Abbruch + Recycling
Dem Stahlskelett an den Kragen
Im Sommer 2016 begann die komplette Entkernung und der Abriss des Shoppingcenters Zeilgalerie auf der sogenannten „Zeil“, eine der zentralen Einkaufsstraßen in Frankfurt am Main. Dazu wurden vom ausführenden Unternehmen, der Antal Abbruch & Baumanagement GmbH aus Frankfurt, mehrere Brokk-Abbruchroboter sowie diverse Anbaugeräte der Darda GmbH erfolgreich eingesetzt.

Die 1992 eröffnete Zeilgalerie wurde in einer äußerst schmalen Baulücke errichtet. Dadurch war die bebaubare Grundfläche sehr gering und das Einkaufszentrum daher als sogenannte „Vertikalgalerie“ mit neun Geschossen und einem zusätzlich fast drei Stockwerke umfassenden Kinokomplex in die Höhe gebaut. Dieses architektonische Konzept kam bei den Kunden nicht mehr an. Der Leerstand war erheblich und somit sank die Wirtschaftlichkeit des Objektes stetig. Eine gewünschte Flächenerweiterung zu den Nachbargebäuden war aufgrund stark abweichender Geschosshöhen nicht machbar. Deshalb wurde das renommierte Frankfurter Unternehmen Antal Abbruch & Baumanagement GmbH mit dem Abriss beauftragt.
Dreamteam im Abbruch

Der Multi Cutter MC200 sowie zwei Stahlscheren CC420 und eine CC700 S, zwei Betonzangen CC520 und eine CC700 – allesamt aus dem Sortiment von Darda wurden an insgesamt vier Brokk-Abbruchrobotern angebaut. Der Brokk 100, 160 und 260 zeigten bei diesem Prestigeprojekt ihr Können. Der MC200 Multi Cutter erwies sich als wahres Entkernungswunder: er schnitt Rohre, Leitungen, Metallhalterungen und -streben, Klimaschächte, Stahlstützen, Geländer, Installationsschienen, Trockenbauprofile und -verkleidungen. Den Stahlbetonteilen, Holoribdecken und dem Stahlskelett ging es mit den Beton- und Stahlscheren der Darda GmbH, Blumberg, an den Kragen.
Durch die Position der Zeilgalerie zwischen zwei gut besuchten Kaufhäusern ergaben sich vielfältige Einschränkungen, die das Projekt extrem anspruchsvoll machten. Die Verkaufstätigkeit in der umsatzstarken und gut besuchten Zeil – bis zu 15.000 Besucher pro Stunde kommen in Spitzenzeiten hierher – sollte ungehindert weitergehen. Auch in dem am Gebäude verlaufenden U-Bahn-Tunnel sind viele Menschen unterwegs. Für den Abbruchprofi Antal erwies sich, neben dem Einsatz einiger notwendiger Großgeräte, die Kombination aus Brockk-Abbruchrobotern und Darda-Anbaugeräten als optimales „Abbruchmaschinenteam“.
Vibrationsfrei, geräuscharm und ohne Abgase
Seismographen überwachten die Stärke der entstehenden Vibrationen. Der Betrieb der elektrohydraulisch betriebenen Brokk-Roboter, wie auch der Darda-Anbaugeräte wurde dieser Vorgabe gerecht. „Diese Maschinen lassen sich außerdem feinfühlig fernsteuern, so dass ein Abbruch sehr kontrolliert erfolgen kann. Ihr minimales Flächengewicht resultiert überdies in einer geringen Flächenbelastung, was immer wieder ein großes Thema ist“, so George Antal, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma. Die leisen Elektromotoren der eingesetzten elektrohydraulischen Abbruchroboter machten ein geräuscharmes Arbeiten möglich. Dieselmotoren von herkömmlichen Minibaggern oder pneumatisch betriebene Geräte sind im Vergleich massiv lauter. Ebenso arbeiteten die Betonzangen und der Multi Cutter nahezu lautlos.
Im Gegensatz zur Luftverschmutzung, die Dieselmotoren verursachen, arbeiten die Roboter dank der Elektromotoren völlig abgasfrei.
Wirtschaftliche Investition

Obwohl die Brokk-Roboter, als auch die Darda-Geräte deutlich kompakter und leichter sind, als herkömmliche Abbruchgeräte, ist ihre Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches höher. Bei einem Brokk betreibt ein starker Elektromotor das spezielle Hydrauliksystem. Die Darda-Betonzangen und der Multi Cutter hingegen erreichen ihre enorm hohe Brech- bzw. Schneidekraft, weil sie unabhängig vom Arbeitsdruck des Trägergerätes arbeiten. Sie sind somit auch an kleinen Trägergeräten ungeheuer leistungsstark, ganz im Gegensatz zu konventionellen Anbaugeräten.
Diese Gerätepower machte selbstverständlich auch in der Zeilgalerie einen schnellen, effizienten und somit wirtschaftlichen Abbruchfortschritt mit möglich. Als alternative Abbruchmethode war bei Antal zunächst für die extrem stark bewehrten Stahlbetonteile sowie die Holoribdecken auch Betonsägen im Gespräch. Sie erwies sich bei genauer Betrachtung jedoch als unwirtschaftlich, da die Arbeiten wesentlich länger gedauert hätten.
Neben eines passenden und zuverlässigen Maschinenparks bedarf es bei solchen Projekten auch einer lückenlosen Planung und eines perfekten Managements. All dies konnte Antal unter Beweis stellen. Da die Entkernungs- und Abbrucharbeiten so mühe- und problemlos vonstatten gingen und auch aus dem Umfeld keinerlei Beschwerden kamen, konnte das Projekt sogar früher als geplant fertiggestellt werden.
Petra Brandenburg








