Landesgartenschau Furth im Wald
Parkarena - Kuppelförmige Dachkonstruktion mit 38 Meter Spannweite
Die Parkarena, die im Rahmen der Landesgartenschau anstelle der alten Festhalle entstanden ist, macht mit ihrem innovativen Dach aus Fichten- und Tannenholz Furore! Die spektakuläre Dachkonstruktion besteht aus 168 Waben, 1894 einzelnen Elementen und 24 311 Schrauben. Jedes Sechseck wiegt 250 Kilogramm.
Als größte Herausforderung bei der Planung beschrieben Peter Hickl und Christopher Robeller die Formfindung. Hinter dem relativ simplen Konstruktionssystem stecke eine komplexe, selbstentwickelte Software, mit der zuerst eine geometrisch und statisch optimierte Gesamtform der Konstruktion berechnet wurde. Anschließend wurden dann vollautomatisch tausende unterschiedliche Holzelemente und deren Produktionsdaten für den Abbund berechnet, inklusive aller Bohrungen und Ausfräsungen für die Verschraubungen. Der Zuschnitt erfolgte dann millimetergenau mit einer High-Tech-Maschine im Sägewerk. Mit dieser Methode wurde auch der Verschnitt auf ein Minimum reduziert. Die Konstruktion sei materialeffizient und leicht, komme an den Knotenpunkten ohne Stahlblechteile aus.
Mitte April begannen die Montagearbeiten auf der Festwiese in Furth im Wald. Gebaut wurde wie bei einem Iglu vom unteren Rand aus. Ein Modul fügte sich ringförmig ans andere. Während dieser Zeit ging die Produktion im Werk weiter. Zwischen Baustelle und Betrieb lief eine Art Pendelverkehr: Die fertigen Hexagone wurden aus den Produktionshallen in Eschlkam nach Furth geliefert und dort an Ort und Stelle verbaut.
Sobald das Dach stand, wurde die PVC-Membran wie eine Kapuze über die Konstruktion gezogen, berichtete Peter Hickl. Dann erfolgte der Zuschnitt - die Markierungen auf der PVC-Haut stimmen millimetergenau mit denen am Holz überein und wurden passgenau übereinandergelegt – ein weiterer Vorteil der digitalen Berechnungen, die von der TH Augsburg stammen. „Die Daten sind vom Planer so aufbereitet, dass wir sie als Verarbeiter voll übernehmen können, ohne auch nur eine einzige Messung selbst durchführen zu müssen“, beschrieb Josef Penzkofer den Vorteil dieser Methode, von der sämtliche Beteiligten profitieren: „Alle arbeiten nach dem gleichen Plan!“
Die Landesgartenschau Furth im Wald läuft noch bis zum 5. Oktober 2025.










