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Artikel und Hintergründe zum Thema

Holzbau Baden e.V.

Johannes Baumgärtner,

Tradition und Innovation Hand in Hand

Die Zimmerei Hug aus dem Schwarzwald steht exemplarisch für eine gelungene Unternehmensnachfolge im Handwerk. Der Generationswechsel hat das mehr als 120 Jahre alte Unternehmen in Oberried nicht nur erhalten, sondern auf eine neue Ebene gehoben.

Vater Herbert und Sohn Dominik Hug freuen sich über die gelungene Unternehmensnachfolge © Zimmerei Hug

Im Jahr 2024 trat Dominik Hug die Nachfolge von seinem Vater Herbert an, um das Familienunternehmen in die vierte Generation zu führen. Die Übergabe des Unternehmens begann aber eigentlich bereits 2016, als Dominik nach seiner Meisterschule und einer umfassenden Ausbildung in verschiedenen Betrieben im Ausland und in Deutschland das Fundament für seine spätere Führungsrolle legte. Um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten, wurde ein detaillierter Plan ausgearbeitet, der den Betrieb schrittweise an die neue Führungsperson übergab.

"Es war uns wichtig, dass ich nicht nur die Verantwortung für den Betrieb übernehme, sondern mich auch langsam in die Führung und die damit verbundenen Entscheidungen einarbeite", erklärt Dominik. In den fünf Jahren der Übergabephase übernahm er zunehmend operative Aufgaben und wuchs in seine neue Rolle hinein. Zu Beginn war er hauptsächlich in der Büroorganisation tätig, kümmerte sich um die Projektplanung, die Kundenbetreuung und die Arbeitseinteilung. Dabei konnte er von der Erfahrung seines Vaters profitieren, der auch betriebswirtschaftliche Einblicke und wertvolle Tipps weitergab.

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"Der Übergang war für uns beide wichtig. Ich wollte sicherstellen, dass Dominik nicht nur die Handwerkskunst versteht, sondern auch das Unternehmen langfristig erfolgreich führen kann", sagt Herbert Hug. Besonders bedeutend war die enge Zusammenarbeit bei größeren Investitionen. Ein Beispiel hierfür war die Entscheidung, in eine moderne Abbundanlage zu investieren. "Diese Investition war ein wichtiger Schritt für uns, und es war klar, dass Dominik in den Entscheidungsprozess eingebunden werden musste. So konnte er von Anfang an Verantwortung übernehmen", erklärt Hug senior.

Tradition trifft Innovation

Die Zimmerei Hug ist nicht nur ein traditionelles Handwerksunternehmen, sondern auch ein Vorreiter, wenn es um die Integration moderner Technologien geht. Die Entscheidung, eine Abbundanlage in den Betrieb zu integrieren, war notwendig geworden, um die Effizienz und Präzision zu steigern. "Die Herausforderung bestand darin, die Handwerkskunst zu bewahren und gleichzeitig mit modernen Maschinen und Technologien zu arbeiten. Diese Balance aus Tradition und Innovation ist uns sehr wichtig", erläutert Dominik.

Mit der Abbundanlage, die seit 2023 in Betrieb ist, konnte das Unternehmen den Anforderungen der modernen Bauwirtschaft gerecht werden, ohne die eigene handwerkliche Präzision zu verlieren. "Wir haben die Technologie genutzt, um uns weiterzuentwickeln, aber immer im Einklang mit unserem handwerklichen Erbe", erklärt Dominik. Mit der Übergabe der Geschäftsführung an ihn sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Dominik führt das Unternehmen mit einem engagierten Team, das sowohl aus langjährigen Mitarbeitern als auch aus jungen Auszubildenden besteht. "Wir legen großen Wert auf ein gutes Betriebsklima und fördern die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Die Gewinnung von Fachkräften ist ein wichtiger Punkt für uns", bestätigt er. Aktuell werden jährlich zwei bis drei Auszubildende im Betrieb ausgebildet, was der Zimmerei Hug hilft, nicht nur ihre Fachkenntnisse zu sichern, sondern auch die nächste Generation von Zimmerern und Restauratoren auszubilden.

Blick in die Zukunft

Die Übergabe der Zimmerei Hug an Dominik Hug ist ein gelungenes Beispiel für eine Unternehmensnachfolge im Handwerk, bei der nicht nur der Generationswechsel, sondern auch die Anpassung an die Herausforderungen der Zukunft im Fokus steht.

"Ich freue mich darauf, das Unternehmen in die Zukunft zu führen und weiter auszubauen. Ich weiß, dass ich mich auf ein starkes Team verlassen kann und auf die wertvolle Unterstützung meines Vaters", sagt Dominik abschließend.

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