoll verkörpert. Sein Weg vom Lehrling zum WM-Starter bei den WorldSkills 2026 verdeutlicht, welches Potenzial in einer konsequenten Förderung junger Talente steckt – und welche Bedeutung qualifizierte Nachwuchskräfte für die Zukunft des Bauwesens haben.










