Personalien
Bundesverband Leichtbeton stellt Weichen neu
Der Bundesverband Leichtbeton positioniert sich neu und schärft sein Profil als zentrale Fachinstanz für den Baustoff Leichtbeton. Für Bauunternehmer, Projektleiter und Entscheider im Bauwesen gewinnt diese Entwicklung an Bedeutung, da technische Standards, Normung und Materialinnovationen zunehmend über Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von Bauprojekten entscheiden. Die Neuausrichtung zielt darauf ab, Leichtbeton in seiner gesamten Bandbreite stärker in den Fokus der Fachöffentlichkeit zu rücken und die Relevanz des Materials entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterstreichen.
Im Zentrum steht eine organisatorische und inhaltliche Weiterentwicklung, die sowohl klassische Anwendungen wie Mauerwerk und Fertigteile als auch innovative Bauweisen mit Ortbeton umfasst. Damit reagiert der Verband auf veränderte Marktanforderungen, steigende regulatorische Komplexität und den wachsenden Bedarf an nachhaltigen Baustofflösungen.
Doppelspitze mit klarem fachlichen Anspruch
Mit der neuen Doppelspitze aus Ahmad Iravani und Thomas Kranzler setzt der Bundesverband Leichtbeton bewusst auf technische Expertise und Branchenerfahrung. Beide Geschäftsführer bringen fundierte Kenntnisse aus Ingenieurpraxis, Normung und Verbandsarbeit ein und stehen für eine stärkere Verzahnung von Theorie und Anwendung.
Ahmad Iravani verantwortet insbesondere die Bereiche Technik und Normung und treibt die inhaltliche Weiterentwicklung voran. Seine Erfahrung aus internationalen Projekten und der technischen Verbandsarbeit fließt direkt in die strategische Ausrichtung ein. Ergänzt wird dies durch Thomas Kranzler, der neben seiner langjährigen Tätigkeit in der Baustoffindustrie auch umfassende Erfahrung in der Normungsarbeit und Lehre mitbringt. Diese Kombination stärkt die Position des Verbandes als Schnittstelle zwischen Industrie, Forschung und Baupraxis.

Verbände einigen sich auf Sicherheitsanforderungen für keilgezinkte Dachlatten
Der Fachbereich Bauwesen im Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat gemeinsam mit Verbänden aus Handwerk, Handel und Industrie verbindliche Anforderungen für keilgezinkte Dachlatten festgelegt. Diese wurden im Rahmen der Messe Dach + Holz als Anhang zur Dachlattenvereinbarung unterzeichnet und veröffentlicht. Ziel ist es, die Arbeitssicherheit auf Dächern weiter zu verbessern und Durchsturzunfälle wirksam zu vermeiden.
Die Doppelspitze verfolgt das Ziel, die gesamte Bandbreite des Leichtbetons stärker abzubilden. Neben haufwerksporigem Leichtbeton rücken insbesondere gefügedichter Leichtbeton sowie Infraleichtbeton wieder stärker in den Fokus. Für die Baupraxis bedeutet das eine differenziertere Betrachtung von Materialeigenschaften und Einsatzmöglichkeiten, etwa im Hinblick auf Tragfähigkeit, Wärmedämmung und Ressourceneffizienz.
Fokus auf Normung und technische Entwicklung
Ein zentrales Handlungsfeld der Neuausrichtung ist die intensivere Mitwirkung an nationalen und europäischen Regelwerken. Der Bundesverband Leichtbeton baut seine Präsenz in relevanten Normungsgremien aus, um die spezifischen Eigenschaften von Leichtbeton fachgerecht zu verankern. Für Unternehmen im Baugewerbe ist dies von unmittelbarer Relevanz, da Normen maßgeblich die Planungssicherheit, Zulassungsprozesse und Bauausführung beeinflussen.
Dabei geht es nicht nur um klassische Betontechnologie, sondern auch um angrenzende Themenfelder wie Konstruktion, Bemessung und Materialprüfung. Ziel ist es, praxisgerechte und zugleich innovationsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Einsatz von Leichtbeton wirtschaftlich und technisch sinnvoll unterstützen.
AK Betontechnologie als Impulsgeber
Ein sichtbares Ergebnis der neuen strategischen Ausrichtung ist die Gründung des Arbeitskreises Betontechnologie. Dieser fungiert als fachliches Zentrum für aktuelle Fragestellungen rund um Herstellung, Materialzusammensetzung und Nachhaltigkeit von Leichtbeton. Für die Branche entsteht damit eine Plattform, auf der Wissen gebündelt und weiterentwickelt wird.
Im Fokus stehen unter anderem die Eigenschaften von Leichtzuschlägen, die Optimierung von Bindemitteln sowie die Entwicklung leistungsfähiger Mischungsentwürfe. Ebenso spielen Dauerhaftigkeit, Instandhaltung und Recycling eine zunehmend wichtige Rolle. Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Kreislaufwirtschaft und CO₂-Reduktion bietet Leichtbeton hier relevante Potenziale für die Baupraxis.
Die Arbeit des Gremiums ist darauf ausgelegt, konkrete technische Lösungen zu entwickeln, die direkt in Projekte übertragbar sind. Für Bauunternehmen bedeutet das einen direkten Zugang zu aktuellem Fachwissen und belastbaren Entscheidungsgrundlagen.
Relevanz für die Baupraxis und den Markt
Die Neuausrichtung des Bundesverbandes Leichtbeton kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bauwirtschaft unter hohem Transformationsdruck steht. Themen wie Nachhaltigkeit, Materialeffizienz und regulatorische Anforderungen prägen zunehmend den Projektalltag. Leichtbeton bietet hier spezifische Vorteile, etwa durch reduzierte Rohdichte, gute Dämmeigenschaften und vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
Durch die stärkere fachliche Positionierung und die gezielte Vernetzung von Industrie, Forschung und Anwendung schafft der Verband neue Impulse für die gesamte Branche. Für Entscheider im Bauwesen wird es damit einfacher, fundierte Materialentscheidungen zu treffen und innovative Bauweisen wirtschaftlich umzusetzen.
Einordnung für die Branche
Mit der neuen Doppelspitze, der stärkeren Ausrichtung auf Normung und der Gründung des AK Betontechnologie entwickelt sich der Bundesverband Leichtbeton zu einer noch relevanteren Instanz im Bauwesen. Für Plattformen wie buildingnet.de und das Baugewerbe Magazin unterstreicht diese Entwicklung die Bedeutung fundierter Fachinformationen und aktueller Branchenanalysen.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell sich die angestoßenen Maßnahmen in der Baupraxis widerspiegeln. Klar ist jedoch bereits jetzt: Die strategische Neuausrichtung setzt ein Signal für mehr technische Tiefe, stärkere Vernetzung und eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Baustoffs Leichtbeton.









