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Tarifrunde 2016: Bauarbeitgeber nehmen den Tarifvorschlag an
Das am 17. Mai 2016 für die rund 760.000 Beschäftigten im Baugewerbe erzielte Verhandlungsergebnis hat die Zustimmung der Entscheidungsgremien des ZDB und des Hauptverband der Deutschen Bauindustrie gefunden. Nachdem auch die IG BAU den Tarifvorschlag angenommen hat, gelten damit im Baugewerbe ab 1. Mai 2016 höhere Löhne und Gehälter (Tarifgebiet West: + 2,4 %, Tarifgebiet Ost: + 2,9 %). Die tariflichen Ausbildungsvergütungen werden erst ab 1. Juni 2016 erhöht.
„Die unterschiedliche Umsatz-, Ertrags- und Wettbewerbssituation unserer Mitgliedsbetriebe in den einzelnen Bundesländern hat auch zu unterschiedlichen Reaktionen auf das Verhandlungsergebnis geführt. Das macht deutlich, wie schwierig in bundesweiten Tarifverhandlungen der Spagat zwischen den Erwartungen auf der einen Seite und dem Verkraftbaren auf der andern Seite ist. Offensichtlich sind wir in diesem Spagat der Gewerkschaft für einige Mitgliedsverbände zu weit entgegen gekommen. Unser Ziel, nur tarifliche Mindestbedingungen zu vereinbaren, haben wir noch nicht erreicht. Die hohe Zustimmungsquote zeigt aber auf der anderen Seite die gleichwohl breite Akzeptanz unseres diesjährigen Tarifabschlusses", erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, ZDB-Vizepräsident Frank Dupré. Unterm Strich zeigte er sich zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis, obwohl nicht alle Mitgliedsverbände (z.B. der Verband baugewerberlicher Unternehmer Hessen) dem Tarifvorschlag zugestimmt haben. Dafür habe er Verständnis.