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Artikel und Hintergründe zum Thema

Holzbauzentrum*Nord (HBZ)

Erik Preuß,

Zukunftswerkstatt: KI und Führung im Holzbau

Der Workshop "Zukunftswerkstatt" des HBZ*Nord diente als Einstieg in die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Holzbau und lieferte den Teilnehmern wichtige neue Erkenntnisse.

Die Diskussionsrunde im Workshop lieferte erste Lösungsansätze und Umsetzungsmöglichkeiten © Erik Preuß/HBZ*Nord

Für das Holzbauzentrum*Nord (HBZ*Nord) ist Künstliche Intelligenz im Holzbau schon länger ein Thema, das es mit großem Interesse verfolgt und seinen Mitgliedern in verschiedenen Veranstaltungsformaten näherbringt – hier als Workshop für die praktische Anwendung.

Im Workshop "Zukunftswerkstatt: KI und Führung im Holzbau" sollte Interessierten ein Einblick in die Anwendungsgebiete von KI-Tools im Holzbau vermittelt werden. Zu Beginn wurden dazu auch Design Thinking-Phasen genutzt, um in Gruppenarbeiten gemeinsam konkrete betriebliche Problemstellungen zu identifizieren, kreative Ideen zu entwickeln und erste Lösungsansätze zu gestalten.

KI effektiv nutzen

Die beiden Referenten Jonas Mischke und Joshua Rudisch hatten es sich zum Ziel gesetzt, zunächst über das Thema Digitalisierung aufzuklären, um dann im zweiten Schritt mit den Betrieben und den einzelnen Akteuren auf die fachliche Umsetzung in ihrem Unternehmen zu schauen. Dazu wurden zunächst Ideen gesammelt, für welche Fragestellungen KI nutzbar ist und vor allem, wo diese Tools dem Holzbaubetrieb wirklich den betrieblichen Alltag erleichtern können und Arbeitszeit einsparen.

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Als Einstieg in die Nutzung kann die KI stupide und zeitraubende Arbeiten erledigen, wie z. B. handgeschriebene Rapportzettel erfassen und daraus Auswertungen in Excel erstellen. Nächste Schritte können ein KI-basierter Chatbot auf der Unternehmenshomepage oder sogar die Annahme und erste Bearbeitung von Kundenanfragen am Telefon sein.

Scheu überwinden

Oft geht die Nutzung von KI noch mit Ängsten einher, dass sie die Arbeit eines Menschen überflüssig macht und dann sogar die Person selbst ersetzen könnte. Aus bisheriger Erfahrung zu diesem Thema berichtet Jonas Mischke: "Das Handwerk kann man nicht wegautomatisieren. Es ist so, dass die KI den Menschen nicht ersetzen wird, aber der Mensch, der sich nicht mit KI beschäftigt, ersetzt wird." Somit konnte das Referentenduo den Teilnehmern nicht nur die Ängste nehmen, sondern sie ermuntern die Chancen zu nutzen.

So kann KI auch für Arbeiten, bei denen wiederkehrend große Datenmengen verarbeitet werden müssen, wie das Überprüfen von Artikelnummer auf einer Holzliste, genutzt werden. Aber auch für Recherchearbeiten oder das erste entwerfen von Texten ist der Einsatz sinnvoll. Dabei ist es entscheidend, der KI möglichst präzise die Situation, die Ausgangsdaten und das gewünschte Ergebnis zu vermitteln. Denn je ausführlicher und präziser der Prompt (die Frage/Aufgabe an die KI) gestellt wird, umso besser ist das Ergebnis.

Den gesunden Menschenverstand nutzen

So ist es eine wichtige Erkenntnis und ein Praxistipp, mit der KI wirklich zu sprechen – entweder ins Smartphone oder das Mikrofon des Laptops zu nutzen. Denn so der Geschäftsführer des HBZ*Nord Erik Preuß: "Beim Tippen drückt man sich tendenziell kürzer aus und setzt Fakten oder Gedanken einfach voraus. Also besser mit der KI sprechen wie mit einem Kollegen. Aber auf jeden Fall muss man mit den Ergebnissen kritisch umgehen, sie hinterfragen und den gesunden Menschenverstand nutzen."

Insgesamt war der Tag durch die breiten Anwendungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz, das inhomogene Vorwissen der Teilnehmer und die unterschiedlichen Erwartungen an den Workshop auch für die Referenten eine Herausforderung. Er bot aber einen guten Einstieg mit Lern- effekten auf allen Seiten und der Erkenntnis, sich auf jeden Fall weiter mit der Thematik zu beschäftigen.

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