Wärmedämmung

Bauen in der Antarktis

1.000 Kilometer südlich von Südamerika entsteht die 82 Million Euro teure Commandante-Ferraz-Antarktisstation (EACF). Isokorb-Elemente von Schöck schützen die Antarktisstation vor rauer Umgebung. 

Die EACF wird von der brasilianischen Marine im Auftrag des brasilianischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie betrieben und dient als wissenschaftlicher Außenposten.

Früher bestanden Basiststationen in der Antarktis aus Holz. Die neue 3.200 Quadratmeter große Commandante-Ferraz-Antarktisstation erinnert an einen Sci-Fi-Edelbau. In der Station werden 64 Wissenschaftler leben und ihre Forschungen betreiben. © Afaconsult / Estúdio 41

Die 3.200 Quadratmeter große futuristische EACF soll noch 2018 fertiggestellt werden. Der außergewöhnliche Entwurf stammt vom brasilianischen Architekturbüro Estudio 41. Das tragende Wärmedämmelement Schöck Isokorb verhindert, dass bei den widrigen Temperaturen und starken Winden die Wärme aus der inneren Stahlkonstruktion über die Stahlstützen abgeleitet wird.

Stahlkonstruktion mit besonderen Anforderungen
Die Fassade ist mit verdeckt montierten, feuerverzinkten und beschichteten Stahlblechpaneelen mit Polyurethan-Hartschaumdämmung verkleidet, die sie beständig gegenüber den äußeren Einflüssen macht. Die Geschosse werden von einer Stahlkonstruktion getragen, die aus Trägern besteht, die entlang einem Raster gesetzt und mit 600 x 1200 Zentimeter großen Platten verkleidet wurden. Vertikale Gitterstreben tragen die Decken. Die Wände stehen höchstens 12 Meter auseinander. All diese Komponenten ruhen auf einem System aus Stahlstützen, die das Gewicht des Gebäudes ins Eis ableiten. Um die Auswirkungen der wohl extremsten Wärmebrücken weltweit in den Griff zu bekommen, werden tragende Wärmedämmelemente zwischen den inneren Stahlrahmen und den äußeren Stahlstützen und -treppen eingesetzt. Zum Einsatz kommen Isokorb-Elemente des Typs KST, die aus einem 80 Millimeter dicken Dämmblock aus Polystyrol-Schaum bestehen.

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Vollständige Isolation von der Außenwelt
„Um eine durchlaufende Wärmedämmung des Gebäudes zum Schutz vor dem Außenklima sicherzustellen, mussten wir für eine thermische Trennung sorgen, dort wo die Stahlstützen mit Kontakt zum Erdboden auf die angehobene Stahlkonstruktion treffen“, erläutert Rui Furtado, der Projektingenieur von Afaconsult. „Wir haben uns für Isokorb-Elemente entschieden, da diese mehrere Funktionen vereinen. Zunächst stellen sie eine Dämmkomponente dar, die die Kontinuität der Wärmedämmung an jenen Stellen gewährleisten, an der wärmetechnisch hochleitende Materialien wie Stahl, die Dämmhülle durchdringen. Dies ist bei den meisten auf dem Erdboden stehenden Stützen der Stahlkonstruktion der Fall. So wird es möglich, das Gebäudeinnere vollständig von der Außenwelt zu isolieren.“ Furtado weiter: „Die tragenden Wärmedämmelemente verbinden die Stahlkonstruktion und widerstehen Querkräften, Zugkräften sowie Druckkräften und verringern gleichzeitig drastisch Wärmeverluste.

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