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Artikel und Hintergründe zum Thema

Neubau Mehrfamilienhäuser

R. Meyer/T. Karlhuber,

Mischbau mit Modulen

Auf einem Teilstück des ehemaligen Wellenbades "Alpamare" in Bad Tölz entstand ein Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern in Holzmodulbauweise mit 25 Wohneinheiten, inklusive Tiefgarage mit 32 Stellplätzen.

Die neue Wohnbebauung in der Schützenstraße Bad Tölz bildet ein einheitliches Ensemble aus zwei dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern © Sebastian Schels

Die neue Wohnbebauung in der Schützenstraße Bad Tölz bildet ein einheitliches Ensemble aus zwei dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern. Sie befinden sich in parkähnlicher Umgebung auf einem Teilstück des ehemaligen Alpamare-Geländes. Die beiden Bauteile wurden zurückversetzt und gestaffelt angeordnet. Damit entstand straßenseitig eine spannende bauliche Abfolge von der benachbarten Villa auf der einen Seite über die beiden Häuser bis zur Johanneskirche am anderen Ende des Grundstücks. Damit fügt sich die neue Bebauung in den städtebaulichen Kontext stimmig ein.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Gestaltung der Wohnungsgrundrisse. Im zweiten Obergeschoss erstrecken sich unter dem Walmdach Maisonettewohnungen mit einer offenen Galerie. Die raumhohen Fensterelemente aus Holz-Aluminiumprofilen in allen Geschossen sorgen für eine optimale Belichtung der Innenräume.

Beschichtete Fichtenverschalung

Die Gebäude wurden nach den Förderkriterien des KfW55-Standards konzipiert und erhalten Nahwärme von den Stadtwerken Bad Tölz © Sebastian Schels

Die Fassaden erhielten eine, geschossweise getrennte, vertikale Holzverkleidung aus grau beschichteter Fichtenschalung. Diese dezent silbern schimmernde Oberfläche verleiht den Gebäuden ein zeitgemäßes und lebendiges Erscheinungsbild. Jede Wohnung verfügt über großzügige Freibereiche. Vorgestellte Balkone und Terrassen im Erdgeschoss bieten den Bewohnern private Rückzugsorte.

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Einheitliche Materialien für Sichtschutz und Brüstung schaffen ein aufeinander abgestimmtes Gesamtbild und lassen die Freibereiche optisch mit der Fassade verschmelzen. Die zurückgesetzten Eingangsbereiche sind repräsentativ ausgestaltet und sorgen zusammen mit hochwertigen Klingel- und Briefkastenanlagen für eine attraktive Adressbildung.

Grundriss Erdgeschoss mit Umgebung © Meyer Karlhuber Architekten

Die Gebäude des Ensembles gliedern sich in 2- und 3-Zimmer-Wohnungen sowie 4-Zimmer-Galeriewohnungen auf zwei Ebenen. Eine gemeinsame Tiefgarage mit 32 Stellplätzen verbindet die Häuser. Die Tiefgaragenstellplätze sind bereits für E-Mobilität vorgerüstet.

Herausforderung Holzbaustruktur

Die größte Herausforderung insgesamt bestand darin, die Anforderungen an Wohnungstypen und -größen sowie die Stellplatzvorgaben mit einer effizienten Holzbaustruktur in Einklang zu bringen. Dabei lag der Fokus auf einer wirtschaftlichen Umsetzung mit hoher Vorfertigung und möglichst standardisierten Bauteilen. Entstanden ist ein Holzmodulbau mit Brettschichtholzdecken und raumhohen Wandelementen in Holzständerbauweise. Die bis 8m langen Außenwandelemente wurden komplett vorgefertigt mit eingebauten Fenstern samt Absturzsicherung und Sonnenschutz angeliefert und wie die großformatigen Dachelemente samt Gauben in kürzester Bauzeit aufgebaut.

Rund 650 m³ Holz verbaut

Um die Brandschutzanforderungen zu erfüllen, wurden die Decken und Wände der Treppenhäuser sowie das Untergeschoss in Stahlbeton ausgeführt. Den erhöhten Schallschutz gewährleistet eine zusätzliche Kiesschüttung. Ökologische Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zählten ebenfalls zu den zentralen Aspekten. In den beiden Gebäuden wurden ca. 650 m³ Holz verbaut. In der Konstruktion werden dadurch dauerhaft etwa 524 Tonnen CO2-Emissionen gespeichert. Für den Bau wird ausschließlich PEFC-zertifiziertes Holz verwendet.

KfW55-Standard schont Ressourcen

Die Gebäude wurden nach den Förderkriterien des KfW55-Standards konzipiert. Dies sorgt für einen ressourcenschonenden und energieeffizienten Betrieb. Die Energieversorgung erfolgt durch Nahwärme der Stadtwerke Bad Tölz. Die regional erzeugte Wärme stammt zu 95 % aus erneuerbaren Energien. Entstanden sind zwei Gebäude, die sich selbstverständlich in die Umgebung einfügen und eine zeitlose und nachhaltige Architektur verkörpern.

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