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Artikel und Hintergründe zum Thema

Investition

Jessica Stütz,

Kneer-Südfenster setzt auf automatisierte Endmontage

Kneer-Südfenster investiert in Westerheim in eine neue Anlage für die automatisierte Endmontage von Fenstern und Haustüren. 

Die neue Anlage für die automatisierte Endmontage ging im Dezember 2025 bei Kneer-Südfenster in den Betrieb, sie verbindet effizienten Materialfluss mit hoher Fertigungstiefe und Prozesssicherheit © Kneer-Südfenster

Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf einen zentralen Engpass der Branche: Wie viele Hersteller spürt auch die Kneer GmbH auf der Schwäbischen Alb den zunehmenden Mangel an qualifizierten Fachkräften. Erfahrene Mitarbeiter gehen in den Ruhestand, Nachwuchs ist schwer zu finden. In der Endmontage hätte dies mittelfristig zu Engpässen geführt. Mit der neuen Fertigungslinie schafft das Unternehmen deutliche Entlastung und stärkt zugleich die Zukunftsfähigkeit seiner drei Standorte in Westerheim, Schnelldorf und Massen/Niederlausitz.

Die vollautomatische Rahmen-Beschlagmontage übernimmt sämtliche Arbeitsschritte für das Vorbohren, Setzen und Verschrauben der Beschlagteile direkt am fertigen Rahmen. Sie fertigt mit hoher Präzision, reduziert Fehlerquellen und stellt sicher, dass selbst große Elemente bis zu 3500 x 2500 mm zuverlässig und exakt bearbeitet werden. Separate Montageköpfe für Schließteile und Lager sollen die Effizienz steigern, während intelligent gesteuerte Magazine die Beschläge bereits einen Arbeitsschritt im Voraus bereitstellen. Kämpfer, Kreuze und unterschiedlichste Rahmengeometrien lassen sich flexibel und passgenau bearbeiten.

Die Entscheidung zur Investition war für Geschäftsführer Florian Kneer nicht nur eine Reaktion auf den Fachkräftemangel, sondern auch ein klares Bekenntnis zur eigenen Fertigungstiefe: „Mit dem neuen Montagecenter setzt Kneer-Südfenster einen wichtigen Impuls für seine Fertigungsstrategie: Automatisierung dort, wo sie Qualität sichert, Fachkräfte entlastet und Kunden spürbare Vorteile bietet. Gleichzeitig bleibt die handwerkliche Kompetenz zentraler Bestandteil der Unternehmensidentität. Dieses Zusammenspiel prägt unseren Familienbetrieb seit Jahrzehnten.“

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Das Traditionsunternehmen in dritter Generation bleibt damit unabhängig, steigert seine Produktionssicherheit und schafft die Grundlage für schnelle Durchlaufzeiten – auch mit Blick auf eine künftig wieder steigende Nachfrage. Zwar ist die aktuelle Auftragslage gut beherrschbar, doch Kneer-Südfenster denkt voraus: Wenn der Markt für Neubau und Sanierung wieder anzieht, verkürzen sich die Lieferzeiten deutlich.

Ein weiterer Beweggrund für die Investition: Nachhaltigkeit. Die neue Anlage arbeitet energieeffizient und reduziert den Ressourcenverbrauch. Für Kneer-Südfenster ist das kein Trend, sondern Teil einer langfristigen Unternehmensphilosophie: Verantwortung für Umwelt, ein bewusster Materialeinsatz und nachhaltige Prozesse gehören ebenso zum Selbstverständnis, wie der Anspruch, langlebige Produkte zu schaffen, die Wohnqualität und Wertbeständigkeit verbinden. 

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