Schulungs- und Konferenzzentrum

Jessica Stütz,

Holzrahmenbau mit Botschaft

Als Einkaufsgenossenschaft ermuntert die DEG Dach-Fassade-Holz eG seine Kunden, einem hohen Nachhaltigkeitsanspruch zu folgen.

Der neue „DEG-Campus“ wird auf 1130 Quadratmetern Platz für diverse Bildungs- und Konferenzveranstaltungen bieten

© DEG

Die Einkaufsgenossenschaft für Dachbaustoffe DEG Dach-Fassade-Holz eG in Hamm investiert in ein neues Schulungs- und Konferenzzentrum in Hamm-Rhynern, um die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften zu fördern. Der neue „DEG-Campus“ wird auf 1130 Quadratmetern Platz für diverse Bildungs- und Konferenzveranstaltungen bieten, darunter Besprechungsräume, Tagungsräume und Seminarräume, die durch flexible Wände für bis zu 100 Personen kombiniert werden können.

DEG-Geschäftsführer Jörg Lecke vor der Campus-Baustelle

© Kollaxo

Der moderne Holzrahmenbau soll eine doppelte symbolische Strahlkraft entfalten, wie Jörg Lecke, Vorstand der DEG, erläutert: „Mit dem Bau bekennen wir uns erstens zum nachwachsenden Baustoff Holz und zweitens zur konsequenten Verwendung von PEFC-zertifizierten Produkten.“ Die verarbeiteten Hölzer stammen aus nachweislich nachhaltig bewirtschafteten, PEFC-zertifizierten Wäldern, bei denen ökologische, soziale und ökonomische Faktoren berücksichtigt werden.

Besonders betont Jörg Lecke den Wunsch, dass nicht nur seine Genossenschaft, sondern auch ihre Kunden den Gedanken der Nachhaltigkeit verinnerlichen und in ihren Bauvorhaben umsetzen. Den Kundenkreis bilden Dachdecker, Zimmerer und Holzbauunternehmen, darunter 2.270 Mitglieder. Das sei letztlich nicht schwer, denn die 23 DEG-Niederlassungen, darunter vier spezialisierte „Holzstandorte“ (Wuppertal, Fuldabrück bei Kassel, Münster, Paderborn) bieten bereits PEFC-Holz in allen Produktvarianten an.

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Nachhaltiger Erfolg mit einem Produktketten-Zertifikat

Die DEG will eine Vorbildrolle einnehmen und geht deshalb noch einen Schritt weiter: Sie ist seit fünf Jahren selbst PEFC-zertifiziert. Die Genossenschaft erwarb ein sogenanntes PEFC-Produktketten-Zertifikat („Chain-of-Custody“). Ihm zugrunde liegt ein unabhängiges Audit, bei dem der gesamte Produktionsprozess des Holzes vom Forstbetrieb über das Sägewerk bis zum verarbeitenden Unternehmen überwacht wird. Es berechtigt die DEG, das PEFC-Siegel aktiv im Marketing einzusetzen. Vor allem aber gewährt es Zugang zu öffentlichen Auftraggebern und anderen nachhaltig orientierten Bauherren, die einen unabhängigen Nachhaltigkeitsnachweis in Ausschreibungen explizit fordern.

Die Fassade mit den wellenförmigen Lamellen aus Kebony-Holz bilden einen harmonischen Kontrast zu dem dunklen Klinker der Verwaltungsgebäude

© DEG

Der Neubau „DEG-Campus“

Den „DEG-Campus“ plante das Architektur- & Ingenieurbüro Schulenberg aus Hamm als Flachdachbau mit extensiver Dachbegrünung und Photovoltaikanlage. Der Bau ist nicht unterkellert und hat ein Vollgeschoss mit einer Vollholzdecke. Als Innenwände wurden GK-Trockenbauwände (17,5 x 12,5 cm) gewählt. Die Fassade mit den wellenförmigen Lamellen aus Kebony-Holz und Teilflächen mit einer hinterlüfteten Plattenfassade bilden einen Kontrast zu dem dunklen Klinker der Verwaltungsgebäude. Die Holzfenster und -türen weisen außen eine Alu-Verblendschale auf. Die Innentüren bestehen ebenfalls aus Holz(-werkstoffen) bzw. einer Holz-Glas-Kombination. Weitere Nachhaltigkeits-Features sind eine Luftwärmepumpe als Heizung, Ladesäulen für E-Autos sowie ausreichend Fahrradstellplätze. Das Gebäude ist der Gebäudeklasse 3 zugehörig. Sie bezeichnet Gebäude mittlerer Höhe bis zu sieben Metern und einer Geschossfläche bis zu 400 Quadratmetern, die nicht als Sonderbauten gelten.

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