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Wirtschaft & Verbände

20 % mehr Produktionsleistung bei PORR

Die Produktionsleistung der PORR erreichte in den ersten neun Monaten 2017 EUR 3.343 Mio. und verzeichnete damit ein Plus von 19,9 %. Neben dem organischen Wachstum war dieser Zuwachs auch auf die neu übernommenen Gesellschaften zurückzuführen. So entfielen in Deutschland rund EUR 200 Mio. der Produktionsleistung auf Zukäufe. In Österreich wurden aus der Übernahme der Hinteregger-Gruppe noch kaum Leistungen verbucht, da das Closing erst Anfang September erfolgte. Wichtigste Märkte blieben mit einem Anteil an der Produktionsleistung von rund 86 % die fünf Heimmärkte – Österreich, Deutschland, die Schweiz, Polen und Tschechien. Der mit Abstand wichtigste Markt war erneut Österreich, der für rund 47 % der Produktionsleistung verantwortlich zeichnete. Deutlich gewachsen ist der Anteil Deutschlands an der Gesamtleistung, dieser beträgt mittlerweile rund 25 %. Alle operativen Einheiten der PORR verzeichneten im Berichtszeitraum Leistungssteigerungen im zweistelligen Prozentbereich.

Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR, zum Quartalsergebnis: „Wir haben in den vergangenen Monaten sowohl operativ als auch organisatorisch wichtige Weichen gestellt. Die PORR ist für die kommenden Jahre optimal aufgestellt. Wir haben die Basis für die Fortsetzung unseres Wachstumskurses geschaffen. In Deutschland können wir durch die Zukäufe den mittel- und norddeutschen Infrastrukturmarkt mit qualifiziertem Eigenpersonal abdecken. In Österreich ergänzt die Hinteregger-Gruppe mit ihrem Know-how im Tiefbau unser Leistungsportfolio ideal. Jetzt geht es um die Integration der neuen Einheiten, die uns auch im nächsten Jahr noch beschäftigen wird, immer mit dem Ziel, nachhaltig zu wachsen und unser Ergebnis zu steigern.“

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Neben der Produktionsleistung legten sowohl Auftragsbestand als auch Auftragseingang deutlich zu. Der Auftragsbestand verzeichnete mit EUR 5.808 Mio. und einem Zuwachs von 12,1 % erneut einen Höchststand. Noch stärker stieg der Auftragseingang, der mit EUR 4.347 Mio. um 28,2 % über dem Vorjahr lag. Der Zuwachs im Auftragsbestand ist zu rund zwei Drittel auf die Übernahmen zurückzuführen.

Ergebnis wie angekündigt unter Vorjahr

Ergebnisseitig führten die Akquisitionen in Deutschland und der damit einhergehende rasche Aufbau von Strukturen zu hohen Aufwendungen. So sind in allen Aufwandspositionen Aufwendungen für Deutschland enthalten, die noch nicht zu adäquaten Leistungen geführt haben. In Katar resultierten die durch politische Turbulenzen erschwerten Logistik- und Beschaffungsprozesse in einem Kostenanstieg, obgleich alle Projekte planmäßig laufen. Die Kostensteigerungen führten insgesamt zu einem Rückgang des EBITDA um -1,4 % auf EUR 110,8 Mio. Aufgrund des Anstiegs der Abschreibungen reduzierte sich das Betriebsergebnis (EBIT) auf EUR 33,1 Mio., das EBT lag mit EUR 28,4 Mio. um 30,3 % unter dem Vergleichswert 2016. Das Periodenergebnis sank um 30,4 % auf EUR 21,3 Mio. Die Net Debt stiegen aufgrund der Reduzierung der liquiden Mittel und der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten auf EUR 500,5 Mio. (Net Cash-Position zum 31. Dezember 2016: EUR 53,3 Mio.).

Attraktive Aufträge in allen Märkten

Der größte Auftragseingang 2017 war das deutsche Industriegroßprojekt für BMW in München-Freimann, das gemeinsam mit dem Auftraggeber nach modernsten BIM- und Lean-Standards umgesetzt wird. Zu den weiteren Großakquisitionen zählen die neue Bahnstrecke LK 354 Poznań–Piła in Polen und der Bau eines Teilabschnitts der Stadtbahnlinie U5 in Frankfurt. In Polen wurde das Straßenprojekt E30 Kędzierzyn–Opole akquiriert, in der Slowakei die Straße D3 Čadca. Besonders erfreulich waren in Norwegen die Akquisitionen der drei Neuprojekte E18 Varodd Brücke, E18 Rugtvedt–Dørdal und das Kläranlagenprojekt Bekkelaget bei Oslo. Die größten neuen Aufträge in Österreich waren die Arge Murkraftwerk Graz, die Wohnhausanlage Leopold-Böhm-Straße in Wien und der PPP Schulcampus Berresgasse. In der Schweiz wurden zwei weitere Hochbauprojekte am Zürcher Hauptbahnhof akquiriert.

Ausblick Gesamtjahr 2017

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der Vorstand ein Ergebnis, das trotz stark wachsender Produktionsleistung aufgrund niedrigerer Ergebnisbeiträge aus Deutschland und Katar etwas unter dem Vorjahreswert liegen wird.

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