Erhöhung Dividende

Damir Mioc | Damir Mioc,

BayWa schüttet im Jubiläumsjahr Dividende aus

Der seit 1. April dieses Jahres amtierende Vorstandsvorsitzende Marcus Pöllinger hat auf der Hauptversammlung der BayWa AG eine positive Bilanz gezogen: Mit 27,1 Mrd. Euro Umsatz und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 504,1 Mio. Euro hat der Konzern 2022 neue Bestmarken erzielt.

Marcus Pöllinger konnte bei der Hauptversammlung der BayWa AG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurückblicken (Foto: BayWa AG)

„In den Krisen der vergangenen Jahre haben wir – im wahrsten Sinne des Wortes – geliefert, wenn andere schon am Ende ihrer Möglichkeiten waren. Wir sind stolz darauf, als Grundversorger ein verlässlicher Partner zu sein“, sagte der BayWa-CEO vor rund 1000 Anwesenden im International Congress Center München. Für das abgelaufene Geschäftsjahr beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre eine Erhöhung der Dividende um 0,05 Euro auf 1,10 Euro. Sie votierten außerdem für die Zahlung einer Sonderdividende in Höhe von 0,10 Euro je Aktie, die in diesem Jahr anlässlich des 100-jährigen Bestehens der BayWa AG ausgeschüttet werden soll.

Ausnahmejahr 2022

Auch im laufenden Geschäftsjahr befindet sich die BayWa auf gutem Weg, das für das Jahr 2023 erwartete Ergebnis von 320 bis 370 Mio. Euro zu erreichen. Mittelfristig geht die AG von einem Konzern-EBIT zwischen 470 und 520 Mio. Euro aus. Weiteres Wachstumspotenzial liegt vor allem bei den erneuerbaren Energien und im internationalen Agrarhandel. Im Segment Bau sieht das Unternehmen gute Chancen, durch vertikale Integration in seinen Kernregionen das Baugeschäft voranzutreiben.

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Das starke Ergebnis im Ausnahmejahr 2022 spiegelte sich auch im Aktienkurs wider. Während der Leitindex der deutschen Aktienbörse DAX im vergangenen Jahr ein Minus von 12,3 Prozent verzeichnete, zählte die BayWa-Aktie mit 12,1 Prozent im Plus zu den Outperformern des Börsenjahres 2022. Pöllinger nutzte seine erste Rede vor der Aktionärsversammlung, um darzulegen, wie die BayWa mit den drei zentralen Herausforderungen für die Wirtschaft – gestiegene Anforderungen an eine nachhaltige Unternehmensführung, geopolitische Unsicherheiten und Arbeitskräftemangel – umgeht.

Das große Ganze bei der Nachhaltigkeit

Bei Nachhaltigkeit gehe es um das große Ganze, so der Vorstandsvorsitzende, „nämlich um die Frage, wie wir langfristig leben, wirtschaften und arbeiten wollen. Deshalb investieren wir in die Zukunft.“ Als Beispiele nannte Pöllinger die Züchtung und zukünftige Vermarktung der weltweit ersten klimatoleranten Apfelsorte „Tutti“ sowie die Entwicklung von Agri-Photovoltaik-Anlagen zur Doppelnutzung von Agrarflächen. „Wir liefern unseren Kunden das, was sie brauchen, um ihre Felder zu bestellen, Wohnungen zu heizen und Häuser zu bauen. Wir helfen ihnen aber ebenso dabei, ihren eigenen CO2-Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren.“

Vor allem in den vergangenen Monaten ist sichtbar geworden, dass essenzielle Güter wie Lebensmittel oder Energie auch in Industrienationen knapp werden können. Pöllinger: „Als Unternehmen müssen wir diesen Unsicherheits-Faktoren mit klaren Entscheidungen entgegentreten. Wir tun dies mit modernster Technik und Investments in Zukunftsfelder, die uns helfen, nachhaltiger, effizienter und agiler zu werden.“ Auch das Thema Arbeitskräftemangel, so Pöllinger, „wird uns alle noch lange beschäftigen. Wir haben erkannt, dass wir die Generation Z und die noch jüngere Generation Alpha anders ansprechen müssen, als wir das bisher gewohnt waren.“

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